Montag, 25. Mai 2009

Eine offene Rechnung ist beglichen :-)

Am Samstag fand in Neuzelle der 8. Run&Bike statt. Und aus dem letzten Jahr hatte ich noch eine Rechnung offen. Habe ich damals bei diesem Rennen einige Fehler gemacht, aber auch schon die krassen Auswirkungen meines Eisenmangels zu spüren bekommen. Nur dass ich es zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste... Zumindest war ich damals mit meiner Leistung überhaupt nicht zufrieden.

Deshalb habe ich in diesem Jahr Martina angesprochen, ob sie wieder mit mir laufen wolle, im letzten war es umgekehrt. Ich wollte es einfach ihr und natürlich besonders mir beweisen.

Punkt 8 Uhr sollte es losgehen, ich würde für uns wieder anlaufen und als ich so erwartungsfroh im Startpulk stand, bemerkte ich in leiser Panik, dass ich vergessen hatte, mein Startnummernband umzubinden. Schnell zum Rucksack geflitzt, das Band rausgekramt und wieder einen günstigen Startplatz zurückerobert. Das sollte nicht die einzige Schrecksekunde des Tages bleiben...

Dann ging es los, insgesamt 256 Paare machten sich auf den Weg der Marathondistanz. Ich bin gut weggekommen und nach wenigen hundert Metern habe ich mich eingebremst und gleichzeitig meine Jacke ausgezogen und um den Bauch gebunden, da ich noch nicht gleich mit einem Wechsel rechnete. In diesem Moment wusste ich aber noch nicht, wie lange ich wirklich auf einen Wechsel warten bzw. laufen musste. Schon bald ging es nämlich von der breiten Straße auf einen engen Waldweg, teils moddrig und es war für die Radfahrer schwierig, an den Läufern vorbei zu fahren. Erschwert wurde das Ganze dann noch durch einen heftigen und längeren Anstieg, bei dem ich sogar Probleme hatte, an schiebenden Radfahrern vorbei zu laufen. Dann war dieser Anstieg geschafft und es ging auf breiter Straße weiter. Langsam machte ich mir aber ernsthaft Sorgen, ob mich Martina im Pulk vielleicht übersehen hatte und vorbei gefahren ist. Plötzlich rief es von hinten "Hallo Anett". Es war zwar "nur" Kathrin auf ihrem Weg zu Dieter, aber nun war ich guter Dinge, dass ich nicht übersehen worden bin. Kurz danach hatte mich dann auch Martina eingeholt und wir konnten nach ca. 4,5 km wechseln. War aber auch bitternötig, da ich mit so einer langen Strecke nicht gerechnet hatte und etwas zügiger losgelaufen bin. Doch über eine Pace von 5:03/km bei diesem Anstieg und brutto gemessen war ich mehr als erstaunt. Mein lieber Scholli. Denn am Limit war ich noch nicht gewesen. Die nächsten km ist dann Martina immer knapp 3 km gelaufen, während ich es bei reichlich 2 belassen habe, mir stak der erste Abschnitt doch ganz schön in den Knochen. Doch zum Glück habe ich mich auf dem Rad recht gut erholen können, da ich gleich den Anschluss gesucht habe.

Nach meinem 3. Abschnitt geriet ich aber in völlige Panik und Hilflosigkeit. Beim Losfahren lies sich das Rad nämlich nicht fahren, ich konnte nur im Leerlauf treten und bin nicht vorwärts gekommen. Nun war guter Rat teuer. Erst dachte ich, dass die Kette abgesprungen ist. Da habe ich eine Weile rumgefummelt und mir schöne schwarze Finger geholt ;o). Dann habe ich aber gesehen, dass die Kette auf dem kleinsten Kranz liegt und da ich mich mit dem Rad nicht auskannte, habe ich einen anderen Teilnehmer gefragt, der gerade am Rand stand. Er hat mich dann in die Schaltung eingewiesen, die bei diesem Rad auf beiden Seiten war. Ich muss sie beim Bremsen wohl versehentlich betätigt haben. Naja, typisch Frau. Ich hätte mich ja vor dem Lauf mal einweisen lassen sollen ;o).
Martina war inzwischen gefühlt meilenweit enteilt. Nun musste ich in Eilfahrt durch den engen holprigen Feldweg an den ganzen anderen Läufern und Radfahrern vorbei, was ganz schön Kraft gekostet hat. Aber ich war heilfroh, dass ich überhaupt wieder fahren konnte. Nicht auszudenken, wenn es wirklich eine Panne gibt...

So gingen dann die km dahin. Es war nie langweilig oder eintönig, eben toll, wenn man einen Begleiter hat. Auch die Zuschauer waren klasse, viele bekannte Gesichter unter ihnen, die uns persönlich anfeuerten. Eine ganz tolle Leistung lieferte aber unser Vereins-Vorsitzender ab, der an sage und schreibe 5 Stellen mit seinem Anhang stand und Fotos von uns allen Läufern schoss, die sich ja über einen großen Zeitrahmen hinzogen. Grandios!!!

Die Strecke selbst war nicht immer einfach zu laufen, teilweise sehr matschig und hügelig. In der Regel trafen mich diese Bergauf-Laufabschnitte, aber auch mit dem Rad sind sie nicht einfach zu bewältigen. Einmal habe ich sogar meine Partnerin abgehängt ;-). Überhaupt habe ich am Berg oft überholt, ein ganz neues Gefühl.
Gegen Ende haben wir die Wechselabschnitte verringert, es war einfach effektiver, denn die Müdigkeit setzte eher ein. Wir hatten aber keine Ahnung über unsere Platzierung. Ständig bewegten wir uns in einem Pulk mit gemischten oder Männer-Paaren, in der Regel immer die gleichen. Doch ich bekam auf den letzten km mit, dass wir von den Zuschauern Sonderapplaus bekamen, weil wir ein Frauenteam waren. Da muss es vor uns noch nicht so viele gegeben haben. Das spornte noch mal mächtig an und wir schafften sogar wieder Abschnitte unter 5min/km. Und dann waren wir in genau 3:44:00 h für 43,5 km im Ziel, auf dem letzten km noch ein paar Männerpaare überholend ;-). Doch der Transponder wollte einfach nicht piepen, was später noch eine Rolle spielen sollte. Ich hatte angenommen, dass ich es nur nicht mitbekommen habe.

Danach haben wir uns etwas gestärkt und dann wollte ich unsere Urkunden abholen. Aber die waren einfach noch nicht fertig gedruckt. So haben wir dann die Siegerehrung abgewartet und nun gab es die Überraschung. Wir wurden als 4. Frauenpaar auf die Bühne gerufen und bekamen dann dort unsere Urkunde und auch einen Preis. Da konnte ich ja lange warten ;o).
Auf dieser stand dann eine andere Zeit als die von uns gestoppt und in der Ergebnisliste habe ich dann am Abend gesehen, dass auch 4 Männerpaare plötzlich vor uns platziert waren, die wir hinter uns gelassen hatten. Also gab es doch ein Problem mit dem Transponder.
Eine Mail an den Zeitnehmer hat auch dieses Malheur korrigiert, da es eine manuelle Einlaufliste gab. So sind wir dann 4. von 24 Frauenpaaren und 148. von 253 Paaren insgesamt geworden. Damit sind wir total zufrieden und ich habe meine Schmach aus dem Vorjahr getilgt, denn ich bin im Schnitt fast 40 Sekunden pro km schneller gewesen als im letzten Jahr.

Als wir dann zum Auto gehen wollten, hat mir mein unbekannter Radbau-Helfer gratuliert und ich mich bei ihm noch mal bedankt.
Eine wirklich tolle Veranstaltung, die wir im Anschluss noch ein wenig feiernd gewürdigt haben.

