Montag, 23. März 2009

Ein langes Wochenende - Der Schlaubetalhunderter

Vorsicht, das wird jetzt lang ;o).

Mein langes Wochenende begann nämlich schon am Donnerstag, ich hatte 4 Tage am Stück frei.
Da es schönsten Sonnenschein gab, konnte ich zum ersten Mal im Garten werkeln. Unkraut zupfen, alte Zweige und Blüten abschneiden, was halt so getan werden muss. Diese Aktion bescherte mir am Freitag den ersten Muskelkater des Wochenendes, man ist einfach nichts gewöhnt!
Am Freitag habe ich mir mein "Thüringer Backbuch" vorgenommen und 3 Kuchen für die Extremwanderer gebacken. Ich backe sehr gern, wenn ich die Zeit dafür habe und nicht unter Druck gerade. Und die hatte ich mir genommen. Natürlich blieb dann auch für die Familie noch was übrig, besonders der bunte Streußelkuchen ist bei unseren Kindern der Renner. Danach habe ich noch alles verpackt und dann konnte es in die Oper nach Frankfurt gehen. "Der Troubadour" von Verdi wurde gespielt. Wunderschöne Musik, aber grausiges Bühnenbild. Oder besser gesagt, es gab gar keines, denn es standen nur schwarze Stühle und ein Notenständer auf der weiß verkleideten Bühne, von dem ab und zu auch mal abgesungen wurde. Schon gewöhnungsbedürftig, aber wie gesagt, kurzweilige und wunderschöne Musik.
Gegen 23 Uhr waren wir zurück und nun hieß es warten. Gegen 3 Uhr wollten die Wanderer des 1. Schlaubetalhunderters am Helene-See sein. Ich hatte gerade die warmen Getränke gekocht und in Thermoskannen abgefüllt, als Kathrin gegen 2 Uhr anrief, dass sich alles verzögert. Also habe ich mich auf die Couch gepackt, aber wirklich schlafen konnte ich nicht. Gegen 4 Uhr bin ich dann los. Inzwischen waren die Wanderer wegen Streckenänderungen doch schon weiter als geplant, so dass ich ihnen einfach hinterhergefahren bin. Da sie gerade in einem Motivationsloch steckten, kam die süße Verpflegung gerade zur rechten Zeit. So sah dann der Stand in völliger Dunkelheit mitten auf der Straße aus.

Gegen 5:30 Uhr war ich dann endgültig in meinem Bett, aber knapp 5 Stunden später schon wieder am Frühstückstisch und zur Mittagszeit bin ich 7,5 km gelaufen. Das ging trotz Müdigkeit erstaunlich gut. Gegen 15 Uhr bin ich dann relativ spontan mit dem Auto zum aktuellen Standort der Wandertruppe gefahren und ab da 15 km bis zum Schluss in ca. 2,5 h mitgewandert. Es hat richtig Spaß gemacht, ein bisschen Aufmunterung für teilweise müde Gefährten zu betreiben. Das Wetter war bei strahlendem Sonnenschein einfach nur herrlich. Nach einer Weile stieß Beate noch mit dem Rad dazu, sie ist in der Nacht die ersten 50km (!) mitgewandert. Ich hatte keine Probleme mit der Strecke, nur einen leichten Druck wie von einem Steinchen im Schuh, was sich am Abend aber als Blase entpuppte. Nach der Wanderung gab es noch die Besichtigung der Klosterbrauerei in Neuzelle mit Verkostung und Hunger hatten wir auch noch. So war ich dann erst nach 22 Uhr zu Hause und habe meinen verdienten Nachtschlaf nachgeholt.

Am Sonntag stand dann ein 5er bei der Stadtmeisterschaft an. Aber schon das Aufstehen fiel mir schwer. Die Blase war etwas hinderlich und ich hatte total schwere Beine. Und dabei wollte ich den Wettkampf frisch und ausgeruht laufen, zumindest mein Trainer Steffny wollte das so ;-). Auch das Wetter meinte es mit Regen nicht gut. Und wenn es mein Plan nicht gefordert hätte, ich glaube, ich wäre zu Hause geblieben.
Am Start habe ich dann die anderen Wanderer getroffen, die alle noch mehr km in Beinen hatten als ich. Bei mir war nur die kürzeste Zeit verstrichen, die anderen hatten die Etappen ab Start unter die Füße genommen. Naja, zumindest lief es nicht locker, aber mit 24:14 min bin ich zufrieden. Auf jeden Fall ist es neue PB, auch wenn die Strecke wohl etwas kürzer war. Zu Hause habe ich mich dann nach dem Mittagessen auf die Couch gepackt und konnte stündlich verfolgen, wie mein Muskelkater immer schlimmer wurde. Jeder Schritt wollte gut überlegt sein ;o). Diese Erfahrung nötigt mir noch viel mehr Respekt vor den Extremwanderern ab, die mal eben so 100 km am Stück gehen. Ich merke die Auswirkungen von läppischen 15km und das Gehen muss ganz andere Muskeln beanspruchen als das Laufen. Auch tagsüber war es heute noch eine Qual, jetzt am Abend wird es langsam.
Muss auch, denn morgen will ich wieder laufen! Das kann ich lockerer!

