Samstag, 7. Januar 2012

Rückschau und Ausblick

Das neue Jahr ist fast schon wieder eine Woche alt. Bei mir begann es traditionell sehr arbeitsreich, so wie jedes Jahr und das wird auch noch eine Weile anhalten. Trotzdem will ich noch mal zurück schauen.

Das war 2011
Es war ein laufreiches Jahr, gerade in den ersten Monaten. So sind am Ende 2307 km zusammen gekommen, so viele wie noch nie. Im ersten Quartal war alles auf das Projekt Spreewald-Marathon ausgerichtet, den ich in neuer PB laufen wollte. Dafür bin ich viele km gelaufen und habe auch mehr lange Läufe als sonst gemacht. Doch ich habe wohl einfach den falschen Tag erwischt und musste mit einer 4:19 h zufrieden sein (und bin es bis heute nicht).
Dafür war dann Anfang Juni der Run&Bike über 100 km mit Bianka eine ganz neue Erfahrung und bei mir lief es wie am Schnürchen, obwohl ich noch nie so weit gelaufen bin und mit fast 10 Stunden nie so lange auf den Beinen war. Der Zieleinlauf war einfach grandios und wohl für immer unvergesslich. Während ich am gleichen Tag der Meinung war, mir das nicht noch mal antun zu müssen (ja, eine Qual war es teilweise schon, vor allem im Mittelteil) sah die Welt am Tag danach schon wieder anders aus ;-). Ich würde mal sagen - Fortsetzung folgt!
Der 3. Höhepunkt im Jahr war dann der Berlin-Marathon, den ich so genießen konnte, wie ich mir das immer vorgestellt habe, einfach weil der Leistungsgedanke nach ganz hinten geschoben wurde. Dass das geklappt hat und ich gleichmäßig durchgelaufen bin, ist für mich immer noch ein Wunder.
Im letzten Jahr gab es eine neue PB - völlig überraschend über 10km. Und auch über 5km war ich nahe dran, obwohl ich auf beides nicht trainiert hatte und wohl Folgen der Superkompensation waren. Dafür bin ich mit genau 2 HM so wenige wie noch nie gelaufen. Den ersten wegen einer Erkältung in persönlicher Schlechtzeit, den 2. dafür spontan und in einer für mich guten Zeit.
Zum Jahresende hin war ein wenig die Luft raus, mich hatte sogar noch mal eine starke Erkältung zu einer Laufpause gezwungen, sonst wären noch ein paar mehr km zusammen gekommen.
Dafür habe ich die Weihnachtstage intensiver genutzt und zu Silvester meinen Jubiläumslauf gestartet. Denn mit dem Silvesterlauf 2006 vor 5 Jahren begann mein "offizielles" Läuferleben. Seitdem habe ich unzählige offizielle Läufe bestritten (ich will schon lange mal eine Statistik machen, aber 100 waren es bestimmt), bin 10308 km gelaufen und zum Glück von Verletzungen verschont geblieben. Das alles spielte sich in der W40 ab und nun wechsel ich das erste Mal in meinem Läuferleben die Altersklasse...

Das wird 2012
Auch wenn das Wetter diesen Winter sehr läuferfreundlich ist, freue ich mich schon wieder auf die Läufe in der Halle in Senftenberg. Wann kann man schon mal im Winter in kurz/kurz laufen und über die Bahn brettern macht einfach Spaß. Im Februar gibt es auch wieder den Frostwiesenlauf in Burg/Spreewald. Einfach eine schöne Veranstaltung ohne Wettkampfcharakter. Der Frühjahrshöhepunkt ist definitiv der Marathon beim Rennsteiglauf am 12. Mai. Rennsteig ist einfach grandios und jeder Läufer muss wenigstens einmal dorthin. Wir werden sogar gebündelt vom Verein aus fahren, schließlich ist es der 40. Rennsteiglauf. Davor gibt es noch ein paar kurze Stadtmeisterschaftsläufe, die ich ganz gern als Tempotraining nutze und als echte Vorbereitung den 30km-Lauf durch die Rauener Berge. Und das sind wirklich Berge! Ich würde auch ganz gern Ende März/Anfang April noch einen Marathon laufen, habe aber noch keine rechte Idee.
Für den Herbst liebäugel ich ein wenig mit dem Brocken-Marathon. Mal sehen, das Wetter muss auch mitspielen. Und dann will ich auch einmal zum Röntgenlauf...
So wie es aussieht, steht das Jahr im Zeichen der Berge ;-). Mittlerweile kann ich damit ganz gut um und dieses ständige Bergauf und -ab macht mir einfach Spaß.