Dienstag, 19. Mai 2009

Frauenlauf in Berlin

Am Samstag war ich wieder beim Frauenlauf in Berlin. Da in diesem Jahr am gleichen Tag der Rennsteiglauf und andere regionale Wettkämpfe stattfanden, war unser Grüppchen mit 6 Frauen recht überschaubar, aber Spaß hatten wir nicht minder ;-).
Für mich gab es in diesem Jahr eine Premiere, denn ich musste mal für die Radiergummiliga eine offizielle 5er Zeit abliefern. Diese Strecke laufe ich fast nie, somit stand meine alte PB seit reichlich 2 Jahren bei 26:05 min.
Dadurch hatte ich nach unserer Ankunft in Berlin auch nicht so viel Zeit bis zum Start um 16:15 Uhr, so dass das geplante Treffen mit Binchen erst mal ausfiel.
Zum Schluss wurde es sogar arg knapp, so dass auch das Einlaufen zusammen mit unserer Nachwuchsläuferin Julia recht kurz ausfiel. Dann schnell zum Start und über den Zaun klettern, um ganz vorn zu stehen. Doch genau in diesem Moment wurde die Läuferinnen-Masse um 10 Meter nach vorn verschoben, so dass wir unerwartet mitten im Pulk standen. Das erschwerte uns beiden dann natürlich ein zügiges Loslaufen nach dem Start und es ging erst mal mit Extremslalom und Abrupt-Abstoppen los. Doch nach ca. 500 m hatte ich mich endlich frei gelaufen, angefeuert durch Binchen, die mich im Pulk entdeckt hatte. Natürlich war der 1. km viel zu schnell, denn ich wollte doch irgendwie die verlorene Zeit wieder gut machen. Das kostete dann die Kraft, die mir zum Schluss fehlte. Denn ab dem 3. km bin ich etwas langsamer geworden, konnte aber gleichmäßig durchlaufen. Auf der Zielgeraden hat mich dann wieder Binchen angefeuert, aber im Gegenwind hatte ich das Gefühl zu stehen, dem aber nicht so war ;o). Durchs Ziel ging es dann in 24:24 min und ich wusste rein optisch schon, dass die Läuferinnen, die vor mir durchs Ziel sind, überschaubar waren.
Am Ende bin ich dann Gesamt-31. von 1662 und AK-4. von 286 Starterinnen geworden. Klar sind die schnellen Läuferinnen beim Hauptlauf gestartet, aber trotzdem war ich mit diesem Lauf mehr als zufrieden :-) und schon ein bisschen stolz auf das Ergebnis. Vergessen der ganze Frust des letzten Jahres, als ich mich durch den Tiergarten gequält habe...
Und Julia ist sogar Gesamt-3. in einer Zeit knapp über 20 min geworden. Grandios!!!

Nach meinem Lauf habe ich dann den 10km-Lauf als Zuschauer verfolgt. Natürlich habe ich mir den Start mit Sabrina Mockenhaupt und Ulrike Maisch von Nahem angeschaut und auch Heike als einzige Starterin unserer Truppe über diese Strecke stand in der ersten Reihe.
Es war toll, die unterschiedlichen Laufstile zu beobachten, Heike und Binchen anzufeuern und letztere dann auf den letzten Metern zu begleiten.
Insgesamt war es wieder ein gelungener Tag und ich bin dann glücklich und zufrieden am späten Abend, mit einer Tüte voll Kosmetik und einem neuen pinkfarbenen Laufshirt, zu Hause wieder aufgeschlagen.

Donnerstag, 14. Mai 2009

BLACK ICE

Wir waren gestern in Leipzig zum AC/DC-Konzert, der absoluten Lieblingsband von Frank.
Ich muss schon zugeben, dass ich doch mit einigen Vorbehalten hingefahren bin, gehören sie nicht unbedingt zu meinem Musikgeschmack. Aber was tut man nicht alles ;o) und ich wollte mir endlich selbst ein Urteil bilden...

...und das habe ich.
Es war einfach nur geil!!! Von der ersten Minute an bebte das Zentralstadion und es war Power pur. Frank hatte mich aber in letzter Zeit mit der Playlist und sonstigen Begebenheiten vertraut gemacht, mitsingen (oder -grölen) war somit kein Problem ;-). Einen ausführlichen Bericht über das Konzert gibt es hier.
Anschließend haben wir den Abend noch mit einem Bierchen an der Hotelbar ausklingen lassen, zu der sich dann noch jede Menge andere Konzertbesucher gesellten.
Jederzeit wieder!

Sonntag, 10. Mai 2009

Unerwartete Bestzeit und Familienzuwachs

Im Moment freue ich mich wie blöd... Nicht nur, weil heute Muttertag ist und meine Töchter an mich gedacht haben.


Heute stand für mich auch der 5. und damit letzte Stadtmeisterschaftslauf an. Ich hatte keine Ahnung, wo ich 2 Wochen nach dem Marathon stehe, schnelle Läufe gab es in der letzten Zeit sowieso nicht.
Seit 2 Jahren versuche ich nun schon, über die Standardstrecke von 6 km die Schallmauer von 30 min zu unterbieten. Zuletzt fehlten ganze 6 Sekunden. Heute hatte ich die Zeit auch schon abgeschrieben, weil mich beim Einlaufen Rückenprobleme plagten. Doch mit dem Startschuss waren die Schmerzen verschwunden und ich bin von Anfang bis Ende ein gleichmäßiges Tempo durchgelaufen, dank auch einer gleichaltrigen Läuferin, die mich gezogen (oder ich sie getrieben ;o)) hat. Für sie war das Tempo nach 4 km zu schnell und ich bin nach einem kurzen Zwischenspurt vorbeigezogen und war ruckzuck weg. Am Ende bin ich jeden km unter 5 min gelaufen und in 29:48 min ins Ziel. Damit habe ich den AK-Sieg und den Stadtmeisterschaftssieg über 5 Läufe eingefahren. Und das 2 Wochen nach dem Marathon ohne jegliches Tempotraining. Am meisten freue ich mich aber über die Gleichmäßigkeit und dass ich, als es nötig war, beschleunigen konnte.

Seit Samstag gehört nun Emily zu unserer Familie, ganz speziell steht sie aber unter meiner Obhut ;o). Nein, kein Haustier, sondern ich habe meinen alten roten Flitzer gegen einen neuen glänzenden getauscht. Den Namen hat unsere Tochter in Anlehnung einer Comicfigur mit Nachnamen Erdbeer gegeben und mir gefällt er auch sehr gut :-).

Es war ein wunderschönes Wochenende!

Donnerstag, 30. April 2009

Mit der Sonne an der Elbe entlang

Nun ist er schon ein paar Tage her, mein dritter Marathon.

Der Einfachheit halber kopiere ich mal den Bericht aus dem Forum hier herein.

Ich habe mich schon seit Wochen auf den Oberelbe-Marathon gefreut, meinem dritten nach dem Schlaubetal und Berlin überhaupt. Landschaftlich ist diese Strecke sowieso einmalig. Und die Vorfreude steigerte sich noch, als ich die Wetterprognosen hörte: Sonne pur und Südostwind, d.h. 42 km Rückenwind . Mit den Temperaturen hatte ich mich nicht wirklich beschäftigt, denn bisher bin ich mit warmem Wetter immer gut klar gekommen. Auch in Berlin gab es beim Marathon zur Mittagszeit fast sommerliche Temperaturen, ohne dass ich Probleme damit hatte.
Ich bin schon am Vortag angereist und habe mich mit Hanka und Jens getroffen, die beide ihren ersten Marathon laufen wollten. Irgendwie hatten wir gleich einen Draht zueinander, eben Läuferfamilie. Da es bis zum Start von meinem Quartier nur ein paar Schritte waren, konnte ich am Marathon-Morgen recht lange schlafen. Trotzdem war ausgeschlafen etwas anders...