Zumindest war der Schlaubetalhunderter eine ganz neue Erfahrung für Körper und Geist, denn auch mental muss so eine Strecke bewältigt werden.

Mittwoch, 18. März 2009

Lustlos

Nichts dramatisches, ich habe im Moment nur nicht so die rechte Lust zum bloggen.
Keine Ahnung, warum. An fehlender Zeit liegt es nicht, ich hatte schon stressigere Phasen.

Mein Training läuft dagegen gut, fast schon zu gut. Nur bei den langen Läufen quäle ich mich ab km 20 regelmäßig. Aber da muss ich durch und wenn es beim Marathon so läuft wie in Berlin, geht es ab km 30 wieder lockerer ;o). Die kürzeren Läufe dagegen machen so richtig Spaß. Ab und zu gehen dann mal die Pferde mit mir durch und der Plan wird eigenmächtig umgebaut. Statt 10km in 6:15 waren es gestern 15km in 6:08. Und die liefen so locker, dass ich am liebsten noch weiter verlängert hätte. Aber es wurde dann dunkel und das war auch gut so. Ich will mal nicht gleich übertreiben ;-).

Tanzen war ich heute auch. Im Moment lernen wir den nächsten Irischen Tanz. Diese sind schwer zu erlernen, aber machen unglaublich viel Spaß. Ich mag auch die Musik dazu.

Nun freue ich mich auf ein Wochenende mit ausreichend Kontrastprogramm. Erst geht es am Freitag in die Oper. Es wird mal wieder Zeit, unser letzter Opernbesuch liegt schon über 3 Jahre zurück. Danach werde ich die Nachtverpflegungung beim 1. Schlaubetalhunderter übernehmen und nach dem Ausschlafen am Samstag noch in irgendeiner Form daran teilnehmen. Wird bestimmt lustig.
Hoffentlich wird es nicht allzu kalt, nachdem ich letztes Wochenende schon mal den Frühling in meinem Garten genießen konnte.

Sonntag, 1. März 2009

Nicht alles nach Plan - und doch im Plan

Es wird mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag. Die Schneebilder vom letzten sind nun wirklich Schnee von gestern. Ich will nun auch endlich Frühling und über die ersten blühenden Krokusse in meinem Garten, noch ganz klein und zart, habe ich mich sehr gefreut.

Die 2. Woche des Marathon-Planes liegt nun schon hinter mir. Und es macht mir einfach so unglaublich viel Spaß, die vorgegebenen Strecken in den vorgegebenen Zeiten laufen zu können. Vergessen sind die Läufe des letzten Frühjahrs, teilweise mehr gequält als gelaufen. D.h., ganz vergessen sind sie nicht, denn gerade die Erinnerung an diese Zeit lässt mich nun das Laufen so richtig genießen. Klar sind nicht alle Läufe leicht, aber sie sind nie vergleichbar mit denen von vor einem Jahr. Auch gestern musste ich am Ende der 25km ganz schön kämpfen, durch die Sonne war es warm geworden und ich bin ohne Wasser aufgebrochen. Und so ging es heute mit schweren Beinen erstaunlich locker und flott, schneller als geplant, durch meinen Wald.
Ich liege also voll im Plan und so ganz nebenbei habe ich mit 221 km noch einen neuen Monatsrekord aufgestellt. Und das im Februar, wo mindestens ein Lauftag fehlt...

Gänzlich ungeplant war dagegen der Freitag. Ich hatte frei und es stand Hausreinigung groß an. Das geht immer am besten, wenn die restliche Familie ausgeflogen ist. Als ich dann endlich im Bad angelangt war, um dort zu wischen, hatte sich gleich ein bisschen mehr Wasser auf dem Fußboden verteilt :-(. Die Waschmaschine hatte sich nach 17 Jahren entschieden, nun nicht mehr dicht zu halten. Das war ihr nach unzähligen Wäschen auch gegönnt, aber doch nicht vorm Wochenende, wo sich immer riesige Wäscheberge ansammeln ;o).
Ja, nun musste schnell Abhilfe her. Der Händler wurde ausgewählt nach sofortiger Verfügbarkeit und Anlieferung. Und tatsächlich hatte ich dann um 18:30 Uhr die neue Maschine, fertig angeschlossen, im Bad stehen, nachdem ich erst um 17:30 Uhr den Kaufvertrag unterschrieben hatte. Das nenne ich mal Service.

