Montag, 29. April 2013

Hamburg-Marathon 2013

Der Hamburg-Marathon stand schon lange auf meiner Liste, doch bisher hatte es noch nie geklappt. Leider, wie ich nun im Nachhinein sagen muss.
 
Ursprünglich sollte er als langer Vorbereitungslauf für den SM auf dem Rennsteig dienen. Doch dieses Jahr war bisher nicht mein Jahr. Im Januar 2 mal erkältet, im Februar sogar mit Fieber krank, fehlten mir doch so einige Trainingskilometer. Ich bin bis zu diesem Zeitpunkt noch nie so wenig gelaufen wie in diesem Jahr
Im März kam ich dann doch langsam ins Rollen, ich schaffte als lange Läufe hügelige 21,5 km, flache 25 km und den Schneeglöckchenlauf von 30 km. Alle Läufe waren aber relativ entspannt und bei teilweise nicht einfachen Bedingungen. Das lies hoffen.
Da ich 2 Wochen vorher aber wegen der Witterungsbedingungen den langen Lauf abrrechen musste, holte ich diesen genau 12 Tage vor Hamburg nach und war mit diesen 26 km sehr zufrieden. Doch irgendwie muss ich mich da verkühlt haben, denn 3 Tage später hatte ich wieder einen handfesten Schnupfen :-(. So bin ich an dem Wochenende vorm Marathon gar nicht gelaufen (den hätte ich absagen müssen, hätte er da schon stattgefunden), lediglich eine kleine Radtour haben wir unternommen. Wenigstens hatte ich keinen Husten, sondern nur eine unendlich laufende Nase. Am Montag ging es mir besser und ich habe einen kleinen Testlauf mit Pulsuhr unternommen. Da dieser schön niedrig blieb, wusste ich, dass ich in Hamburg starten kann. Allerdings völlig ohne Zeitziel...
 
So ging es am Samstag mit Beate nach Hamburg, wo meine Gastgeber noch Geburtstag gefeiert haben und bin auch erst um Mitternacht ins Bett. Ich hatte ja außer Sightseeing und einigermaßen heile ankommen nix vor.
 