Kurz nach 8:30 Uhr war ich dann im Startgelände direkt an der Elbe. Wunderschön, mit Blick zur Festung Königstein und den anderen Felsen auf der gegenüberliegenden Elbseite. Die Sonne strahlte vom azurblauen Himmel, nur der Wind war noch recht frisch. Dass für die Startzeit von 9:20 Uhr noch wirklich wenige Läufer vor Ort waren, hatte ich gar nicht gleich registriert. Doch dann kam schon eine Durchsage, dass sich der Start verzögert. Bei Rathen war jemand seinen letzten Weg gegangen. Zumindest ging auf der Bahnstrecke nichts mehr und hunderte Marathonläufer saßen in den Zügen fest. Diese mussten erst mit dem Bus nach Königstein transportiert werden, so dass der Start auf 10:20 Uhr festgesetzt wurde. Die letzten waren dann erst kurz vorm Start da. Deren Situation stellte ich mir noch schlimmer vor als unsere, wir waren wenigstens schon an Ort und Stelle. Vor dem Start habe ich wieder Hanka und Jens, aber auch Ralf und Schrambo getroffen. Und gerade diese Beiden äußerten schon ihre Bedenken wegen der Startverzögerung und der daraus resultierenden Wärme. Ich war aber noch optimistisch, dass ich die sub4h wie vorgesehen angehen kann.

Dann ging es endlich los und ich registrierte, dass mir nach dem Ausziehen der langen Sachen nicht kalt war. Kein gutes Zeichen. Der Start selbst war Gänsehautfeeling pur. Die Schützengilde gab den Startschuss ab und eine superlaute Sirene gab es vom Schaufelraddampfer, der die Angehörigen der Läufer nach Dresden transportierte. Mein Ziel war klar, nur der Weg dazu nicht, denn es gab auch einen Pacemaker für 4h. Da er aber gleichmäßig laufen und ich aber langsamer angehen wollte, habe ich mich ihm von Anfang an nicht angeschlossen. Das war wohl die einzig richtige Entscheidung des Tages!Ich bin also vorsichtig losgelaufen und obwohl die Beine wirklich locker waren, ging mein Puls höher, als er bei diesem Tempo hätte sein sollen. Und mir war von Beginn an warm. Nach einem km habe ich mir sogar einen Zopf gebunden, obwohl mich sonst die offenen Haare nicht stören. Und im Prinzip habe ich von Anfang an gewusst, dass es mit sub4h nichts wird, nur es noch nicht wahrhaben wollen!Beim ersten leichten Anstieg habe ich Tempo rausgenommen und trotzdem ging der Puls extrem hoch. Die ganze Zeit hatte ich aber immer noch den Ballon des Pacemakers im Blickfeld und die Hoffnung nicht ganz aufgegeben. Nach knapp 7 km kam dann die erste Getränkestelle, bei diesen Temperaturen für mich eindeutig zu spät, denn ich hatte richtig Durst. Da es dort gerade steil bergan ging, bin ich da schon ein paar Schritte gegangen, um Kräfte zu sparen. Danach ging es hügelig weiter, wenigstens teilweise durch schattige Waldstücke. Und ich habe dummerweise versucht, wenigstens in die Nähe der geplanten Pace zukommen. Trotzdem lag ich bei km 10 schon eine reichliche Minute hinter der geplanten Zeit zurück. Aber ich habe insgeheim immer noch an Wunder geglaubt.Danach lief es im folgenden Flachstück besser und ich bin relativ gleichmäßig um die 5:40 gelaufen. Dann begann die Schleife nach Pirna und ich machte den nächsten Fehler. Da ich gerade in einer Gruppe lief, bin ich einfach deren Tempo mitgegangen. Das war über lästiges Kopfsteinpflaster und bergan für mich aber zu schnell und der Puls ging in astronomische Höhen. Auch die Wasserstellen waren an diesem Tag und zu diesem Zeitpunkt zu weit auseinander. Nach km 13,5 kam erst bei km 20 die nächste. Für meine Begriffe waren generell die Abstände nicht optimal geplant.
Danach bin ich dank eines älteren Mitläufers gut in den Lauf gekommen, der sich mir wegen meines auf dem Shirt stehenden Namens angeschlossen hatte. Die HM-Marke passierte ich dann bei ca. Netto 2:02:30h. Dass ich die 4 h nicht schaffe, war zu diesem Zeitpunkt klar, aber eine neue PB bei ca. 4:08 war immer noch drin. Denn mir ging es noch relativ gut und zusammen mit meinem Chemnitzer Mitläufer sammelten wir viele schon gehende Läufer ein. Auch die Gruppe um den 4h-Pacer konnte ich in einiger Entfernung wieder ausmachen. Doch dann kamen relativ dicht 2 Verpflegungsstellen, bei denen ich schon mit 2 Bechern Wasser bewaffnet, erste Gehschritte einlegte. Mein Mitläufer sogar länger, aber er schloss dann immer wieder zu mir auf. War irgendwie witzig, wie wir unabgesprochen nebeneinander herliefen. Er machte immer Platz bei Überholvorgängen, das war wirklich lieb von ihm. Ich solle auch sagen, wenn er mich stören würde. Aber das brauchte ich nicht, denn ab km 32 wurde es richtig hart und er ist dann sein Tempo weitergelaufen. Letztendlich ist er in 4:13 angekommen .
Mir hat dann kurzzeitg Cola geholfen und bis km 35 lief es wieder einigermaßen. An der nächsten Verpflegungsstation habe ich dann schon eine längere Gehpause eingebaut, aber alle „Läufer“, die ich sehen konnte, ebenfalls. Das war kollektives Gehen, sowas habe ich auch in Berlin nicht erlebt. Dann bin ich wieder angerannt, habe einige von den anderen Gehern wieder überholt und mich dann bis zur Verpflegungsstation bei km 38 gerettet. Dort war grandiose Stimmung, für die ich aber nicht wirklich viel Aufmerksamkeit übrig hatte. Mittlerweile war auch die Sonne verschwunden und es war schwül geworden, was es nicht einfacher machte. Als ich dann wieder laufen wollte, bekam ich plötzlich ein Stechen im Oberbauch. Im Nachhinein habe ich es auf die Kohlensäure der Cola geschoben, die gerade frisch eingeschänkt wurde. Zumindest habe ich einige Versuche gestartet und musste immer wieder gehen. Doch nach einer Weile war das überwunden und ich bin tatsächlich wieder in einen Lauf gekommen. Sicherlich auch, weil die tolle Silhouette von Dresden das nahe Ziel ankündigte. Nochmal ging es über Kopfsteinpflaster und jeder Schritt tat weh. Dort halfen aber auch die vielen motivierenden Zuschauer, teilweise applaudierten sie sogar von Brücken herunter. Einen km vor dem Ziel gab es das offizielle Foto und ich glaube, ich habe sogar noch ein Lächeln hinbekommen.
Wirklich grandios war der Zieleinlauf ins Stadion. Dort ging es eine dreiviertel Runde durch eine Gasse auf der Tartanbahn, links und rechts von anfeuernden Zuschauern flaniert. Toll, einmalig, das hat alle Strapazen vergessen lassen! In 4:21:26 habe ich diesen Marathon gefinisht. Und dann gab es eine wunderschöne Medaille und erstmal genug zu trinken. Als ich dann so auf einer Bank saß und mich erholte, haben mich Hanka und Jens entdeckt und zusammen haben wir den Lauf Revue passieren lassen. Beide kamen kurz vor und kurz nach mir ins Ziel und waren bei diesen Bedingungen für ihren ersten Marathon super zufrieden. Und ich war es auch.

Aber dieser Marathon hat mich einiges gelehrt. Ich wusste, dass mein Puls wegen der Wärme zu Beginn viel zu hoch ist und ich habe nicht die Pace korrigiert. Dadurch habe ich meine Reserven beizeiten verbraucht, aber dem richtigen Hammermann bin ich wohl noch mal davon gekommen. Viel mehr war bei diesen Bedingungen nicht drin und Manfred Steffny hat wohl am Vortag auf dem Läufersymposium darauf hingewiesen, die Erwartungen entsprechend den Bedingungen herunterzuschrauben.
Am Ende ist es Platz 77 von 165 und AK-Platz 13 von 38 geworden und damit bin ich überaus zufrieden. Der Lauf an sich ist wunderschön und zum Genießen, aber vielleicht nicht unbedingt bestzeitentauglich.