Freitag, 20. Februar 2009

Spuren im Schnee

Wir haben Februar und wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, gab es in den 3 Wochen Winterferien immer reichlich Schnee und es ging mit Schlitten, Ski oder Gleitschuhen in die naheliegenden Berge. In den 20 Jahren, die ich in Brandenburg lebe, war Schnee aber eher Mangelware. Doch davon kann zur Zeit keine Rede sein.

Bereits letzte Woche gab es einen herrlichen Lauf mit Kathrin in ihrem verschneiten Wald und am Freitag 22km durch teils unbekanntes Gelände. Ein wenig hatte ich die Orientierung verloren, doch dann bin ich einfach anderen Laufspuren gefolgt, so dass ich dann auf der bekannten Landstraße rauskam, nur an einer völlig anderen Stelle als gedacht.

Am Sonntag haben wir uns wieder mit der Laufgruppe getroffen. Die Strecke hat dieses Mal Andreas festgelegt. Doch er hatte es dann mit einem Mitläufer so eilig, dass er nicht mehr gesehen ward. An einer Stelle waren wir anderen fünf sehr unschlüssig, haben vor und zurück geschaut und dann die Spuren gefunden. Und so ging es immer weiter, durch teilweise für uns unbekannten Wald. Aber das Indianerspiel hat funktioniert, wir haben immer ihre Spuren halten können ;o). Aber so langsam waren wir mit 1:13h bei 11,5km über hügeliges Gelände und Schneeboden auch nicht. Keine Ahnung, welcher Teufel die Beiden geritten hatte...

Am Montag begann es dann, ununterbrochen zu schneien, so dass am Dienstag morgen alles über und über in Weiß gehüllt war. Dann ging die Sonne auf und es war ein wunderschöner Wintertag, an dem ich extra zeitiger Feierabend gemacht habe, um bei Sonnenschein laufen zu können.

Heute stand der erste lange Lauf lt. Steffny-Plan an. Da es gestern abend schon schwierig zu laufen war und es seit gestern wieder bis heute ununterbrochen geschneit hatte, hatte ich echte Bedenken. Also ging es los und erst mal vorbei an unserem Sportplatz. Dort sah alles wie gezuckert und völlig unberührt aus, kein Wunder, unsere Astoria hat gerade Winterpause.
Doch schon nach 1km musste ich meine geplante Route ändern. Denn ich hatte keine Lust, die folgenden 7km durch Tiefschnee zu laufen.
Nur ein paar Fußgänger und Tiere haben sich in diese Richtung verirrt, aber keine Autospur weit und breit. Also ging es weiter ging es auf einer gerämten Waldstraße, Schnee lag dort auch, aber eben gleichmäßig knöchelhoch. Dafür gab es auf der folgenden Strecke schöne Motive.

Weiter ging es auf einer gerämten Waldstraße, also Schnee lag auch noch, aber eben gleichmäßig knöchelhoch. Dann bin ich auf einen Weg, wo es eine Spurrinne von einem Auto gab. Nicht einfach zu laufen, aber wenigstens kein ständiger Tiefschnee. Und so habe ich mich von km zu km gehangelt, immer meine Route neu überdacht. So einen Lauf hatte ich auch noch nicht. In der Regel weiß ich vorher, wo ich lang laufe. Und dann musste ich doch noch für ca. einen km durch den ca. 30 cm tiefen Schnee. Ich kam mir vor wie ein Storch, aber bis auf ein paar wenige Gehschritte ging es ganz gut. Die letzten 3 km waren noch mal richtig heftig, da die Spurrinne mittlerweile nur noch zu erahnen war. So war ich dann nach knapp 22km in 2:25 zurück. Bei den Bedingungen gar nicht schlecht.

Ach ja, einen hab ich noch. Die "Zipfelmützen" haben mir so gut gefallen...

Sonntag, 8. Februar 2009

Fasching in Brandenburg

Eine kurzweilige Woche liegt wieder hinter mir.
Während es am letzten Wochenende noch die Nachfeier zum Geburtstag unserer Töchter gab, habe ich am Montag meinen freien Tag vom Freitag nachgeholt. Da war ich nämlich trotz Kurzarbeit trotzdem arbeiten. Zu diesem Thema später mal mehr, denn im Moment habe ich gerade den Kopf so richtig frei und keine Muße für komplizierte Themen.