Ich wünsche allen, die hier ab und zu noch vorbeischauen, ein gesundes und erfolgreiches 2012!

Freitag, 23. Dezember 2011

Frohe Weihnachten

Tja, nun ist es schon wieder soweit. Die Geschenke sind verpackt, der Kühlschrank gefüllt.
Nur das Wetter spielt nicht so richtig mit. Während wir im letzten Jahr hier die weiße Pracht im Überfluss hatten, waren es heute bei Nieselregen 9 Grad PLUS. Aber wir lassen uns die Stimmung nicht vermießen. Wir müssen es nehmen, wie es kommt.
Unserer Mieze gefallen die milden Temperaturen allemal besser und sie hat heute schon fleißig "mitgeholfen". Das ist aber auch zu spannend, wenn so ein glitzerndes Band über den Boden huscht. Als unsere Tochter dann fertig war und sich nichts mehr bewegte, erlosch das Interesse aber recht schnell.

Ist ja sowieso nicht für mich!

Ich wünsche allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

Freitag, 18. November 2011

Es gibt ihn - den perfekten Tag

Es ist draußen gerade trüb, kalt und grau. Zeit für einen kleinen Rückblick zum Berlin-Marathon, den ich bisher noch nicht gemacht habe, aber für mich hier verewigen wollte.
Es gibt ihn nämlich, den perfekten Tag und ich hatte ihn am 25. September beim Berlin-Marathon.
Im Vorfeld hatte ich mir so einige Gedanken gemacht, wie ich den Lauf und das Training dazu angehen will. Und da der Marathon 2008 so rundherum super lief, wollte ich unter allen Umständen vermeiden, dieses Mal mit einem negativen Erlebnis nach Hause zu kommen, welches dann evtl. die überaus positiven Eindrücke von damals übertünscht. Also gab es kein konkretes Zeitziel. Außerdem wollte ich mal für mich austesten, wie ich ohne einen 30er als langen Lauf über die Strecke komme. Ein bisschen Faulheit war da auch dabei, ich mag diese einsamen langen Läufe auch nicht allzu sehr, und so habe ich den Druck gleich heraus genommen, da ich ja eh nicht optimal vorbereitet bin ;-).
Am Ende war der längste Lauf dann 29km lang, die nächsten mit 27 und 25km, aber diese fielen mir dieses Mal relativ leicht. Das hatte ich schon anders. Etwas unsicher wurde ich nur, weil ich vor dem HM drei Wochen vor Berlin erkältet war und mich echt über die Strecke gequält habe. So bin ich dann doch etwas unsicher nach Berlin gefahren. Vor allem deshalb, wie es mir ab der 30km-Marke gehen würde.
Am Samstag ging es dann mit Beate zur Messe nach Tempelhof, die Startnummer abholen.
Das ist immer wieder ein tolles Gefühl, wenn man sie in der Hand hält und es nun bald los geht. Auf der Messe trafen wir noch alte Bekannte vom Frankfurt-Marathon.
Anschließend ging es zum Fori-Treff in kleinerer aber gemütlicher Runde. Am nächsten Morgen bin ich dann mit meiner Gastgeberin Binchen direkt zum Brandenburger Tor gefahren, wo es noch mal Gelegenheit zu einem Vorstart-Foto gab.
Danach hatten wir dann Mühe, in den abgesperrten Bereich zu kommen, der Durchgang war einfach zu eng. Doch wir hatten noch genügend Zeit, um rechtzeitig und umgezogen im Startgelände zu stehen.