Mit ein paar Tagen Abstand ist die erste kleine Enttäuschung, mein Ziel nicht erreicht zu haben, verschwunden. Ich bin einfach nur stolz, den Lauf bei diesen schwierigen Bedingungen gesund überstanden zu haben. Ich war nämlich ganz schön dehydriert. Wenn Wasserstationen kamen, konnte ich nur 2 Becher trinken, aber die hätte ich halt öfters gebraucht.
Muskulär geht es mir schon wieder gut und gestern abend habe ich vernünftige Tanzschritte hinbekommen ;-).

Nun freue ich mich auf ein langes Wochenende. Franks Geburtstagsfeier steht an und meine Familie wird seit langem mal wieder vollzählig anreisen.

Donnerstag, 23. April 2009

Letzter Schultag

Heute war ein besonderer Tag, unsere Große hatte ihren allerletzten Schultag.
Ein bisschen wehmütig war mir schon zumute, als sie heute morgen so vor mir stand. Schick zurecht gemacht, genau wie vor knapp 13 Jahren. Ist das wirklich schon so lange her, dass sie zum ersten Mal stolz mit der neuen Schulmappe losgezogen ist?
Jetzt hat sie nur noch die Prüfungen vor sich und dann beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das Lernen wird weitergehen, aber wir sind guter Dinge, dass sie ihren Weg gehen wird.

Dienstag, 21. April 2009

Auf meinen Spuren ;-)

Einen Tag nach meinem 32km-Lauf hatte ich die Idee, diese Strecke doch mal Frank zu zeigen und sie gemeinsam abzuradeln. Also jetzt nicht die ganze Strecke, die ist zu weit ;o), aber die schönsten Abschnitte.

Als erstes ging es durch den Wald, den er auch durch durch seine Läufe kennt. Aber seit einer Weile sind ca. 50 Meter abseits des Weges ein paar Arbeiter am Baggern und Werkeln. Da sie nicht vor Ort waren, war es doch die Gelegenheit, mal nachzuschauen.
Was ich dann sah, hat mich sehr erstaunt, denn mitten im Wald ist ein kleiner Teich entstanden, der aus einem Fließ gespeist wird. Dazu wurde noch eine Bank zum Verweilen gebaut und ein paar Bäumchen gepflanzt. Da wurde einfach mitten im Wald ein idyllisches Plätzchen geschaffen und das sah auch noch nicht fertig aus. Mal sehen, was da draus noch wird.

Nach ca. 10 km endet der Wald und man ist am Hotel Kaisermühle.
Dieses ist wirklich idyllisch am Oder-Spree-Kanal gelegen und vor allem bei Berliner Ausflüglern sehr beliebt. Unmittelbar am Haus fließt übrigens die Schlaube entlang. Nach einem kurzen Fotostopp haben wir dann in Schlaubehammer eine ordentliche Rast gemacht. Denn dort soll es das beste Softeis der Welt, na ok der Gegend geben. Das haben wir natürlich getestet. Hm, lecker. Anschließend sind wir am Friedrich-Wilhelm-Kanal entlang geradelt, eine meine Lieblings-Laufstrecken. Dort läuft man für ca. 4 km immer am Kanal entlang durch herrliche Natur und noch schönere Wochenendgrundstücke, die sich aber dort in die Landschaft integrieren. Anschließend ging es wieder durch den Wald nach Hause. Schön war´s, mal die Strecke aus einer anderen Perspektive und in einer anderen Geschwindigkeit zu erleben.

Und während ich das hier so geschrieben habe, hat mir unseres Katze Gesellschaft geleistet ;o).

Freitag, 10. April 2009

Oster(eier)kullern

Bei meiner Mutter gab es in ihrer Kindheit so einen Brauch zu Ostern: Ostereierrollen. Was da so im einzelnen vor sich ging, weiß ich gar nicht mehr. Aber ich habe heute meine eigene Variante kreiert ;o).

Heute stand nämlich Ostercross-Lauf an und da ich noch Punkte für die Stadtmeisterschaft benötige, musste ich auch starten. Den HM am Sonntag habe ich erstaunlich gut weggesteckt, kaum Muskelkater und bei gestern über 14 km bin ich immer schneller geworden. Trotzdem wollte ich heute nicht voll laufen, da am Sonntag der letzte lange Lauf ansteht. Die Strecke geht über 3 Runden á 1,9 km, zwischendrin ein ganz fieser steiler Berg, der jede Runde noch steiler wird ;-).
Zu Beginn bin ich auch vorsichtig und locker los, habe mich hinter das allgemeine Gewühl einsortiert und noch vor dem besagten Berg passierte es. Eine Wurzel übersehen und schon ging es im Tiefflug in Richtung Waldboden. So 10 Meter vor mir standen ein paar Zuschauer, die ganz erschrocken guckten. Doch so schnell wie ich lag, stand ich auch schon wieder. Kurz abgecheckt, Beine ok, rechte Hand brannte etwas, also gleich weiter. Der Rest ist recht unspektakulär. In der zweiten Runde habe ich dann genau an diesem Berg die erste Frau überholt und war ruckzuck weg. Und das ich, wo ich doch Berge nun gar nicht mag.

Am Ende habe ich dann über 7 Minuten weniger für die Strecke gebraucht als letztes Jahr! Aber damals ging es mit mir schon bergab, besonders im hügeligen Gelände.
Achja, bei dem Sturz habe ich nicht den klitzekleinsten Kratzer abbekommen. Auf Asphalt wäre das wohl nicht so glimpflich abgegangen.

Ich wünsche allen ein wunderschönes Osterfest!

Sonntag, 5. April 2009

Kathrin gegen Schweini - Halbmarathon in Berlin

Heute stand der Berliner Halbmarathon an, den Frank und ich bestreiten wollten. Deswegen ging es schon gestern nach Berlin, wo wir bei Freunden übernachtet haben. Eine nette Begebenheit gab es noch bei der Läufer-Messe. Als wir so durch die Reihen schlenkerten, sprach mich doch eine andere Teilnehmerin an, ob ich Anett wäre. Es stellte sich dann heraus, dass sie ebenfalls ein Mitglied der Radiergummi-Liga ist und mich anhand des Blog-Fotos erkannt hatte :-).

Zum Lauf heute. Da das Training der letzten Wochen wirklich super lief, hatte ich eine wahnwitzige Idee: die sub 1:50 probieren! Dass es knapp wird, wusste ich, aber probieren geht über studieren (ist ja sonst nicht meine Art ;o)). In irgendeinem Gespräch hatte ich dann Kathrin davon erzählt und sie bot sich sofort an, den Pacemaker zu machen. Nun musste ich da durch, war aber selbst gespannt darauf. Das Wetter spielte super mit, etwas bewölkt bei ca. 15 °C.
Kathrin und ich reihten uns dann im Block C ein, halt das Mittel von B (Kathrin) und D (ich) ;o).
Zu Beginn ging es zügig los und wir waren eine ganze Weile sogar schneller als der Plan. Aber vom Puls her war es voll in Ordnung und deswegen habe ich es einfach laufen lassen. So spulten wir die ersten km runter. Kathrin hat immer an der offiziellen km-Marke gestoppt, die vom Forerunner schon ab km 2 abwich. Ich habe damit nie auf irgendwelche Zeiten geschaut, sondern nur den Puls überwacht. Das war wirklich Service, denn Kathrin hat die km-Zeiten immer zugerufen! Ab km 7 wurden meine Beine schon ungewohnt schwer, es ging auch leicht bergauf (Kathrin würde dazu aber nicht "berg" sagen...). Naja, schon dort ahnte ich leise, was mich noch erwarten würde ;o). Trotzdem konnten wir das Tempo halten und die 10 km waren in 51:44 min geschafft. Wenn ich mir dazu überlege, dass ich im letzten August eine 10km-PB von 51:29 min gelaufen bin, ist die Durchgangszeit einfach Wahnsinn! Danach war ich auch wieder optimistisch. Trotzdem war ich froh, als wir endlich auf dem Ku´Damm waren. Bei km 13 habe ich dann Annette, unsere Gastgeberin, zujubeln können.
Doch ab km 14 wurde es richtig schwer. Die Beine wollten nicht mehr, der Puls ging auch eher runter als hoch. Doch Kathrin hatte kein Erbarmen. Sie lief immer 2, manchmal auch 5 Meter vor mir her und rief: "Abstand halten" und "Komm ran..." und lies selbst kein Stück Tempo nach. Ich hatte ja gar keine Chance ranzulaufen!!! Richtig gemein war die Kathrin ;o). So bei km 16 wollte ich sie losschicken und einfach mein Tempo in´s Ziel laufen. Da kam es von vorn nur hämisch: "Das hätt´ste wohl gern?". Es half einfach nichts, ich bin Kathrin nicht losgeworden ;-). Naja, ab km 18 lief es kurzzeitig etwas besser, aber der letzte km war noch mal heftig. So hat es auch nicht zu sub 1:51 gereicht und wir sind in 1:51:05 durchs Ziel. Ich hätte aber auch nicht mehr schneller gekonnt...
Ziel zwar verfehlt, aber meine PB habe ich um über 3 min unterboten :-). So wirklich enttäuscht bin ich auch nicht, obwohl ich schon ein bisschen mit dieser Schallmauer geliebäugelt hatte. Aber ich hatte auch ziemlich schwere Beine, genau wie beim Herbst-HM 3 Wochen vor dem Berlin-Marathon. Das scheint wohl normal zu sein.