Da Ferien waren, bin ich mit meiner jüngeren Tochter ausgiebig shoppen gewesen, denn sie hat ihre Mutter größenmäßig überholt und wächst aus allen Hosen raus.
Anschließend sind wir 3 Frauen noch ins Kino, natürlich in einen Frauenfilm ;o). Schön war´s.
Am Dienstag habe ich mich kurzfristig bei Bianka und Matthias zum Laufen eingeklinkt. Eigentlich wollte ich gar nicht so weit, da mir die 18 km vom Sonntag noch in den Knochen steckten. Doch dann sind es entspannte und recht schnelle 15 km geworden. Es läuft sich beim Quatschen halt so weg ;o). Am Mittwoch abend war dann wieder Line Dance angesagt, wo wir zur Zeit Tänze aus der Vergangenheit wieder auffrischen.
Am Donnerstag wollte ich was schnelles laufen. Da ich später als gedacht aus dem Büro kam und ich beide Töchter aus der Stadt mit nach Hause nehmen musste, stand mir nicht so viel Zeit zur Verfügung. Also kurz einlaufen und 5200 m. Statt der geforderten 5:26 min/km waren es nur 5:32. Aber ich bin zu Beginn nicht richtig reingekommen, erst zum Schluss lief es. Scheinbar war das Einlaufen bei diesen Temperaturen zu kurz. Und da lt. Vic Marathonrenntempo geübt werden sollte, war es völlig in Ordnung, denn eigentlich reichen mir ja 5:40min/km ;-). Danach kurz auslaufen und in der Schwimmhalle kostenlos duschen. Ein toller Service meiner Firma! So brauchte ich meine Töchter nicht stinkend und frierend abzuholen.

Gestern stand nun unsere Faschings-Kreschke an. Ein Brauch, den es wohl nur in unserer weiteren Gegend gibt und der aus der Lausitz stammt. Dabei läuft speziell in den Dörfern ein bunt verkleideter Faschingszug von Haus zu Haus und sammelt Eier, Speck, Salami und Geld ein. Dazu gibt es von der mitlaufenden Kapelle ein Ständchen bzw. Tänzchen und natürlich darf der obligatorische Schnaps nicht fehlen. Bei uns fährt noch ein "Plinsmobil" mit, der dann Eierkuchen für die edlen Spender bäckt. Da unser Dorf recht groß ist, dauert es anderthalb Tage, bis alle Häuser besucht wurden.
In der Folgewoche werden die ganzen Gaben verfressen. Dann gibt es zum Faschingsball Rührei mit Brot, Salami, saure Gurken und am späteren Abend noch mal Eierkuchen. Das fand bei uns nun gestern statt, für uns ein ganz schön langer Abend. Um 19 Uhr ging es schon los, denn das Essen dauert auch seine Zeit. Danach wurde ordentlich das Tanzbein geschwungen, so dass wir heute früh gegen 3 Uhr erst im Bett waren. Und wir sind noch nicht mal bis zum Schluss geblieben.

Das Aufstehen heute morgen ist mir dann doch schwer gefallen. Aber die Rückenprobleme, die mich die letzten Tage plagten, waren verschwunden. Und auch den anstrengenden Lauf von gestern spürte ich nicht mehr. Muss ich wohl alles weggetanzt haben ;o). So bin ich dann um 10 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt in unserem Dorf und dann ging es mit der Laufgruppe ca. 11 km durch meinen Wald. Teilweise war die Strecke noch ganz schön vereist und matschig, aber die Jungs hatten es alle ziemlich eilig, so dass Bianka und ich einfach zügig hinterher laufen mussten. So war ich dann doch erstaunt, dass am Ende ein Schnitt von 6:16 min/km auf dem Garmin stand. Diese Strecke bin ich noch nie so schnell gelaufen und das trotz der kurzen Nacht und mehrmaligen Gehschritten wegen des Glatteises.
Am Rest des Sonntags ist Extrem-Couching angesagt, das habe ich mir nun auch verdient. Und für den übernächste Woche beginnenden Marathonplan bin ich auch recht optimistisch. Nur an die langen Läufe muss ich mich erst wieder gewöhnen, das Tempo sollte kein Problem sein.

Sonntag, 1. Februar 2009

Spinning

Ich wollte es auch mal probieren. Ich hatte schon so viel davon gehört und eigentlich keine Vorstellungen davon.
Dann hat Kathrin für mich einen Termin im Frauensportstudio (ja, hier gibt es sowas) gemacht und am Mittwoch war es dann soweit.