Mit dem zweiten Start von dreien ging es für mich los. Aber noch nicht ganz, denn noch vor der Startlinie habe ich ein Steinchen aus dem Schuh gefädelt, welches sich eingenistet hatte. Ich glaube, das war eine ganz gute Entscheidung. Doch dann rollte es endlich los und ich hatte auch recht schnell eine angenehme Pace gefunden. Der Plan war, einen 6er Schnitt so lange wie möglich durchzulaufen und hoffentlich dem Hammermann zu entkommen ;-). Schon nach wenigen km wusste ich, dass das mein Tag wird. Die Beine waren locker, der Puls niedrig, die Sonne strahlte nur so vom Himmel... ich kann es nicht genau beschreiben, aber ich wusste es einfach. Ich bin dann wirklich ziemlich gleichmäßig mein Tempo gelaufen, welches relativ angenehm war. Ab km 27 wurde es doch schwerer. Es geht immer leicht bergan und man wird automatisch langsamer. Im Nachhinein war es etwa die Stelle, wo auch Haile Probleme bekam. Doch ich machte mich nicht verrückt und lief eben etwas langsamer weiter. Ich hatte ja ohnehin kein Zeitziel und wenn ich eben später ankomme, auch nicht schlimm. Ich wollte mich nicht quälen, sondern einen schönen Lauf haben. Doch ab km 33 hatte ich meine kleine "Krise" überwunden. Bestimmt eine Kopfsache, denn nun sind es nur noch reichlich 8 km und das Ziel irgendwie greifbarer. Ich war wieder zuversichtlicher und habe ab km 35 wieder beschleunigen können. Nun brauchte ich keine Reserven mehr einteilen, ich wusste, dass nun kein Hammermann mehr kommt. Im Nachhinein waren diese letzten km sogar die schnellsten und vor allem intensivsten. Während ich vor 3 Jahren froh war, endlich ins Ziel zu kommen, habe ich dieses Mal diese letzten km genossen und auch versucht, soviel wie möglich von der Strecke mitzubekommen. Das war mir damals nicht mehr vergönnt.
Ja, und dann ging es auf die "Unter den Linden". Dort war die Hölle los und für die Läufer Schaulaufen pur. Einfach Schön! Noch durch dass Brandenburger Tor, das Maskottchen Berlino abgeklatscht und mit erhobenen Armen und strahlend ins Ziel. Und ich habe es am Ende tatsächlich geschafft, knapp unter einer 6er Pace zu bleiben. Einfach genial, weil ich auch zum Schluss nicht wirklich eingebrochen bin und sich die fehlenden ganz langen Läufe nicht bemerkbar gemacht hatten.
Dieser Lauf war noch das i-Tüpfelchen auf das Erlebnis von vor 3 Jahren. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich noch mal einen Marathon auf Zeit laufen werde. Solche Läufe ohne Zeitziel und ohne Druck machen einfach viel mehr Spaß!

Dienstag, 8. November 2011

Teltowkanal Halbmarathon

Der Berlin-Marathon ist schon ´ne Weile her und ich hatte mal wieder Lust auf und Zeit für ein kleines Läufchen. Im Auge hatte ich den Teltowkanal Halbmarathon, von dem andere Läufer schwärmten. Darauf trainiert hatte ich nicht wirklich, lange Läufe fehlten seit Berlin und die normalen Dauerläufe bin ich die letzten 2 Wochen für meine Verhältnisse sehr zügig gelaufen. Ich will einfach mal etwas schneller über den Winter kommen und hoffe, dass sich das irgendwie auszahlt. Spaß macht es außerdem.