Nach dem Lauf gab es noch ein schönes Beisammensein mit einigen Foris, was diesen tollen Tag noch so richtig abgerundet hat.
Nun bin ich schon ganz gespannt auf den Marathon in 3 Wochen und grinse im Moment so richtig vor mich hin.

Mittwoch, 1. April 2009

Endlich Frühling

Lange mussten wir dieses Jahr warten, doch nun ist er endlich da. Und das nun mit aller Macht. Klar freue ich mich über den strahlenden Sonnenschein, die ersten blühenden Tulpen, sogar die Terassenmöbel habe ich heute aufgestellt.
Und doch ist es dieses Jahr anders. Derzeit passieren in meinem (Arbeits-)Umfeld so einige Dinge, die mich total traurig und fassungslos machen und mir im Moment sehr nahe gehen.
Am Montag hatte ich deswegen erst keine Lust zum Laufen, habe es eine Weile vor mir hergeschoben. Dann bin ich doch noch los, 3x3000m Intervalle lt. Steffny-Plan standen an. Ausnahmsweise mit Musik auf den Ohren, fand ich es dann total entspannend. Mir ging es danach bedeutend besser und für eine Weile habe ich richtig abschalten können. Gerade in solchen Situationen ist das Laufen das genialste Hobby.

Überhaupt funzt die Lauferei zur Zeit unglaublich. Schon den 30er bin ich am Freitag in 6:30min/km gelaufen, so schnell wie noch nie. Und bei der Auswertung der Intervalle vom Montag habe ich festgestellt, dass ich die ersten beiden Abschnitte bei gleichem Puls 35 Sekunden pro km schneller gelaufen bin als vor einem halben Jahr. Das letzte Intervall habe ich dann noch etwas aufgedreht und HM-Tempo geübt. Aber selbst da war der Puls noch sehr moderat. Jetzt bin ich schon so gespannt, was am Sonntag beim Halbmarathon in Berlin rauskommt. Die Voraussetzungen sind optimal: die Form scheint zu stimmen, wir bekommen Kaiserwetter und ich noch eine ganz liebe Laufbegleitung auf einer genialen Strecke. Das muss einfach klappen!!!
Aber erst kann ich noch eine andere Bestleistung vermelden: im März sind es 231,5 gelaufene und 15 extremgewanderte Kilometer geworden.

Montag, 23. März 2009

Ein langes Wochenende - Der Schlaubetalhunderter

Vorsicht, das wird jetzt lang ;o).

Mein langes Wochenende begann nämlich schon am Donnerstag, ich hatte 4 Tage am Stück frei.
Da es schönsten Sonnenschein gab, konnte ich zum ersten Mal im Garten werkeln. Unkraut zupfen, alte Zweige und Blüten abschneiden, was halt so getan werden muss. Diese Aktion bescherte mir am Freitag den ersten Muskelkater des Wochenendes, man ist einfach nichts gewöhnt!
Am Freitag habe ich mir mein "Thüringer Backbuch" vorgenommen und 3 Kuchen für die Extremwanderer gebacken. Ich backe sehr gern, wenn ich die Zeit dafür habe und nicht unter Druck gerade. Und die hatte ich mir genommen. Natürlich blieb dann auch für die Familie noch was übrig, besonders der bunte Streußelkuchen ist bei unseren Kindern der Renner. Danach habe ich noch alles verpackt und dann konnte es in die Oper nach Frankfurt gehen. "Der Troubadour" von Verdi wurde gespielt. Wunderschöne Musik, aber grausiges Bühnenbild. Oder besser gesagt, es gab gar keines, denn es standen nur schwarze Stühle und ein Notenständer auf der weiß verkleideten Bühne, von dem ab und zu auch mal abgesungen wurde. Schon gewöhnungsbedürftig, aber wie gesagt, kurzweilige und wunderschöne Musik.
Gegen 23 Uhr waren wir zurück und nun hieß es warten. Gegen 3 Uhr wollten die Wanderer des 1. Schlaubetalhunderters am Helene-See sein. Ich hatte gerade die warmen Getränke gekocht und in Thermoskannen abgefüllt, als Kathrin gegen 2 Uhr anrief, dass sich alles verzögert. Also habe ich mich auf die Couch gepackt, aber wirklich schlafen konnte ich nicht. Gegen 4 Uhr bin ich dann los. Inzwischen waren die Wanderer wegen Streckenänderungen doch schon weiter als geplant, so dass ich ihnen einfach hinterhergefahren bin. Da sie gerade in einem Motivationsloch steckten, kam die süße Verpflegung gerade zur rechten Zeit. So sah dann der Stand in völliger Dunkelheit mitten auf der Straße aus.

Gegen 5:30 Uhr war ich dann endgültig in meinem Bett, aber knapp 5 Stunden später schon wieder am Frühstückstisch und zur Mittagszeit bin ich 7,5 km gelaufen. Das ging trotz Müdigkeit erstaunlich gut. Gegen 15 Uhr bin ich dann relativ spontan mit dem Auto zum aktuellen Standort der Wandertruppe gefahren und ab da 15 km bis zum Schluss in ca. 2,5 h mitgewandert. Es hat richtig Spaß gemacht, ein bisschen Aufmunterung für teilweise müde Gefährten zu betreiben. Das Wetter war bei strahlendem Sonnenschein einfach nur herrlich. Nach einer Weile stieß Beate noch mit dem Rad dazu, sie ist in der Nacht die ersten 50km (!) mitgewandert. Ich hatte keine Probleme mit der Strecke, nur einen leichten Druck wie von einem Steinchen im Schuh, was sich am Abend aber als Blase entpuppte. Nach der Wanderung gab es noch die Besichtigung der Klosterbrauerei in Neuzelle mit Verkostung und Hunger hatten wir auch noch. So war ich dann erst nach 22 Uhr zu Hause und habe meinen verdienten Nachtschlaf nachgeholt.

Am Sonntag stand dann ein 5er bei der Stadtmeisterschaft an. Aber schon das Aufstehen fiel mir schwer. Die Blase war etwas hinderlich und ich hatte total schwere Beine. Und dabei wollte ich den Wettkampf frisch und ausgeruht laufen, zumindest mein Trainer Steffny wollte das so ;-). Auch das Wetter meinte es mit Regen nicht gut. Und wenn es mein Plan nicht gefordert hätte, ich glaube, ich wäre zu Hause geblieben.
Am Start habe ich dann die anderen Wanderer getroffen, die alle noch mehr km in Beinen hatten als ich. Bei mir war nur die kürzeste Zeit verstrichen, die anderen hatten die Etappen ab Start unter die Füße genommen. Naja, zumindest lief es nicht locker, aber mit 24:14 min bin ich zufrieden. Auf jeden Fall ist es neue PB, auch wenn die Strecke wohl etwas kürzer war. Zu Hause habe ich mich dann nach dem Mittagessen auf die Couch gepackt und konnte stündlich verfolgen, wie mein Muskelkater immer schlimmer wurde. Jeder Schritt wollte gut überlegt sein ;o). Diese Erfahrung nötigt mir noch viel mehr Respekt vor den Extremwanderern ab, die mal eben so 100 km am Stück gehen. Ich merke die Auswirkungen von läppischen 15km und das Gehen muss ganz andere Muskeln beanspruchen als das Laufen. Auch tagsüber war es heute noch eine Qual, jetzt am Abend wird es langsam.
Muss auch, denn morgen will ich wieder laufen! Das kann ich lockerer!