Am Marathonmorgen war es ganz schön frisch, so dass ich mich für ein dünnes Langarmshirt und eine Kniehose entschieden habe. Auch wenn es dann wärmer wurde, war ich mit meiner Wahl zufrieden, denn an schattigen Stellen blies teilweise ein kalter Wind.
Nach dem Start musste ich erst mal auf Betriebstemperatur kommen, die Beine waren ganz schön eingefroren. Aber ich wollte es ja eh langsam angehen. Da ich im Idealfall mit 4:30 h geliebäugelt hatte, wollte ich auch so starten. Ich hatte seit langem mal wieder die Pulsuhr dabei und wollte diese zur Paceregulierung nutzen, um nicht zu überziehen. Das funktionierte zu Beginn gar nicht, weil sie astronomische Höhen erreichte. Das Laufen fühlte sich auch schwer an, also lieber Pace raus. So war auch der erste 5er Abschnitt der langsamste von allen, aber es ging auch stets leicht bergan.
Dann hat sich auch die Pulsuhr eingepegelt und zeigte konstant niedrige Werte an. Teilweise so niedrig wie beim langen Lauf. Das musste dann doch nicht sein und so habe ich nach 5 km langsam die Handbremse gelöst und es nach Gefühl laufen lassen. Künstlich einbremsen wollte ich mich ja nun auch nicht. So genoss ich dann die Strecke, die Stimmung, das Wetter und gerade die ersten 13 km flogen nur so dahin.
Da meine Bekannten bei km 15 stehen wollten, hielt ich nach ihnen langsam Ausschau. Das lenkte auch noch mal ab, aber die Enttäuschung war bei mir doch da, als sie nicht dort standen. Beim Blick auf die Uhr klärte sich das schnell: ich war schneller als gedacht und von mir angesagt ;-). Kurz danach ging es für einige hundert Meter in einen Straßentunnel, die Zeitmatte für km 15 befand sich sogar darin. Erst hat mir das gar nicht gefallen, bin ich doch lieber in der natur, doch dann kam Gänsehautfeeling auf, als alle Läufer dort im Rhytmus zu klatschen begannen und das an den Wänden widerhallte. Krass!
Danach ging es dann an der Binnenalster vorbei in die City mit einigen Stimmungshochburgen und kurz danach stand der walkende Martin, den ich zufällig erkannte. Ihn zu sehen habe ich mich riesig gefreut. Weiter an der Außenalster lang und über die HM-Marke in knapp 2:09 h. Mir ging es immer noch gut und meine Pace war nun deutlich schneller als zu Beginn. Wie würde es mir auf den nächsten km ergehen? In der Regel habe ich von km 25-30 am Meisten zu kämpfen, aber das ist wohl eher eine Kopfsache.
Ich bekam aber nun ein dringendes Bedürfnis, das war neu bei einem Marathon. Also habe ich unterwegs immer genug getrunken, zu warm war es ja auch nicht. So hielt ich nach einem freien Dixie Ausschau und hielt schon an einem an. Doch das war besetzt und als sich eine Weile nichts tat, rannte ich dann doch erst mal wieder weiter, bis der Stadtpark günstige Gelegenheiten bot ;-). Die ganze Aktion dauerte über eine Minute und drückte die Pace für diesen Abschnitt, ohne dass ich langsamer wurde...
Und weiter ging es. Bei km 27,5 wollten meine Bekannten wieder stehen und ich sah sie abermals nicht. Als wir schon fast aus dem Zuschauerpulk heraus waren, wurde ich dann entdeckt. Sie standen auf der falschen Seite.
Bei km 32 bekam ich feuchte Augen, so eine Stimmung erzeugten die vielen Zuschauer dort. Die Strecke war teilweise von ihnen verengt, man wurde mit seinem Namen (nicht nur dort) angefeuert, einfach Gänsehaut pur! Ich bin regelrecht geflogen und hatte in diesem Abschnitt eine Pace deutlich unter 6 min. Und mir ging es immer noch gut, auch bei km 35, an der nächsten Stimmungsstelle. Einfach gigantisch dieses Publikum.
Ab km 36 wurde es dann schwer, aber deutlich später, als ich es erwartet hatte. Nun musste ich wirklich kämpfen und 2 km später bin ich dann auch langsamer geworden. Mir war dann auch klar, dass es nichts mehr mit einem negativen Split wurde, auf den ich nach dem langsamen Beginn noch hoffte, denn auch die Pinkelpause hatte ja Zeit gekostet. Aber egal, ich komme deutlich früher ins Ziel, als ich vorher zu träumen wagte.
Bei km 41 wurde es dann fies, da haben die Hamburger einfach einen langen gemeinen Anstieg eingebaut. Dort wollten meine Bekannten noch einmal stehen und dieses Mal sah ich sie von Weitem auf einer Brücke. Da entstand auch dieses Foto,
 
wo ich entspannter aussehe, als ich mich wirklich fühlte. Doch bald danach ging es auf die Zielgerade und den roten Teppich. Einen Zielspurt habe ich nicht mehr hinbekommen, ich war nur froh, dass ich es endlich geschafft hatte. Geworden ist es dann eine Zeit von genau 4:21:00 h.
 
Zum Schluss habe ich die fehlenden Trainingskilometer ganz schön gemerkt und auch im Ziel ging es mir nicht ganz so gut. Die Beine, ohnehin keinen Asphalt gewöhnt, haben ganz schön gemeckert und ich musste mir erst mal was zum Sitzen suchen. Doch eine Dusche und ein alkoholfreies Weizen später war ich wieder fit und konnte die tolle Zielverpflegung genießen.
 
Tja, im Nachhinein habe ich wohl viel von meiner Substanz der letzten Jahre profitiert. Mit einer vernünftigen Vorbereitung wäre an diesem Tag unter diesen optimalen Bedingungen so einiges möglich gewesen. Schließlich war ich unter Abzug der Zwangspause nur etwa 10 Minuten langsamer als bei meiner PB.
Hamburg selbst war toll: die Strecke schön und abwechslungsreich, die Stimmung phantastisch, die Verpflegung reichhaltig (es hat wohl Engpässe zu Beginn gegeben, die ich nicht mitbekommen habe). Es gab auch Gels und Cola, für einen so großen Stadtmarathon nicht selbstverständlich. Und die Zielverpflegung lies auch fast keine Wünsche offen und man konnte sie auch noch nach dem Duschen nutzen.
 
Fazit: ich komme bestimmt wieder. In 2 Jahren findet der 30. Hamburg-Marathon statt. 