Ganz spontan schloss sich Beate noch mir an, wir sind mittlerweile ein reiseerfahrenes Team ;-). So ging es nach unserer Ankunft erst mal zum Nachmelden, wo wir gleich von Katrin und Bernd erkannt wurden. Das Hallo war natürlich groß. Beim Ausfüllen der Meldezettel schneite plötzlich Elke herein, die von uns dann gleich ein Foto schoss.Sie hatte natürlich auch noch ein paar Bekannte im Schlepptau, so dass wir ein tolles Vorstart-Foto zustande bekamen. So ist das, wenn man zu zweit ins Berliner Umland zum Laufen fährt ;-).
Wir machten uns dann startfertig, das Wetter war einfach traumhaft, wenn auch recht kühl.
Die Strecke ging über 3 Runden immer am Kanal entlang. Während die Hinstrecke fast schnurgerade mit kleineren Brückenanstiegen auf Asphalt langgimg, war der Rückweg auf der anderen Uferseite mit wechselndem Belag und ein paar Kurven abwechslungsreicher. Sogar Kopfsteinpflaster und (angemalte) Wurzeln gab es. So mag ich das ja. Etwas erstaunt war ich nur, als ich am Ende der Runde plötzlich vor einer Treppe stand. Aber halb so schlimm, das Problem haben alle, es gilt nur, nicht zu stolpern.
Schon nach 2 km bin ich auf eine ältere Läuferin aufgelaufen, die sehr gleichmäßig lief und ich heftete mich einfach an ihre Fersen. Denn bei mir lief es nicht locker, durch die schnellen Läufe waren die Beine schwer. So lies ich mich ziehen, blieb immer an ihr dran. Bei einem Anstieg bei km 6 wurde sie langsamer und ich ging vorbei. Zu Beginn der 2. Runde nach einer Bergabstrecke (ich stelle immer wieder fest, dass ich bergab nicht laufen kann bzw. dort Boden verliere) hatte sie sich wieder herangekämpft. Und so waren wir die nächsten km quasi im Gleichschritt unterwegs. Mir hat es riesigen Spaß gemacht und zu Beginn der 3. Runde kamen wir auch ins Gespräch. Ab da war ich immer einen halben Schritt vor ihr und habe sie gezogen. Ich wollte aber auch nicht unbedingt schneller laufen. Doch 2 km vor dem Ziel hat sie mich dann doch losgeschickt, ich bin aber eigentlich nur gleichmäßig weitergelaufen. So bin ich dann nach dem 3. Treppenanstieg in 1:55:50 h ins Ziel und war super zufrieden. Mir hat der Lauf echt Spaß gemacht, ich war nicht am Limit, bin gleichmäßig durchgelaufen und die 3 Runden haben überhaupt nicht gestört. Ich habe mich schon immer auf dem Hinstück auf den für mich schöneren Rückweg gefreut.
Meine Begleiterin hat sich dann im Ziel bei mir für das Ziehen bedankt, dabei hatte sie mich ja anfangs gezogen. Immerhin hatte es bei ihr zum 2. AK-Platz gereicht.
Beate hatte es bei einer Runde belassen. Sie war aber auch zufrieden und konnte nun noch ein paar schöne Fotos schießen.
Alle haben zum Schluss mit der Sonne um die Wette gestrahlt. Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Ein ganz besonderer Lauf zum Marathonjubiläum


Unsere Marathonveranstaltung letzte Woche haben wir wieder bei traumhaften Bedingungen über die Bühne gebracht. Die strahlenden Gesichter der Läufer im Ziel sind der Lohn für die monatelange Vorbereitungszeit. Da ich andere Aufgaben habe, wollte ich diese Woche auch mal ein bisschen Marathonluft auf der Strecke schnuppern. Und da fiel mir ein, dass ich genau heute vor 4 Jahren meinen ersten Marathon auf eben dieser Strecke gelaufen bin. Wenn das mal kein Grund ist, genau heute zu laufen, frei hatte ich zufällig auch. Laufen wollte ich eigentlich mit der Person, die "schuld" daran ist, dass es diesen Marathon überhaupt gibt. Und wir hatten uns schon sehr darauf gefreut. Doch manchmal kommt es eben anders, Arbeit geht vor :-(.

So machte ich mich allein auf den Weg und fuhr mit dem Auto zur Kieselwitzer Mühle. Und ab jetzt brauchte ich für einige Kilometer nur diesen Schildern folgen :-).
Die Wege schlängeln sich auf und ab durch den Wald, immer auf weichem Blätterboden.