Zumindest war der Schlaubetalhunderter eine ganz neue Erfahrung für Körper und Geist, denn auch mental muss so eine Strecke bewältigt werden.

Mittwoch, 18. März 2009

Lustlos

Nichts dramatisches, ich habe im Moment nur nicht so die rechte Lust zum bloggen.
Keine Ahnung, warum. An fehlender Zeit liegt es nicht, ich hatte schon stressigere Phasen.

Mein Training läuft dagegen gut, fast schon zu gut. Nur bei den langen Läufen quäle ich mich ab km 20 regelmäßig. Aber da muss ich durch und wenn es beim Marathon so läuft wie in Berlin, geht es ab km 30 wieder lockerer ;o). Die kürzeren Läufe dagegen machen so richtig Spaß. Ab und zu gehen dann mal die Pferde mit mir durch und der Plan wird eigenmächtig umgebaut. Statt 10km in 6:15 waren es gestern 15km in 6:08. Und die liefen so locker, dass ich am liebsten noch weiter verlängert hätte. Aber es wurde dann dunkel und das war auch gut so. Ich will mal nicht gleich übertreiben ;-).

Tanzen war ich heute auch. Im Moment lernen wir den nächsten Irischen Tanz. Diese sind schwer zu erlernen, aber machen unglaublich viel Spaß. Ich mag auch die Musik dazu.

Nun freue ich mich auf ein Wochenende mit ausreichend Kontrastprogramm. Erst geht es am Freitag in die Oper. Es wird mal wieder Zeit, unser letzter Opernbesuch liegt schon über 3 Jahre zurück. Danach werde ich die Nachtverpflegungung beim 1. Schlaubetalhunderter übernehmen und nach dem Ausschlafen am Samstag noch in irgendeiner Form daran teilnehmen. Wird bestimmt lustig.
Hoffentlich wird es nicht allzu kalt, nachdem ich letztes Wochenende schon mal den Frühling in meinem Garten genießen konnte.

Sonntag, 1. März 2009

Nicht alles nach Plan - und doch im Plan

Es wird mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag. Die Schneebilder vom letzten sind nun wirklich Schnee von gestern. Ich will nun auch endlich Frühling und über die ersten blühenden Krokusse in meinem Garten, noch ganz klein und zart, habe ich mich sehr gefreut.

Die 2. Woche des Marathon-Planes liegt nun schon hinter mir. Und es macht mir einfach so unglaublich viel Spaß, die vorgegebenen Strecken in den vorgegebenen Zeiten laufen zu können. Vergessen sind die Läufe des letzten Frühjahrs, teilweise mehr gequält als gelaufen. D.h., ganz vergessen sind sie nicht, denn gerade die Erinnerung an diese Zeit lässt mich nun das Laufen so richtig genießen. Klar sind nicht alle Läufe leicht, aber sie sind nie vergleichbar mit denen von vor einem Jahr. Auch gestern musste ich am Ende der 25km ganz schön kämpfen, durch die Sonne war es warm geworden und ich bin ohne Wasser aufgebrochen. Und so ging es heute mit schweren Beinen erstaunlich locker und flott, schneller als geplant, durch meinen Wald.
Ich liege also voll im Plan und so ganz nebenbei habe ich mit 221 km noch einen neuen Monatsrekord aufgestellt. Und das im Februar, wo mindestens ein Lauftag fehlt...

Gänzlich ungeplant war dagegen der Freitag. Ich hatte frei und es stand Hausreinigung groß an. Das geht immer am besten, wenn die restliche Familie ausgeflogen ist. Als ich dann endlich im Bad angelangt war, um dort zu wischen, hatte sich gleich ein bisschen mehr Wasser auf dem Fußboden verteilt :-(. Die Waschmaschine hatte sich nach 17 Jahren entschieden, nun nicht mehr dicht zu halten. Das war ihr nach unzähligen Wäschen auch gegönnt, aber doch nicht vorm Wochenende, wo sich immer riesige Wäscheberge ansammeln ;o).
Ja, nun musste schnell Abhilfe her. Der Händler wurde ausgewählt nach sofortiger Verfügbarkeit und Anlieferung. Und tatsächlich hatte ich dann um 18:30 Uhr die neue Maschine, fertig angeschlossen, im Bad stehen, nachdem ich erst um 17:30 Uhr den Kaufvertrag unterschrieben hatte. Das nenne ich mal Service.

Freitag, 20. Februar 2009

Spuren im Schnee

Wir haben Februar und wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, gab es in den 3 Wochen Winterferien immer reichlich Schnee und es ging mit Schlitten, Ski oder Gleitschuhen in die naheliegenden Berge. In den 20 Jahren, die ich in Brandenburg lebe, war Schnee aber eher Mangelware. Doch davon kann zur Zeit keine Rede sein.

Bereits letzte Woche gab es einen herrlichen Lauf mit Kathrin in ihrem verschneiten Wald und am Freitag 22km durch teils unbekanntes Gelände. Ein wenig hatte ich die Orientierung verloren, doch dann bin ich einfach anderen Laufspuren gefolgt, so dass ich dann auf der bekannten Landstraße rauskam, nur an einer völlig anderen Stelle als gedacht.

Am Sonntag haben wir uns wieder mit der Laufgruppe getroffen. Die Strecke hat dieses Mal Andreas festgelegt. Doch er hatte es dann mit einem Mitläufer so eilig, dass er nicht mehr gesehen ward. An einer Stelle waren wir anderen fünf sehr unschlüssig, haben vor und zurück geschaut und dann die Spuren gefunden. Und so ging es immer weiter, durch teilweise für uns unbekannten Wald. Aber das Indianerspiel hat funktioniert, wir haben immer ihre Spuren halten können ;o). Aber so langsam waren wir mit 1:13h bei 11,5km über hügeliges Gelände und Schneeboden auch nicht. Keine Ahnung, welcher Teufel die Beiden geritten hatte...

Am Montag begann es dann, ununterbrochen zu schneien, so dass am Dienstag morgen alles über und über in Weiß gehüllt war. Dann ging die Sonne auf und es war ein wunderschöner Wintertag, an dem ich extra zeitiger Feierabend gemacht habe, um bei Sonnenschein laufen zu können.

Heute stand der erste lange Lauf lt. Steffny-Plan an. Da es gestern abend schon schwierig zu laufen war und es seit gestern wieder bis heute ununterbrochen geschneit hatte, hatte ich echte Bedenken. Also ging es los und erst mal vorbei an unserem Sportplatz. Dort sah alles wie gezuckert und völlig unberührt aus, kein Wunder, unsere Astoria hat gerade Winterpause.
Doch schon nach 1km musste ich meine geplante Route ändern. Denn ich hatte keine Lust, die folgenden 7km durch Tiefschnee zu laufen.
Nur ein paar Fußgänger und Tiere haben sich in diese Richtung verirrt, aber keine Autospur weit und breit. Also ging es weiter ging es auf einer gerämten Waldstraße, Schnee lag dort auch, aber eben gleichmäßig knöchelhoch. Dafür gab es auf der folgenden Strecke schöne Motive.

Weiter ging es auf einer gerämten Waldstraße, also Schnee lag auch noch, aber eben gleichmäßig knöchelhoch. Dann bin ich auf einen Weg, wo es eine Spurrinne von einem Auto gab. Nicht einfach zu laufen, aber wenigstens kein ständiger Tiefschnee. Und so habe ich mich von km zu km gehangelt, immer meine Route neu überdacht. So einen Lauf hatte ich auch noch nicht. In der Regel weiß ich vorher, wo ich lang laufe. Und dann musste ich doch noch für ca. einen km durch den ca. 30 cm tiefen Schnee. Ich kam mir vor wie ein Storch, aber bis auf ein paar wenige Gehschritte ging es ganz gut. Die letzten 3 km waren noch mal richtig heftig, da die Spurrinne mittlerweile nur noch zu erahnen war. So war ich dann nach knapp 22km in 2:25 zurück. Bei den Bedingungen gar nicht schlecht.