Mittwoch, 10. April 2013

Man muss laufen wie es kommt

Wir waren am Wochenende unterwegs zur Jugendweihe unseres Neffen in Sachsen. Dort überraschte uns dann am Sonntagmorgen noch einmal jede Menge Schnee. Doch schon bei der Heimfahrt strahlte die Sonne vom Himmel. Also ideale Bedingungen, um am Nachmittag einen langen Lauf zu machen. So viele waren es dieses Jahr ja noch nicht.
Doch jeder Waldweg, in den ich biegen wollte, war unlaufbar. Entweder standen riesige Pfützen oder der Untergrund war noch vereist und oben aufgeweicht. So blieb mir nur meine Winter-Pendel-Strecke, die vom Schnee geräumt ist. Doch da einen langen Lauf zu machen und mehrmals hin und her zu laufen, ging mir total gegen den Strich. So habe ich es bei 15 km belassen, die mir an diesem sowieso schon schwer fielen.

Dann muss ich eben am Dienstag noch mal einen Versuch starten. Erschwerend kam hinzu, dass ich nicht so pünktlich von Arbeit wegkam, wie ich wollte. Beim Loslaufen blies mir dann gleich ein kalter Wind ins Gesicht, Frühling ist was Anderes. Ich habe deswegen sogar meine Route geändert, weil über freies Feld gegen den Wind laufen ging gar nicht. Nach einem km war ich schon halb durchgefroren. Ich habe mich dann immer an der Oder entlang gegen den Wind gekämpft, der dort etwas vom Deich gebremst wurde. Als es mir dann zu viel wurde bin ich einfach umgedreht und konnte viele km mit dem Wind laufen.. Das tat dann richtig gut und mir wurde wieder wärmer. In der Stadt noch ein paar Schlecker gedreht und dann hatte ich über 26 km auf dem Tacho stehen. Es lief insgesamt recht gut und das nach einem Arbeitstag. So weit und lange bin ich noch nie unter der Woche gelaufen.

Nun fahre ich recht optimistisch nach Hamburg, dort den Lauf einigermaßen durchlaufen zu können. Ist ja ohnehin ein Trainingslauf und ich will auch ein wenig von der Stadt mitbekommen.

Samstag, 30. März 2013

Frohe (weiße) Ostern!

Letzte Woche war ich beim Schneeglöckchenlauf. Während wir vor einem Jahr zur Mittagszeit bei ca. 18 Grad gestartet sind und ich gegen Ende mit der Wärme zu kämpfen hatte, waren die Wetterbedingungen dieses Jahr ganz anders. Die Sonne strahlte zwar vom Himmel, aber es war bei -5 Grad zur Startzeit eisigkalt, gefühlt noch mindestens 10 Grad kälter. Doch mit der richtigen Kleidung lies es sich aushalten und hat sogar Spaß gemacht. Etwas nervig sind nur dieses elend langen Geraden durch den Wald, wo man meilenweit gucken kann.

Wirklich klasse war die Verpflegung, die ausreichend oft und immer mit warmen Getränken kam. Dafür großes Lob an die Veranstalter. Die Strecke war trotz Schnee recht gut laufbar, denn er war gut gefroren. Trotzdem war es ganz schön anstrengend zu laufen und ich war froh, nach den 30 km im Ziel zu sein, wo eine richtig heiße Dusche wartete. Auch das war echt toll!
 
Die Kälte ist uns die ganze Woche treu geblieben, vor allem der eisige Wind. Aber es soll ja milder werden.
Als "Überraschung" dann das heute morgen! Der Weg ist nicht mehr erkennbar 
und eigentlich sah es sogar toll aus. Bei meinem Lauf heute kam ich mir vor wie zur Weihnachtszeit. Es schneite, auf dem firschen Neuschnee lies es sich wunderbar laufen und auch der Wind war weg, so dass es richtig angenehm war. Aber wir haben doch Ostern und nicht Weihnachten!!!
 Naja, ich habe mir den Frühling wenigstens ins Haus geholt
 und die Ostereier sollten wir in dem vielen Weiß auch finden.
 
Frohe Ostern!