Erst mal das Rad einstellen und schon da hatte ich nicht wirklich eine Ahnung, auf was es ankommt. Die Kursleiterin meinte, ich hätte lange Oberschenkel, also soll ich den Sitz nach hinten schieben.
Dann ging es nach Musik, genauer mit dem Sirtaki, los. Immer schneller treten. Das hat Spaß gemacht und der Schweiß floss bald in Strömen. Das bin ich bei den derzeitigen Außentemperaturen nun gar nicht mehr gewöhnt. Bei den folgenden Programmen zeigte sich dann aber, dass mein Sattel viel zu weit hinten war. Die vorderen Griffpositionen konnte ich nicht normal erreichen, ich habe extrem kurze Arme! Naja, irgendwie habe ich das Programm durchgezogen, teilweise hatte ich auch mit den Begriffen Probleme. Ich wurde ja nun wirklich ins kalte Wasser, oder heiße Studio ;o), geschmissen.
Anschließend habe ich mir noch eine halbe Stunde Laufband gegönnt, auch das war eine Premiere für mich. Doch dort kam ich erstaunlich gut zurecht, nur konzentrieren musste man sich viel mehr als draußen.

Dieser Nachmittag war eine tolle Erfahrung. Als Alternative bei extrem schlechten Wetter durchaus denkbar, aber für mich keine Dauerlösung. Denn vor allem hat es mir wieder mal gezeigt, warum ich laufe. Mir hat nämlich die klare frische Luft und die Natur nach einem anstrengenden Bürotag gefehlt.
Der befürchtete Muskelkater durch die ungewohnten Tretbewegungen blieb aus, nur eine Nackenverspannung durch die falsche Sitzeinstellung plagt mich noch. Auch mein Hinterteil meldete Beschwerden wie nach jedem Radfahren. Ich bin wohl nicht dafür geschaffen und lass es lieber laufen!!!

Dienstag, 27. Januar 2009

Lillifee-Torte und mehr

Alljährlich Ende Januar stehen bei uns gleich 2 Geburtstage an.

Am Sonntag feierte unsere Große nun schon ihren 19. Geburtstag. Ich kann es einfach nicht glauben. Ihr und natürlich auch uns steht ein spannendes Jahr bevor. Das Abitur will erfolgreich bewältigt werden und einen Studienwunsch hat sie auch. Somit war das wohl ihr letzter Geburtstag so ganz zu Hause und sie hat ihn mit ihren besten Freundinnen verbracht. Einen sog. Mädelsabend, in dem sie reingefeiert haben. Ihr Freund "durfte" dann um Mitternacht anrufen ;o).

Gestern habe ich dann die gewünschte Torte für unsere Kleine gebacken, die heute ihren Geburtstag feiert. Und diese Lillifee-Torte gab es tatsächlich zum 15. Geburtstag. Gerade in diesem Alter sind sie eben manchmal ganz gern noch Kind. Die richtige Feier mit ihren Freundinnen findet aber erst in den Winterferien statt, nur eine kleine Familienkafferunde gab es heute. Schließlich musste die Torte vertilgt werden. Hmm!

Montag, 26. Januar 2009

Sachen gibt´s...

...die gibt´s gar nicht.

Heute ging diese Meldung um die Welt. Erst hörte ich nicht so genau hin, nur dass es irgendwo in Sachsen passiert ist. Doch dann kam das Erkennen, auch unweigerlich mit dem Dialekt der vielen Passanten und Neugierigen, die dazu befragt wurden ;o). Bin ich doch ca. 1 km von dieser Kirche entfernt aufgewachsen, ca. 100 Meter entfernt zur Schule gegangen und habe ca. 20 Meter daneben geheiratet. Nein, nicht in der Kirche, sondern im daneben liegenden Standesamt. Ach ja, die Hochzeitsnacht haben wir im Hotel gegenüber verbracht.

Also Sachen gibt es...

Sonntag, 18. Januar 2009

Ich hab sie...

Ich war gestern ja in Senftenberg, wo der 3. Hallenmarathon stattfand. Na ganz so verrückt war ich dann doch nicht. Es sollten nur die 10000 m in der Halle sein und am späten Nachmittag noch als Zugabe der 10km-Paarlauf mit Beate. Und auf Grund des derzeitigen Matschewetters fand ich die Idee gar nicht mehr so schlecht.

Da es recht kühl in der Halle war, galt es sich gut warmzulaufen. Dabei habe ich erst mal die Steilheit der Kurven gesehen, das ging wirklich extrem nach oben. Und lockere Beine hatte ich auch nicht. Da ich in der letzten Zeit keinerlei Tempotraining und auch nur wenige km gemacht hatte, wusste ich nicht, was ich laufen kann. Nur aufs Podest wollte ich, durchaus möglich bei nur 4 Läuferinnen von den insgesamt 41 Startern.

