Montag, 7. Dezember 2009

Jubiläums-Vollmond-Weihnachtslauf

Letzten Mittwoch stand seit langem mal wieder ein echter Vollmondlauf an, noch dazu bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, also war klare Winterluft angesagt, so wie ich das liebe.
Der Zufall wollte es, dass ich nach 500 Metern die 2000 km für dieses Jahr voll gemacht habe. Diesen Moment musste ich kurz genießen und für mich festhalten... Ich habe keinen Moment zu früh fotografiert, denn für die nächsten Kilometer verschwand der Mond hinter den Wolken. Trotzdem war es auch im Wald richtig hell und man konnte weiter gucken, als an manchem regenverhangenen Tag.

Nach 3 km hatte ich dann mein erstes Ziel erreicht, unsere kleine Exklave mitten im Wald. Genau dort wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen ;o).Auf einem kleinen Platz rechts vom Schild war der Weihnachtsbaum und links davon diese elektrische Pyramide aufgestellt. Jetzt muss man sich nur noch vorstellen, wie sie sich dreht :-). Danach ging es auf gleichem Weg zurück. Da kurz bevor ich mein Dorf erreichte, der Mond wieder heraus kam, habe ich mich für die Verlängerung der Strecke entschieden. So bin ich dann auf einer kleinen Teerstraße noch zu einem alten Tagebausee mitten im Wald gelaufen. Dieses Mal war es im Gegensatz zur Vorwoche bedeutend heller und es gab im Wald ein richtig mystisches Licht- und Schattenspiel. Ein wenig Bedenken hatte ich wegen evtl. streunender Wildschweine. Aber die Gefahr bestand nicht, da ich wirklich weite Sicht hatte und die Augen sowieso geschärft waren ;-). Am See selbst habe ich dann natürlich kurz abgehalten, aber kein vernünftiges Foto zustande bekommen. Es war wohl zu dunkel ;o). Danach ging es wieder nach Hause und ich war total überrascht, dass ich für die knapp 12 km im Schnitt schneller als 6 min unterwegs war, denn es hatte sich echt locker angefühlt.

Nun kann ich spekulieren, ob es an der Tageszeit liegt oder daran, dass man im Dunkeln nicht so auf die Uhr schauen kann. Denn am Tag darauf ging es mir beim Lauf mit Kathrin genauso.

Auf jeden Fall war es für mich ein genialer Jubiläumslauf, den ich so schnell nicht vergessen werde. Eben ein ganz besonderer Lauf!!!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Über Stock und über Stein

Nachdem ich letzten Mittwoch dachte, dass mich meine kränkelnde Familie angesteckt hat, war ich am Donnerstag zum Glück wieder fit. Und weil es aus organisatorischen Gründen schon dunkel war, bin ich dann seit langem mal wieder meine Mondscheinstrecke gelaufen. Es war wieder faszinierend, wie hell es zum Teil, gerade auf freier Fläche, war. Doch da noch lange kein Vollmond schien und er auch recht tief stand, war die Sicht im Wald teilweise grenzwertig und ich bin an unebenen Stellen ins Stolpern gekommen. Den Stirnlampen-Joker wollte ich aber nicht ziehen und es ist ja auch nix passiert.

Am Samstag ging es dann mit Kathrin und Beate mit dem Rad auf der geplanten Marathonstrecke entlang.
Dieses Mal gab es den gemeinsamen Start am Originalstartort, nachdem uns Kathrin mitsamt den Rädern eingesammelt hatte.

Dieses Mal fand ich die Tour schon von Beginn an anstrengend, es ging aber auch erst mal eine Weile bergauf ;-). Irgendwann waren wir dann im eigentlichen Schlaubetal, mittlerweile fast laublos, aber wie immer mit einem besonderen Reiz. Ein paar Markierungsarbeiten wurden auch erledigt.
Aber alles nur unter Zuhilfenahme von Naturmaterialien. Der gehört jetzt uns...Danach ging es weiter, immer an der Schlaube entlang. Über Stock und Stein, über Sandboden und teilweise hohen Blätterbelag. Gerade dort hat mir dann mein einfaches Tourenrad seine Grenzen aufgezeigt, indem ich immer mal quer stand. Ich sollte wohl mal über ein geländegängigeres Rad nachdenken und geguckt habe ich auch schon mal... Aber pssst ;-).
Unsere dieses Mal einzige Rast haben wir wieder in der Bremsdorfer Mühle eingelegt. Der Fisch dort ist aber auch unschlagbar und ein kühles Weizen darf dabei nicht fehlen.
Doch irgendwann ist jede Rast vorbei und so haben wir weiter teilweise neue Wege befahren.
Zum Schluss saß uns dann schon die Dunkelheit ein wenig im Nacken, aber nach 44 km und knapp 3,5 h reiner Fahrtzeit haben wir dann den Ausgangspunkt wieder erreicht. War wieder ein schöner Ausflug mit ordentlichem Trainingscharakter.