Freitag, 1. Februar 2013

Turbulenter Januar

Wenn andere das Jahr geruhsam angehen lassen (können), geht es bei mir berufsbedingt immer gleich am 2. Januar in die Vollen. Dieses Jahr kam erschwerend dazu, dass ich mich den ersten Freitag nach dem ausnahmsweise pünktlichen Feierabend (unser Computersystem hatte zum Glück eine Havarie ;-)) mit einer starken Erkältung auf die Couch packen musste. Sie kam quasi von gleich auf jetzt und nun musste ich zusehen, dass ich übers Wochenende wieder fit wurde. Ich habe mich wirklich geschont und da ich kein Fieber hatte, bin ich am Sonntag abend ganz langsam eine klitzekleine Runde von 4 km getrabt. Anschließend habe ich gemerkt, wie gut mir das getan hat. So habe ich das in der Woche darauf bis auf einen Tag jeden Abend irgendwann nach 19 Uhr gehalten. Nach Hause kommen, Laufklamotten an und los, einfach die klare Luft einatmen, die zu der Zeit angenehm und noch nicht so kalt war. Und so habe ich mir meine Erkältung einfach weggelaufen. Ab Donnerstag war ich komplett erkältungsfrei. Am Sonntag als 6. Lauf der Woche waren auch 20 km kein Problem.
 
In der Woche danach bin ich etwas kürzer getreten, ich hatte ja nun wieder etwas mehr Zeit ;-).
Nein, der Hallenlauf in Senftenberg stand wieder an. Dieses Mal wollten Beate und ich gemeinsam über 10.000 Meter starten und den Paarlauf aus Zeitgründen mal auslassen, die Wartezeit bis zum Start am frühen Abend ist immer so lang.
Da ich mich nach der Erkältung und den vielen Läufen der Vorwoche nicht richtig fit und locker fühlte, wollte ich entspannt laufen. Bei dem Teilnehmerfeld brauchte ich mir sowieso nichts auszurechnen. Und so bin ich auch ganz relaxt, fast am Ende des Feldes losgelaufen, mit der langsamsten Runde des gesamten Laufes. Die Runden liefen so dahin, ich war gleichmäßig und dabei sogar etwas schneller als erwartet unterwegs. Ich hatte es ja auch nicht eilig. Doch so ziemlich zur Hälfte des Rennens überholte mich eine Läuferin und setzte sich genau vor mich und zusammen liefen wir auf eine andere Läuferin auf. Und da mich bis dahin nur 2 ganz flotte Mädels überrundet hatten, musste ich zu diesem Zeitpunkt an 5. Stelle liegen. Nun erwachte mein Kämpferherz. Ich wollte erst mal abwarten und versuchen, den Anschluss zu halten. Nr. 4 habe ich dann aber wieder überholt, sie wurde etwas langsamer. Dann wollte ich an Nr. 3 dran bleiben. Doch sie lief so ungleichmäßig, in den Kurven wurde sie extrem langsamer, dass ich sie überholen musste, um in meinem Rhytmus zu bleiben. Doch sie hielt in den Geraden mehrmals gegen, sprintete quasi, um mich nicht vorbei zu lassen, um dann in den Kurven wieder extram nachzulassen. Das schaute ich mir 3 Runden lang an, dann habe ich sie ausgangs einer Kurve mit einem Zwischenspurt überholt. Bis zum Schluss des Rennens habe ich sie sogar noch überrundet, in dem Moment spielte sie das Spiel noch einmal. Mich hat es ganz schön genervt, da ich gern gleichmäßig laufe, aber es war auch mal eine Erfahrung.
Naja, der Rest ist schnell geschrieben. Da Nr. 4 ja noch irgendwo hinter mir war, musste ich das Tempo hoch halten und bin tatsächlich als dritte Frau ins Ziel. Damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet und mich über einen tollen Pokal aus Glas gefreut. So ist das manchmal, wenn man es gar nicht erwartet hat.
Ganz ohne Folgen ist der Ausflug nach Senftenberg aber auch nicht geblieben. Da die Dusche eiskalt war und ich danach in der wegen der tiefen Außentemperaturen sehr kühlen Halle nicht so richtig warm geworden bin, hatte ich mir wieder eine Erkältung eingefangen. Dieses Mal zum Glück nicht ganz so heftig, aber sie hat mich bei der Eiseskälte dann doch vom laufen abgehalten. Ich habe gespürt, dass mir das nicht gut tun würde, denn wir hatten Höchsttemperaturen von -7 Grad. So habe ich es bei Spaziergängen belassen.
Doch die Zeit war sowieso knapp, unsere Töchter hatten letztes Wochenende beide Geburtstag, den wir nach einigen Jahren mal wieder taggenau mit ihnen feiern konnten. Schließlich sind sie nun beide aus dem Haus. Für mich ist es einfach unvorstellbar, dass sie nun schon 23 und 19 Jahre alt sind - wo ist die Zeit geblieben- Aber ich bin auch stolz, dass sie beide ihren Weg gehen!
 