Und dann ging es um 11 Uhr los, 40 Runden auf der 250m-Bahn. Zu Beginn habe ich es verhalten angehen lassen, ich hatte mich auch ganz hinten hingestellt, was mir beinahe zum Verhängnis geworden wäre, denn es zählte die Zeit ab Startschuss. Dafür wurde jede Runde gestoppt und die Zeit wurde auf einem Monitor eingeblendet. Die ersten Runden waren etwas zäh, doch dann war ich in dem Lauf drin. Die km-Zeiten immer knapp unter 5 min, was mich nun von einer gewissen Schallmauer träumen lies. Ab km 7 wurde es aber schwerer und bei km 8 hatte ich dann eine Durchgangszeit von genau 40 min. Sollte es doch nicht reichen? Also Augen zu und durch. Einen km weiter hatte ich dann schon 2 sec gutgemacht, ja so knapp war es, und durchs Ziel bin ich dann mit einem kleinen Schlussspurt in 49:53 min. Überglücklich, nun die 50 min geknackt zu haben. Damit bin ich dann 2. geworden, nur 33 sec hinter einem jungen Mädel von einem Sportclub. Diese habe ich den ganzen Lauf nie gesehen, da sie sich ganz am Anfang einen Vorsprung herausgelaufen hatte und dann immer im gleichen Tempo eine halbe Runde vor mir hergelaufen ist.

Danach bin ich ordentlich ausgelaufen, schließlich hatte ich ja noch was vor. Um 16:30 Uhr erfolgte dann der Startschuss zum Paarlauf.

Mit Beate vor dem Start

Um 16:30 Uhr erfolgte dann der Startschuss zum Paarlauf. Dabei musste jeder 1000 m (4 Runden) laufen und dann den Staffelstab an seinen Partner übergeben. Ich bin für uns in 4:40 min angelaufen, dafür hatte Beate den Schlusspart.

Noch mal anfeuern nach der Stabübergabe

Dieses Rennen hat unwahrscheinlich viel Spaß gemacht. Die Zuschauer haben für tolle Stimmung gesorgt, zwischendurch konnte man sich verpflegen und mit anderen Läufern quatschen. Für uns hat es zwar nur zum letzten Platz gereicht, aber mit der Zeit von 52:18 min sind wir sehr zufrieden. Ich bin alle Intervalle deutlich unter 5 min gelaufen und das nach dem anstrengenden 10km-Lauf. Aber auch Beate hat sich deutlich gesteigert. Ralf und Jan aus dem Forum sind in einem spannenden Rennen sogar Gesamtdritter geworden.

Sagte ich eigentlich schon, dass ich gestern ganz viel Glück hatte ;o) ?
Ohne diese genaue Rundenanzeige hätte ich die 50 nicht gepackt. Denn bei einem normalen Rennen kontrolliere ich nicht so sekundengenau, sondern laufe halt so schnell, wie es geht, ohne vielleicht das allerletzte rauszukitzeln.

Ein wirklich schöner Tag und vielleicht überlege ich mir das noch mit dem Marathon, denn es war schon eine tolle Atmosphäre, als der Nachtmarathon im Dämmerlicht gestartet wurde.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Pechsträhne

Wenn man schon genug Stress hat, macht man sich noch zusätzlich welchen ;-).

Gestern bin ich später als geplant aus dem Büro losgekommen. Zu Hause wartete Töchterchen auf das Auto, da sie zum Sport wollte. Also schnell noch was einkaufen, mit vollbepackten Händen schnell zum Auto, mangels Fernbedienung schnell den Kofferraum aufschließen, ganz schnell die Hände freibekommen und noch schneller die Klappe wieder zuschmeißen. Nun schnell einsteigen, doch wo ist der Schlüssel???

Das war genau der Moment, den ich schon viele Jahre befürchtet und noch nie erlebt hatte. Den Schlüssel musste ich mitsamt den ganzen Tüten im Kofferraum hab fallen lassen. Was nun? Ich hatte nun viel Glück im Unglück. Das Handy am Mann (Frau) und mein Mann war noch auf Arbeit. So hat er mich abgeholt, zusammen ging es nach Hause, den 2. Schlüssel hatte ja meine Tochter. Der Rest war dann Routine. Töchterchen wieder in die Stadt gefahren, Schlüssel im Auto gefunden, Einkäufe umgeladen und wieder nach Hause gedüst.
Kurz danach ging es noch mal in die Stadt zum Line Dance. Die viele Fahrerei ist eben der Nachteil, wenn man auf dem Dorf wohnt...