Ich war nämlich ganz schön knülle und hatte am Abend, als wir noch mit Freunden unterwegs waren, mit der Müdigkeit zu kämpfen. Muss wohl ein Sauerstoff-Schock gewesen sein ;-).

Dienstag, 24. November 2009

Beflügelt

Ich will eigentlich nicht über jeden Lauf berichten. Doch im Moment läuft es so gut und ich bin gerade so happy, dass ich es einfach loswerden muss.

Ich hatte mir heute wieder Intervalle verordnet, dieses Mal 5 x 1000 Meter mit 3 min Pause. Während ich sie vor 2 Wochen noch recht anstrengend fand, gingen sie heute wesentlich lockerer von den Füßen. Als wären mir Flügel gewachsen. Doch am meisten haben mich die Zeiten von 4:46, 4:49, 4:47, 4:44 und 4:46 min überrascht. Ich bin Intervalle noch nie gleichmäßig unter 4:50 min gelaufen und war einige Sekunden schneller als vor 14 Tagen. Die Pulswerte waren sogar um einiges niedriger.

Hatte ich heute nur einen guten Tag oder liegt es an den vielen schnellen Läufen der letzten Zeit? In knapp 3 Wochen weiß ich mehr ;o).

Donnerstag, 19. November 2009

Rekordlauf

Heute ist es passiert. Nein, ich habe keine neue Bestzeit aufgestellt, auch wenn ich 1:02 h für 10,7 km im Training für meine Verhältnisse schon ordentlich schnell finde.

Ich habe aber zu Hause festgestellt, dass ich einen neuen Jahresrekord aufgestellt habe. Stand er aus dem letzten Jahr bei 1.952 km, bin ich heute schon bei 1.957 km angelangt. Die Schallmauer lässt grüßen :-). Und gerade dieses Jahr hat mir das Laufen sehr geholfen, großen beruflichen Stress zu verarbeiten und oft, wenn auch nicht immer, den Kopf frei zu bekommen. Ich möchte keinen km missen und freue mich auf die Zugabe für den Rest des Jahres. Diese Läufe werden sowieso genossen, denn gerade im Moment macht mir das Laufen so unglaublich viel Spaß.

Mittwoch, 18. November 2009

Kurz und knackig

Nach dem Marathongeschlurche und einer mehr oder weniger ausgeprägten Regenerationsphase habe ich in letzter Zeit mal richtig Lust auf Tempo. So waren es letzten Dienstag 4 x 1000 Meter Intervalle mit 3 min Pause. Es fühlte sich dann doch ganz schön hart an, aber mit 4:53, 4:45, 4:56 und 4:53 war ich zufrieden für das erste Mal Tempo nach langer Zeit. Das zweite Intervall war ungeplant etwas schneller, da ich plötzlich eine Fahrradbegleitung bekam. Und da kann man doch nicht im Tempo nachlassen ;-).

Am Freitag ging es dann mit Kathrin und dem Hundekind durch ihren Wald. Nach etwas vorsichtigem Beginn sind wir aber immer schneller geworden, so dass am Ende für die 11,5 km eine Pace von 6:03 auf dem Garmin stand. Das ist für MICH bei dem dortigen Profil auch recht zügig. Aber es hat Spaß gemacht.
Am Samstag bin ich dann bei bestem Frühlingswetter zum Crosslauf. Ich hatte nicht wirklich irgendwas geplant, die Beine waren auch schwer und es sollte der dritte Lauf hintereinander werden, was ich sonst nie mache. Deswegen bin ich auch nur auf die kürzere Strecke über reichlich 6 km, zu laufen in 4 Runden, gegangen. Eine Runde beginnt gleich mit einem mörderischen Anstieg, durch tiefen aufgewühlten Sand, was ich konsequent gegangen bin. Auf der Gegenseite ging es den gleichen Abhang halsbrecherisch wieder hinunter, wo man es auch nicht unbedingt laufen lassen kann. Der Rest war dann im seichteren Auf und Ab, wirklich kurzweilig, aber sauanstrengend. Da es für mich nur ein zusätzlicher Trainingslauf war, bin ich von Beginn an recht moderat gelaufen. So war ich dann doch erstaunt, am Ende das Ganze in einer Pace von 5:45 min/km bewältigt zu haben. So schnell kam es mir gar nicht vor, da ich ja auch Passagen gegangen bin. Also gar nicht so schlecht.