Ach ja, einen hab ich noch. Die "Zipfelmützen" haben mir so gut gefallen...

Sonntag, 8. Februar 2009

Fasching in Brandenburg

Eine kurzweilige Woche liegt wieder hinter mir.
Während es am letzten Wochenende noch die Nachfeier zum Geburtstag unserer Töchter gab, habe ich am Montag meinen freien Tag vom Freitag nachgeholt. Da war ich nämlich trotz Kurzarbeit trotzdem arbeiten. Zu diesem Thema später mal mehr, denn im Moment habe ich gerade den Kopf so richtig frei und keine Muße für komplizierte Themen.

Da Ferien waren, bin ich mit meiner jüngeren Tochter ausgiebig shoppen gewesen, denn sie hat ihre Mutter größenmäßig überholt und wächst aus allen Hosen raus.
Anschließend sind wir 3 Frauen noch ins Kino, natürlich in einen Frauenfilm ;o). Schön war´s.
Am Dienstag habe ich mich kurzfristig bei Bianka und Matthias zum Laufen eingeklinkt. Eigentlich wollte ich gar nicht so weit, da mir die 18 km vom Sonntag noch in den Knochen steckten. Doch dann sind es entspannte und recht schnelle 15 km geworden. Es läuft sich beim Quatschen halt so weg ;o). Am Mittwoch abend war dann wieder Line Dance angesagt, wo wir zur Zeit Tänze aus der Vergangenheit wieder auffrischen.
Am Donnerstag wollte ich was schnelles laufen. Da ich später als gedacht aus dem Büro kam und ich beide Töchter aus der Stadt mit nach Hause nehmen musste, stand mir nicht so viel Zeit zur Verfügung. Also kurz einlaufen und 5200 m. Statt der geforderten 5:26 min/km waren es nur 5:32. Aber ich bin zu Beginn nicht richtig reingekommen, erst zum Schluss lief es. Scheinbar war das Einlaufen bei diesen Temperaturen zu kurz. Und da lt. Vic Marathonrenntempo geübt werden sollte, war es völlig in Ordnung, denn eigentlich reichen mir ja 5:40min/km ;-). Danach kurz auslaufen und in der Schwimmhalle kostenlos duschen. Ein toller Service meiner Firma! So brauchte ich meine Töchter nicht stinkend und frierend abzuholen.

Gestern stand nun unsere Faschings-Kreschke an. Ein Brauch, den es wohl nur in unserer weiteren Gegend gibt und der aus der Lausitz stammt. Dabei läuft speziell in den Dörfern ein bunt verkleideter Faschingszug von Haus zu Haus und sammelt Eier, Speck, Salami und Geld ein. Dazu gibt es von der mitlaufenden Kapelle ein Ständchen bzw. Tänzchen und natürlich darf der obligatorische Schnaps nicht fehlen. Bei uns fährt noch ein "Plinsmobil" mit, der dann Eierkuchen für die edlen Spender bäckt. Da unser Dorf recht groß ist, dauert es anderthalb Tage, bis alle Häuser besucht wurden.
In der Folgewoche werden die ganzen Gaben verfressen. Dann gibt es zum Faschingsball Rührei mit Brot, Salami, saure Gurken und am späteren Abend noch mal Eierkuchen. Das fand bei uns nun gestern statt, für uns ein ganz schön langer Abend. Um 19 Uhr ging es schon los, denn das Essen dauert auch seine Zeit. Danach wurde ordentlich das Tanzbein geschwungen, so dass wir heute früh gegen 3 Uhr erst im Bett waren. Und wir sind noch nicht mal bis zum Schluss geblieben.

Das Aufstehen heute morgen ist mir dann doch schwer gefallen. Aber die Rückenprobleme, die mich die letzten Tage plagten, waren verschwunden. Und auch den anstrengenden Lauf von gestern spürte ich nicht mehr. Muss ich wohl alles weggetanzt haben ;o). So bin ich dann um 10 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt in unserem Dorf und dann ging es mit der Laufgruppe ca. 11 km durch meinen Wald. Teilweise war die Strecke noch ganz schön vereist und matschig, aber die Jungs hatten es alle ziemlich eilig, so dass Bianka und ich einfach zügig hinterher laufen mussten. So war ich dann doch erstaunt, dass am Ende ein Schnitt von 6:16 min/km auf dem Garmin stand. Diese Strecke bin ich noch nie so schnell gelaufen und das trotz der kurzen Nacht und mehrmaligen Gehschritten wegen des Glatteises.
Am Rest des Sonntags ist Extrem-Couching angesagt, das habe ich mir nun auch verdient. Und für den übernächste Woche beginnenden Marathonplan bin ich auch recht optimistisch. Nur an die langen Läufe muss ich mich erst wieder gewöhnen, das Tempo sollte kein Problem sein.

Sonntag, 1. Februar 2009

Spinning

Ich wollte es auch mal probieren. Ich hatte schon so viel davon gehört und eigentlich keine Vorstellungen davon.
Dann hat Kathrin für mich einen Termin im Frauensportstudio (ja, hier gibt es sowas) gemacht und am Mittwoch war es dann soweit.

Erst mal das Rad einstellen und schon da hatte ich nicht wirklich eine Ahnung, auf was es ankommt. Die Kursleiterin meinte, ich hätte lange Oberschenkel, also soll ich den Sitz nach hinten schieben.
Dann ging es nach Musik, genauer mit dem Sirtaki, los. Immer schneller treten. Das hat Spaß gemacht und der Schweiß floss bald in Strömen. Das bin ich bei den derzeitigen Außentemperaturen nun gar nicht mehr gewöhnt. Bei den folgenden Programmen zeigte sich dann aber, dass mein Sattel viel zu weit hinten war. Die vorderen Griffpositionen konnte ich nicht normal erreichen, ich habe extrem kurze Arme! Naja, irgendwie habe ich das Programm durchgezogen, teilweise hatte ich auch mit den Begriffen Probleme. Ich wurde ja nun wirklich ins kalte Wasser, oder heiße Studio ;o), geschmissen.
Anschließend habe ich mir noch eine halbe Stunde Laufband gegönnt, auch das war eine Premiere für mich. Doch dort kam ich erstaunlich gut zurecht, nur konzentrieren musste man sich viel mehr als draußen.

Dieser Nachmittag war eine tolle Erfahrung. Als Alternative bei extrem schlechten Wetter durchaus denkbar, aber für mich keine Dauerlösung. Denn vor allem hat es mir wieder mal gezeigt, warum ich laufe. Mir hat nämlich die klare frische Luft und die Natur nach einem anstrengenden Bürotag gefehlt.
Der befürchtete Muskelkater durch die ungewohnten Tretbewegungen blieb aus, nur eine Nackenverspannung durch die falsche Sitzeinstellung plagt mich noch. Auch mein Hinterteil meldete Beschwerden wie nach jedem Radfahren. Ich bin wohl nicht dafür geschaffen und lass es lieber laufen!!!

Dienstag, 27. Januar 2009

Lillifee-Torte und mehr

Alljährlich Ende Januar stehen bei uns gleich 2 Geburtstage an.

Am Sonntag feierte unsere Große nun schon ihren 19. Geburtstag. Ich kann es einfach nicht glauben. Ihr und natürlich auch uns steht ein spannendes Jahr bevor. Das Abitur will erfolgreich bewältigt werden und einen Studienwunsch hat sie auch. Somit war das wohl ihr letzter Geburtstag so ganz zu Hause und sie hat ihn mit ihren besten Freundinnen verbracht. Einen sog. Mädelsabend, in dem sie reingefeiert haben. Ihr Freund "durfte" dann um Mitternacht anrufen ;o).