Montag, 31. Dezember 2012

Das war 2012

 
Heute war ich wieder beim traditionellen Silvesterlauf und habe damit mein Laufjahr 2012 abge-schlossen. Nach einem vierten Platz im letzten Jahr habe ich es dieses Jahr aufs Treppchen geschafft, und das nach zwei Mädels, die 15 Jahre jünger sind als ich.
 

Zu Silvester ist es ja immer üblich, ein wenig Fazit zu ziehen und das will ich nun auch tun.
Gelaufen bin ich 2.289 km, das waren 18 km weniger als im letzten Jahr. Ich hätte diese Zahl wieder erreicht, aber irgendwie hatte ich in der gerade stressarmen Zeit gar keine richtige Lust. Ich habe lieber die Zeit mal für Liegengebliebenes genutzt und einfach auch mehr Besinnlichkeit genossen. Mir wird immer mehr bewusst, dass ich Laufen bevorzugt zum Stressabbau nutze und das wird ab 2. Januar wieder vermehrt herhalten müssen.
Im Gegensatz zu sonst bin ich in beiden Halbjahren aber etwa gleichviel gelaufen. Das ist garantiert meinem ersten Ultra Ende Oktober beim Röntgenlauf geschuldet. Oft war schon Ende September der Jahreshöhepunkt.
Dieses Jahr bin ich eher lange und langsam als schnell gelaufen und habe genau einen 10km-Lauf geschafft. Und der ging noch über Stock und Stein. Dafür waren beide Halbmarathons recht zügig. Neu war für mich die Panoramatour durch die Sächsische Schweiz, 3 Läufe an 3 aufeinander-folgenden Tagen über insgesamt 53 km mit ca. 1.500 Hm. Das gesamte Event hat uns so gut gefallen, dass das nächstes Jahr wiederholt wird.
Vergessen will ich auch nicht den Rennsteiglauf. Dieses Mal war es der Marathon, den ich in unter 5 Stunden geschafft habe. Der Lauf durch die wunderschöne Landschaft und die anschließende Party sind immer eine Reise wert.

Und das wird auch mein Höhepunkt im kommenden Jahr. Will ich doch nun den Supermarathon angehen. Mein großes Laufziel dort, wo meine Laufkarriere einst begann.
Auf dem Weg dahin stehen einige längere Wettkämpfe an, die ich aber allesamt als Trainingsläufe nutze, so auch erstmals den Hamburg-Marathon.
Ausklingen wird das erste Halbjahr wieder mit der Laufwoche mit und bei lieben Freunden in Ehrwald, auf die ich mich schon sehr freue. Und bis auf die Panoramatour ist für das 2. Halbjahr noch gar nichts geplant. Ich lass es auf mich zukommen...

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2013 Glück, Gesundheit und Zufriedenheit!

Sonntag, 30. Dezember 2012

Wanderung in Akamas und Aphrodite-Halbmarathon

Wir haben auch eine geführte Ganztages-Wanderung durch die Akamas-Halninsel unternommen.
 
 
Unser Bus setzte uns auf ca. 500 Meter über den Meeresspiegel aus
Dann ging es zu Fuß durch die zerklüftete Landschaft, 
 die immer wieder neue Perspektiven bot

 Wenn wir nicht gerade in einer Schlucht steckten, war immer das Meer in Sichtweite
 Unser Reiseführer Christos (studierte in Deutschland Geologie) wies uns auf viele Pflanzen, Kräuter und Gesteine hin und
 formte mal schnell aus Ton dieses Getier
 Johannisbrotbaum
 Die Landschaft besteht aus Felsplateaus, die aneinandergereiht tiefe Schluchten bildeten
 Frei herumlaufende Ziegen, aber immer schön nach Herden abgegrenzt
Dort wollen wir hin
 Unser erster Rastplatz mit herrlichem Ausblick
 Auf dem Felsen waren wir gerade gewesen
 Die Natur findet in der Dürre ihre eigenen Wege
 Beschwerlichere Wege
 Unser Rastfelsen von noch weiter unten
 Wir bekommen Einschlüsse im Gestein erklärt und finden auch Tonscherben von alten Siedlungen
 Unser zweiter Rastplatz wieder hoch oben
 Dem Ziel sind wir nun schon nahe
 Wunderschöne Steilküste
Bei schon tief stehender Sonne haben wir unser Ziel am Meer erreicht und der Bus fuhr uns ins Hotel zurück. Es war eine wunderschöne Wanderung durch eine grandiose Landschaft. Die Wege waren teilweise so steinig und für einen Fremden gar nicht erkennbar, so dass man diese Wanderung allein nicht hätte unternehmen können. Vielen Dank an unseren Wanderführer Christos.