Gestern war dann so richtiges Novemberwetter, so dass ich dann zunächst auf meinen geplanten Lauf verzichtet habe. Doch am Abend hat es mich dann doch gejuckt, wenigstens ein paar Meter unter die Füße zu nehmen. Da die Möglichkeiten im Dunkeln vor meiner Haustür beschränkt sind, habe ich Bergsprints gemacht, da ich einen kurzen, aber recht knackigen Anstieg zur Verfügung habe.
Erst eine große Dorf-Runde einlaufen, dann 8 mal den Berg hoch gesprintet und wieder runter getrabt und dann eine Runde auslaufen. Für diesen ca. 120 Meter langen Anstieg habe ich dann 6x 33 sec, 1x 32 sec und 1x 34 sec gebraucht. Über diese Gleichmäßigkeit war ich dann doch überrascht. Aber es hat auch Spaß gemacht, sich über die wenigen Meter so richtig auszupowern. Am Ende waren es "nur" 5 km, aber danach ging es mir so richtig gut. Eben kurz und knackig.

Sonntag, 8. November 2009

Mit dem Rad durchs Schlaubetal

Da wir im Moment beide so´n bisschen planlos trainieren, kam Kathrin auf die Idee, eine Radtour zu starten. Naja, Rad fahre ich eher selten und ich hatte auch Bedenken, im Tempo mithalten zu können. Aber ein bisschen Abwechslung kann ja nicht schaden.
Mit etwas Logistik bastelten wir eine One-Way-Strecke von Kathrin zu mir zusammen und pünktlich zum Start lies sich dann auch die Sonne blicken :-). Schon bald stellte sich heraus, dass wir trotz der Kälte zu warm angezogen waren. Das wird später großen Durst geben ;o).

So ging es dann durch die immer noch herbstlichen Wälder fast ausschließlich auf Waldwegen entlang, vorbei an kleineren Seen bis in das Schlaubetal hinein.
Dort zauberte dann die Sonne herrliche Lichtreflexe, aber durch das viele Laub auf den Wegen
musste man auch auf der Hut sein, da man nicht alle Wurzel sah. Nach einer reichlichen Stunde
erreichten wir dann unsere erste Raststation.

In der "Bremsdorfer Mühle" kommt der Fisch frisch geräuchert direkt auf den Tisch. Hmmh!
Gemütlich war es da drin auch, aber es half ja alles nichts, irgendwann mussten wir weiter. Nun ging es am Großen Treppelsee westseitig entlang, bis die Schlaube in den Schinkensee mündet.
Doch erst mal mussten wir noch einen Abstecher in das Forsthaus "Siehdichum" machen und einige Höhenmeter dorthin bewältigen.

Dafür durften wir dann wieder abwärts zum Schinkensee rollen und an diesem entlang
in Richtung Kupferhammer fahren. Dieser Streckenteil war für mich Neuland, aber genau so wunderschön wie die gesamte Strecke.
Bevor wir dann endgültig die Heimfahrt antraten, musste natürlich noch eine kleine Stärkung sein.
Denn auf dem letzten Stück gab es noch mal einige Höhenmeter zu erklettern und ein bisschen saß uns dann schon die aufziehende Dunkelheit im Nacken.
Heute habe ich überraschender Weise fast keine Nebenwirkungen, also keinen Muskelkater. Lediglich mein A...llerwertester muckert etwas.
Es war eine tolle Tour an einem wunderschönen Herbsttag , die wir hoffentlich bald mal wiederholen. Und das Rad werde ich wohl nun öfters mal satteln...

Montag, 2. November 2009

Oktoberfinale

Wenigstens am letzten Tag zeigte sich der Oktober von seiner goldenen Seite. So haben sich Kathrin und ich ganz spontan am Treppelsee getroffen, um diesen zu umrunden. Bei mir sollte es der erste ganz lockere Lauf nach dem Marathon werden und Kathrin wollte testen wie sie mit ihrem Mini-Hund harmoniert.
Die erste Hälfte hatten wir die Seerunde für uns allein. Schmale Wege am See entlang durch urige Vegetation in gold-gelb. Einfach herrlich. Dazu die frische klare Luft und auch Mini-Hund gefiel es gut, denn er lief immer schön brav neben uns her.

Für den Durst unterwegs war gesorgt und ein Bad gab es auch ;-). Puh, muss das kalt sein.

Auf der westlichen Seeseite kamen uns dann viele Ausflügler entgegen, so dass kein durchgängiges Laufen mehr möglich war. Meine Beine waren aber über die Stopps nicht abgeneigt, denn wirklich locker waren sie noch nicht. Trotzdem waren es sehr schöne 9 km, so just for fun und das bei strahlendem Sonnenschein.

Am Abend ging es dann mit den Schlaubetaler Mädels zur Halloween-Party. Die hat meine Line-Dance-Trainerin mit ihrer Tanzgruppe organisiert. Unglaublich, was sie da auf die Beine gestellt haben. So gab es ein Showprogramm, ein selbst organisiertes Büffet und viele Tanzrunden zwischendurch. Naja, war ein ganz schön langer Abend ;-).

Nun hat uns der graue November mit Dauerregen und Kälte fest im Griff, so dass es mir heute überhaupt nicht schwer fiel, auf ein geplantes kurzes Läufchen zu verzichten. Dann wird eben mehr regeneriert...