Während es anfangs noch bewölkt war, kam nach kurzer Zeit die Sonne und zauberte ein herrliches Lichtspiel.

Die Wege sind teilweise sehr schmal und man muss schon ab und zu mal auf schief stehende Bäume achten. Aber gerade das macht es so abwechslungsreich.

Es roch so herrlich würzig und überall wuchsen Pilze in teilweise gigantischen Ausmaßen.

Nach 4,5 km an der Bremsdorfer Mühle war das erste Teilstück geschafft.

Nun ging es westlich am Treppelsee weiter mit Blick auf den Badestrand. Im Sommer gibt das herrliche Abkühlung nach dem Laufen.

Langsam wird das Schlaubetal bunt, am letzten Wochenende war es noch etwas grün.

Hier treffen einige Wanderwege zusammen, da bietet sich ein Rastplatz an. Aber nicht für mich, ich muss nach rechts weiter, auf der Ostseite am See zurück.

Mittlerweile stand die Sonne schon sehr tief und tauchte und das ergab ein schönes Lichtspiel auf dem Wasser.
Nach der Seeumrundung lief ich auf dem gleichen Weg wie ich gekommen bin zurück. Doch in der Gegenrichtung sieht sowieso alles anders aus und ich musste auch einige giftige Anstiege bewältigen.
Und hier der Beweis, dass ich wirklich dort war ;-).

Nach genau 18km in knapp 2 Stunden stand ich wieder am Auto. Es war einfach ein schöner Lauf, aber noch schöner wäre es mit dir, Kathrin, gewesen. Danke für diese Idee! Wir holen diesen Lauf gemeinsam nach, jawoll!

Mittwoch, 21. September 2011

Spätsommer

Es ist viel Zeit ins Land gegangen seit meinem letzten Eintrag. Quasi der ganze Sommer, auch wenn er nicht immer den Namen verdiente. Ich will mich aber mal nicht beschweren, denn an meinem Geburtstag gab es einen der heißesten Tage des Jahres und auch unser Urlaub an der Ostsee war größtenteils von schönem (Bade-)Wetter bestimmt. Die beiden Wolkenbrüche an 2 Abenden haben uns nicht weiter gestört, lediglich die örtlichen Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Zum Laufen war das Wetter sowieso fast ideal und selbst die Schwüle blieb größtenteils aus. Ich war trotzdem nicht allzu fleißig, habe mich eher von meinem Gefühl als von einem Plan leiten lassen. Trotzdem gab es eine Premiere: ich bin erstmals einen langen Lauf komplett im Dauerregen gelaufen, weil ich nicht verschieben wollte bzw. konnte. Und nach einer Weile hat der Lauf oder besser das Pfützen springen sogar Spaß gemacht. Ende August habe ich allerdings mal einen Temperatursturz um 20 Grad von einem Tag auf den anderen nicht so gut überstanden und mir eine Erkältung eingefangen. Daraufhin ging dann der Mercedes-Benz-Halbmarathon in Berlin gründlich schief und ich habe mich in 2:04 bei Hitze mehr über die Strecke gequält als das ich gelaufen bin. Zum Glück kam nichts nach, lediglich am nächsten Tag hing ich noch etwas durch.

Vor einer reichlichen Woche hatten wir wieder unser alljährliches Familien-Studientreffen. Dabei gab es dann am Abend ein wunderschönes Lagerfeuer welches sogar die Jugend toll fand und zu fortgeschrittener Stunde den "Großen" nacheiferte und ebenfalls zur Klampfe griff. Einfach toll und dazu gab es dann noch einen Vollmond.

Gestern haben dann Kathrin und ich den schönen Spätsommer genutzt und sind eine Runde um den Müllroser See gelaufen. Erst durch den Wald, am See mit der schon tiefstehenden Sonne vorbei über sattgrüne Wiesen Anschließend gab es eine kurze Abkühlung im See. Brrr, aber es war herrlich erfrischend, bevor dann die Sonne ganz unterging. Schön war´s!

Dienstag, 21. Juni 2011

Viel Spaß und Unverhofft kommt oft...