Gestern habe ich dann die gewünschte Torte für unsere Kleine gebacken, die heute ihren Geburtstag feiert. Und diese Lillifee-Torte gab es tatsächlich zum 15. Geburtstag. Gerade in diesem Alter sind sie eben manchmal ganz gern noch Kind. Die richtige Feier mit ihren Freundinnen findet aber erst in den Winterferien statt, nur eine kleine Familienkafferunde gab es heute. Schließlich musste die Torte vertilgt werden. Hmm!

Montag, 26. Januar 2009

Sachen gibt´s...

...die gibt´s gar nicht.

Heute ging diese Meldung um die Welt. Erst hörte ich nicht so genau hin, nur dass es irgendwo in Sachsen passiert ist. Doch dann kam das Erkennen, auch unweigerlich mit dem Dialekt der vielen Passanten und Neugierigen, die dazu befragt wurden ;o). Bin ich doch ca. 1 km von dieser Kirche entfernt aufgewachsen, ca. 100 Meter entfernt zur Schule gegangen und habe ca. 20 Meter daneben geheiratet. Nein, nicht in der Kirche, sondern im daneben liegenden Standesamt. Ach ja, die Hochzeitsnacht haben wir im Hotel gegenüber verbracht.

Also Sachen gibt es...

Sonntag, 18. Januar 2009

Ich hab sie...

Ich war gestern ja in Senftenberg, wo der 3. Hallenmarathon stattfand. Na ganz so verrückt war ich dann doch nicht. Es sollten nur die 10000 m in der Halle sein und am späten Nachmittag noch als Zugabe der 10km-Paarlauf mit Beate. Und auf Grund des derzeitigen Matschewetters fand ich die Idee gar nicht mehr so schlecht.

Da es recht kühl in der Halle war, galt es sich gut warmzulaufen. Dabei habe ich erst mal die Steilheit der Kurven gesehen, das ging wirklich extrem nach oben. Und lockere Beine hatte ich auch nicht. Da ich in der letzten Zeit keinerlei Tempotraining und auch nur wenige km gemacht hatte, wusste ich nicht, was ich laufen kann. Nur aufs Podest wollte ich, durchaus möglich bei nur 4 Läuferinnen von den insgesamt 41 Startern.

Und dann ging es um 11 Uhr los, 40 Runden auf der 250m-Bahn. Zu Beginn habe ich es verhalten angehen lassen, ich hatte mich auch ganz hinten hingestellt, was mir beinahe zum Verhängnis geworden wäre, denn es zählte die Zeit ab Startschuss. Dafür wurde jede Runde gestoppt und die Zeit wurde auf einem Monitor eingeblendet. Die ersten Runden waren etwas zäh, doch dann war ich in dem Lauf drin. Die km-Zeiten immer knapp unter 5 min, was mich nun von einer gewissen Schallmauer träumen lies. Ab km 7 wurde es aber schwerer und bei km 8 hatte ich dann eine Durchgangszeit von genau 40 min. Sollte es doch nicht reichen? Also Augen zu und durch. Einen km weiter hatte ich dann schon 2 sec gutgemacht, ja so knapp war es, und durchs Ziel bin ich dann mit einem kleinen Schlussspurt in 49:53 min. Überglücklich, nun die 50 min geknackt zu haben. Damit bin ich dann 2. geworden, nur 33 sec hinter einem jungen Mädel von einem Sportclub. Diese habe ich den ganzen Lauf nie gesehen, da sie sich ganz am Anfang einen Vorsprung herausgelaufen hatte und dann immer im gleichen Tempo eine halbe Runde vor mir hergelaufen ist.

Danach bin ich ordentlich ausgelaufen, schließlich hatte ich ja noch was vor. Um 16:30 Uhr erfolgte dann der Startschuss zum Paarlauf.

Mit Beate vor dem Start

Um 16:30 Uhr erfolgte dann der Startschuss zum Paarlauf. Dabei musste jeder 1000 m (4 Runden) laufen und dann den Staffelstab an seinen Partner übergeben. Ich bin für uns in 4:40 min angelaufen, dafür hatte Beate den Schlusspart.

Noch mal anfeuern nach der Stabübergabe

Dieses Rennen hat unwahrscheinlich viel Spaß gemacht. Die Zuschauer haben für tolle Stimmung gesorgt, zwischendurch konnte man sich verpflegen und mit anderen Läufern quatschen. Für uns hat es zwar nur zum letzten Platz gereicht, aber mit der Zeit von 52:18 min sind wir sehr zufrieden. Ich bin alle Intervalle deutlich unter 5 min gelaufen und das nach dem anstrengenden 10km-Lauf. Aber auch Beate hat sich deutlich gesteigert. Ralf und Jan aus dem Forum sind in einem spannenden Rennen sogar Gesamtdritter geworden.

Sagte ich eigentlich schon, dass ich gestern ganz viel Glück hatte ;o) ?
Ohne diese genaue Rundenanzeige hätte ich die 50 nicht gepackt. Denn bei einem normalen Rennen kontrolliere ich nicht so sekundengenau, sondern laufe halt so schnell, wie es geht, ohne vielleicht das allerletzte rauszukitzeln.

Ein wirklich schöner Tag und vielleicht überlege ich mir das noch mit dem Marathon, denn es war schon eine tolle Atmosphäre, als der Nachtmarathon im Dämmerlicht gestartet wurde.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Pechsträhne

Wenn man schon genug Stress hat, macht man sich noch zusätzlich welchen ;-).

Gestern bin ich später als geplant aus dem Büro losgekommen. Zu Hause wartete Töchterchen auf das Auto, da sie zum Sport wollte. Also schnell noch was einkaufen, mit vollbepackten Händen schnell zum Auto, mangels Fernbedienung schnell den Kofferraum aufschließen, ganz schnell die Hände freibekommen und noch schneller die Klappe wieder zuschmeißen. Nun schnell einsteigen, doch wo ist der Schlüssel???

Das war genau der Moment, den ich schon viele Jahre befürchtet und noch nie erlebt hatte. Den Schlüssel musste ich mitsamt den ganzen Tüten im Kofferraum hab fallen lassen. Was nun? Ich hatte nun viel Glück im Unglück. Das Handy am Mann (Frau) und mein Mann war noch auf Arbeit. So hat er mich abgeholt, zusammen ging es nach Hause, den 2. Schlüssel hatte ja meine Tochter. Der Rest war dann Routine. Töchterchen wieder in die Stadt gefahren, Schlüssel im Auto gefunden, Einkäufe umgeladen und wieder nach Hause gedüst.
Kurz danach ging es noch mal in die Stadt zum Line Dance. Die viele Fahrerei ist eben der Nachteil, wenn man auf dem Dorf wohnt...

Heute nun wollte ich Wäsche aufhängen, Laufklamotten, was sonst. Und jedes Mal habe ich Probleme mit diesem doofen Wäscheständer. Aber heute kam es richtig heftig. Ich habe ihn einfach aufspringen lassen und hatte doch die kleine Fußzehe im Scharnier, weil ich mit dem Fuß erst dagegengedrückt hatte. Da habe ich richtig die Englein singen hören. Es sah auch gleich ganz dick aus, aber Frank kam gleich mit Eis angerannt. Das hat super geholfen und es scheint zum Glück auch nichts weiter zu sein. Wäre auch fatal, wo ich doch am Samstag 10 km laufen will.

Ja, laufen. Dazu habe ich im Moment auch nicht die rechte Lust. Ich bin durch den ganzen Arbeitsstress ganz schön geschlaucht. Vorgestern 5 km im Dunkeln durchs Dorf waren keine wirkliche Freude, aber es war auch matschig und rutschig. Dafür waren die beiden Läufe am Wochenende sehr schön. Am Samstag 12 km mit der Kamera durch den Winterwald und am Sonntag mit der Laufgruppe bei strahlendem Sonnenschein und fester Schneedecke 13 km nach Lawitz und Neuzelle.



Unsere Dorfkirche und der Jugendklub
Schade, dass es jetzt taut und die ganze weiße Pracht so dahinschmilzt.