Heute nun wollte ich Wäsche aufhängen, Laufklamotten, was sonst. Und jedes Mal habe ich Probleme mit diesem doofen Wäscheständer. Aber heute kam es richtig heftig. Ich habe ihn einfach aufspringen lassen und hatte doch die kleine Fußzehe im Scharnier, weil ich mit dem Fuß erst dagegengedrückt hatte. Da habe ich richtig die Englein singen hören. Es sah auch gleich ganz dick aus, aber Frank kam gleich mit Eis angerannt. Das hat super geholfen und es scheint zum Glück auch nichts weiter zu sein. Wäre auch fatal, wo ich doch am Samstag 10 km laufen will.

Ja, laufen. Dazu habe ich im Moment auch nicht die rechte Lust. Ich bin durch den ganzen Arbeitsstress ganz schön geschlaucht. Vorgestern 5 km im Dunkeln durchs Dorf waren keine wirkliche Freude, aber es war auch matschig und rutschig. Dafür waren die beiden Läufe am Wochenende sehr schön. Am Samstag 12 km mit der Kamera durch den Winterwald und am Sonntag mit der Laufgruppe bei strahlendem Sonnenschein und fester Schneedecke 13 km nach Lawitz und Neuzelle.



Unsere Dorfkirche und der Jugendklub
Schade, dass es jetzt taut und die ganze weiße Pracht so dahinschmilzt.

Mittwoch, 7. Januar 2009

Mann im Mond

Wie jedes Jahr Anfang Januar tobt im Büro der Wahnsinn. So war ich gestern erst gegen 20 Uhr zu Hause und bei -18°C und auch wegen der am Abendbrottisch wartenden Familie bin ich dann nicht mehr gelaufen. So musste also der heute eigentlich lauffreie Mittwoch herhalten.

Um mich gar nicht erst nochmal drüber nachdenken zu lassen, habe ich mein Auto meiner Tochter überlassen und die Laufklamotten mit auf Arbeit genommen. Und ich habe mich schon den ganzen Tag auf diesen Lauf gefreut. Der erste nach 3 anstrengenden Arbeitstagen. Auch ein tagsüber tobender Schneesturm hat meine Vorfreude nicht trüben können. Meine Kollegin hat mich etwas sehr ungläubig und mitleidig angeschaut, als ich ihr mein Vorhaben kundtat. Bei diesem Wetter!?
Gegen 18 Uhr bin ich dann los, bei inzwischen milden -5°C. Und dieLuft war nicht mehr so eisig wie an den Vortagen, auch wenn der Wind teilweise sehr kalt war. Die Radwege zu Beginn und auch später die Waldwege haben sich sehr gut laufen lassen. Der Schnee war fest und kompakt und glatt war es nur auf dem kurzen Stück Straße, dass ich nicht vermeiden kann.

Als ich los lief, sah ich schon den Mond scheinen. Aber in der Stadt hat er bei den Straßenlaternen nicht so die Wirkung. Doch dann ging es in den Wald und es war taghell. Das Licht des Mondes wurde durch den Schnee unwahrscheinlich stark reflektiert. Später schoben sich immer wieder Wolken vor dem Mond, trotzdem war es noch sehr hell. Aber wenn die Wolke vorübergezogen war, wurde es wieder richtig hell. Ganz so, als ob der Mann im Mond sein Licht angeknipst hat. Und er muss heute richtig Langeweile gehabt haben, denn dieses Spiel wiederholte sich ständig auf den letzten Kilometern, die durch meinen Wald gingen. Ein richtiger Märchenwald mit viel Schnee auf den Bäumen, der im Mondlicht glitzerte.

So war ich dann nach 11,5 km unglaublich entspannt und den Kopf befreit, zu Hause. Genau das sind die Läufe, die mir so richtig klarmachen, warum ich laufe.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Das war 2008

Bevor es zur großen Feier geht, gibt es noch einen kleinen Rückblick.

Von einem erfolgreichen Silvesterlauf zurück, bei dem ich meine Vorjahreszeit um über 2 min unterboten habe, binich sportlich mit dem Jahr 2008 mehr als zufrieden. Vor allem, weil ich im 1. Halbjahr überhaupt nicht von der Stelle kam und mich eher rückwärts entwickelte. Als das Problem erkannt und behoben war, ging es mit Riesenschritten vorwärts. Plötzlich war ich in der Lage Zeiten zu laufen, von denen ich schon nicht mehr geträumt hatte. Am beeindruckensten dabei war die City-Nacht in Berlin. Dort habe ich mich in der Startaufstellung bei sub55min einsortiert, obwohl ich nicht mit so einer Zeit rechnete. Und dann zeigte mein Garmin unglaubliche Pace-Zeiten, die ich dann weggeblendet habe, um nur noch nach Puls zu laufen. Es war ein unglaubliches Gefühl, plötzlich viel schneller als gedacht laufen zu können und sich dabei nicht so quälen zu müssen wie vorher.