Am Abend wurden wir dann auf unserem Hotelbalkon noch mit einem Sonnenuntergang im Meer belohnt.


Gelaufen bin ich auch. Neben ein paar kürzeren Strandläufen stand der Aphrodite-Halbmarathon an. Eine kleine, familiäre Veranstaltung. Die Strecke an für sich ist bis auf den Abschnitt am Hafen unspektakulär. Gelaufen wurde eine Pendelstrecke mit einem längeren Abschnitt auf der Straße (ohne Blick zum Meer) bei rollendem Verkehr. Das war für mich, die sonst Straßen vermeidet, schon etwas nervig. Doch ich bin ganz gut und gleichmäßig durchgekommen und konnte bei 24 Grad im Schatten (den es nicht gab) zum Schluss wieder einige Läufer einsammeln. So, wie ich hier bei km 19 aussehe, fühlte ich mich auch. Am Ende waren es relativ locker gelaufene 1:57 h, mit denen ich sehr zufrieden war.
Und bevor es dann zur Abschlussparty ging, gab es als Belohnung noch einmal die versunkene Sonne im Meer :-)
So ist ein wunderschöner Urlaub in Zypern zu Ende gegangen, dessen Wiederholung in ähnlicher Form wir uns gut vorstellen können.

Auszeit in Zypern II

 
Wir erkundeten auch auf eigene Faust die Umgebung. Nach einer Gewitternacht machten wir uns auf nach Paphos zu den Königsgräbern.
 

Das Unwetter verfolgte uns noch eine Weile
 Zum Glück kann man sich aber in den Grabkammern unterstellen ;-)
 Das gesamte Gelände ist riesig und wir haben bei Weitem nicht alles gesehen
 Danach ging es zu Fuß bergan in die Altstadt
Dort besichtigten wir die Markthallen und genehmigten uns eine Stärkung. Von da aus hatten wir einen herrlichen Blick in Richtung Meer und Hafen
 Letzterer war dann unser letztes Ziel. Dort besichtigten wir diese Burg aus dem Mittelalter
 Von da aus hatte man wieder einen schönen Blick in die Altstadt
 Nemo lässt grüßen
 Es wird Winter ;-)
 und Weihnachten steht auch in Zypern vor der Tür



Freitag, 28. Dezember 2012

Auszeit in Zypern I

Ende November waren wir eine Woche in Zypern und sind somit dem tristen Grau zu Hause entflohen.
In Zypern waren angenehme Temperaturen knapp über 20 Grad und vor allem reichlich Sonne.
Gleich am 2. Tag ging es mit einem kleinen Bus in das Troodosgebirge und bei dieser sehr individuellen Fahrt bekamen wir viel zu sehen.
 
So waren wir am Felsen der Aphrodite und
 haben der alten Stadt Kourion einen Besuch abgestattet.
Diese stammt aus dem 14.-12. Jhd. v. Chr.und man wusste damals schon, wo es die schönsten Bauplätze gibt. Nämlich mit Blick auf das Meer ;-)
In einem relativ gut erhaltenen Haus gab es wunderschöne Mosaiken zu bewundern. 
 Anschließend ging es in das Weindorf Omodhos mit vielen kleinen Gässchen.
 Auch eine alte Weinpresse konnte besichtigt werden.
 Nach einer kurzen Stärkung
ging es mit dem Bus duch die schöne Landschaft
um anschließend eine Wanderung durch die Weinberge zu unternehmen
 
Nicht nur bei uns gibt es Gastarbeiter
 die die süßen Früchte ernten
Am Ende der Wanderung spiegelte sich dann die schon relativ tief stehende Sonne, die hier oberhalb des Fotoausschnittes ist, im Meer.

Ein wunderschöner Ausflug ist so zu Ende gegangen.