Nach dem Run&Bike stand viel Regeneration an
und wir waren auf Kurzbesuchen in 2 Städten, da Konzerte zufällig innerhalb weniger Tage standfanden. Schön war´s!


Am letzten Wochenende frönte ich wieder meinen beiden Hobbies.

Für unsere Line Dance Gruppe stand am Samstag der wohl einzige Auftritt des Jahres an. Die Vorbereitungszeit war recht kurz und da es dieses Mal eine Auswahl von Paartänzen sein sollte, waren wir besonders aufgeregt. Aber es klappte alles sehr gut und auch das Wetter spielte mit, denn es regnete erst, als wir von der Tanzfläche verschwanden ;-).

Als Zugabe zeigten wir noch einen Gassentanz, den wir zusammen mit einer anderen Gruppe tanzten, so dass es eine schöne farbliche Kombination ergab.

Der Auftritt hat wieder viel Spaß gemacht und der Beifall war groß.


Am Sonntag wollte ich einen 10km-Lauf machen. Doch welchen? Viele Vereinsfreunde starteten in Bad Saarow beim Scharmützelseelauf. Ich entschied mich aber für den AirportRun in Berlin- Schönefeld, an dem ich schon 2 mal teilgenommen habe. Dort sollte es letztmalig durch das neu entstehende Flughafengelände gehen, u.a. auf der schon fertig gestellten Start- und Landebahn. Das reizte mich natürlich und es sollte eine einmalige Gelegenheit sein. Katrin aus Berlin wollte mir meine Startunterlagen mitbringen, so dass ich früh mit der Anreise weniger Stress habe. Am Ende war ich dann eine halbe Stunde vor ihr am Startgelände, weil die S-Bahn, mit der sie anreiste, Probleme bereitete und auch der Busshuttle überfordert war.

Aber wir standen dann rechtzeitig im Startblock und der Start verzögerte sich auch wegen der Transportprobleme. Dann ging es los, erst mal gegen den Wind, der wirklich erträglich war. Noch! Nach etwa einem km ging es immer mal wieder bergauf, auf einem Flughafengelände schon ungewöhnlich. Bei mir lief es zäh, aber ich hatte auch mit nichts anderem gerechnet. Nach 3 km ging es dann die ganzen (wenigen) Höhenmeter wieder runter und wir bogen auf die Startbahn. Nun mit Rückenwind rollte es für die nächsten km richtig gut. Die Veranstalter hatten einige größere Schilder mit Erläuterungen aufgestellt, was sehr interessant war. So ist die ganze Bahn 4km lang und 60 Meter breit. Außerdem ist sie wegen der besseren Haftung mit 2mm tiefen Rillen durchzogen, auf denen es sich herrlich hat laufen lassen. Die gaben einen schönen Grip unter den Schuhen. Bei km 7 bogen wir dann ab und es ging neben der Bahn weiter, bis zum Wendepunkt bei km 8. Bei mir lief es bis dahin unglaublich locker und nach der Wende wusste ich auch, warum. Denn nun hieß es, die restlichen 2 km gegen eine Wand anzukämpfen. Man, war das ein Sturm. Kein Vergleich zum Wind am Start. Am liebsten wäre ich stehen geblieben. Aber ich hatte mitbekommen, dass es um eine sehr gute Zeit ging. Also Zähne zusammenbeißen und durchhalten. Das Zieltor war weithin einsehbar, logisch bei einer schnurgeraden Strecke. Aber näher kam es nicht. Doch irgendwann hatte ich es geschafft und traute meinen Augen nicht. Brutto noch unter 50 min, offiziell dann 49:21 min und neue PB, mit der ich so kurz nach dem Run&Bike nicht gerechnet hatte. Und Gesamt-32. von 290 und AK-7. von 59 hatte ich auch noch nicht.

Die Wahl für diesen Lauf hat sich also voll gelohnt und auch wenn ich allein angereist bin, habe ich vor Ort sehr viele bekannte Läufer getroffen. Dieser Lauf war eben was ganz Einmaliges und Besonderes.