Während ich mit den erreichten Zeiten total zufrieden bin, habe ich meine ursprünglich angepeilten 2000 km für das Jahr nicht ganz erreicht. 1952 sind es geworden, erstaunlicherweise im 2. Halbjahr sogar 20 weniger als im ersten. Dort gibt es also für das kommende Laufjahr noch genug Potential. Aber dieses Jahr hatte ich auch manchmal wenig Zeit zum Laufen, bedingt durch die beiden Skiurlaube und die Städtereisen nach Paris und Riga. Das wird im nächsten Jahr eingeschränkt, wir haben ja schließlich Wirtschaftskrise ;-).
Neben der Stadtmeisterschaft bin ich in diesem Jahr 3 mal die 10 km, 6 mal Halbmarathon und als Krönung den Berlin-Marathon gelaufen. Gerade diese Wettkämpfe sind das Salz in der Suppe, sie machen Spaß und man ist jedes Mal stolz, wenn man das Ziel erreicht hat.

Nicht ganz einfach ist es für mich, das 2. Hobby, den Line Dance, in die Lauferei einzubauen. Manchmal habe ich keine Lust, mittwochs abend noch zum Training zu fahren. Aber danach bin ich immer froh, mich aufgerafft zu haben. Zum Glück lerne ich neue Tänze recht schnell, so dass ich im Gegensatz zur Anfangszeit nicht außerhalb der Trainings üben muss. Viel Spaß haben dann diverse Auftritte oder auch die Country-Weihnacht gemacht.

Privat gab es im vergangenen Jahr die Jugendweihe unserer Jüngsten. Und unsere Große hat ihr letztes Schuljahr begonnen. Auch ein Berufswunsch zeichnet sich schon ab. Wir sind gespannt, wie alles läuft.

Insgesamt war es also ein gutes Jahr, mit einem Wehrmutstropfen. Denn beruflich stehen Veränderungen an, keiner weiß genau, was uns erwartet. Wir müssen es auf uns zukommen lassen, aber ein bisschen zermürbend ist es schon.

Doch heute wird erst mal gefeiert und getanzt.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2009 !

Montag, 29. Dezember 2008

Winterweihnacht in Tirol

Schön war er, unser Urlaub in Tux. Nur leider viiiel zu kurz.

Uns war vorher gar nicht bewusst, dass unsere Super-Pension auf 1300 m über dem Meeresspiegel liegt. Aber zum Glück haben wir diese bei heftigem Schneetreiben rechtzeitig erreicht, bevor die Zufahrtsstraße wegen Lawinengefahr gesperrt wurde. Am folgenden Tag schneite es weiter und die Lawinen wurden künstlich gesprengt. Schon ein mulmiges Gefühl, wenn man dies, auf der Piste stehend, hört.

Am Heiligen Abend zeigte sich der Winter von seiner allerbesten Seite. Strahlender Sonnenschein und klare Sicht, so dass wir ungeplant mit dem Skibus zur Talstation des Hintertuxer Gletschers gefahren sind. Von dort ging es 3 mal mit den sog. Gletscherbussen auf eine Höhe von 3.250 m, wo uns dieser gigantische Ausblick erwartete.


Doch bevor wir uns an die Abfahrt machten, gab es noch einen Abstecher in den dortigen "Eispalast". Dieser entpuppte sich als naturbelassenene Gletscherspalte, die erst vor kurzem entdeckt wurde und vielleicht im nächsten Jahr schon nicht mehr so weit wie zur Zeit geöffnet ist. Dafür mussten wir durch den Tiefschnee einen Abhang hinunterklettern, in ein einen Meter großes Schneeloch kriechen und dann durch das Eis, mit Karabinerhaken gesichert, über Leitern auf den Spaltengrund hinabklettern. Und das alles mit den steifen Skischuhen.
Die vielen Eiszapfen, künstlich angeleuchtet, zauberten eine tolle Stimmung. Man durfte nur nicht so genau drüber nachdenken, dass man auf einer nur einen halben Meter dicken Eisschicht stand und sich darunter ein 15 m tiefer See befindet ;-). Darüber war die Spalte ebenfalls 15 m hoch geöffnet und von einer 10 m dicken Schneeschicht bedeckt.
Danach kletterten wir das Ganze wieder retour nach oben, bei der dünnen Luft kein leichtes Unterfangen. Dank meiner noch etwas vorhandenen Kondition war ich als erste am Ausgangspunkt zurück und setzte den Bergführer über mein frühes Auftauchen etwas in Erstaunen ;o).
Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis, aber wir waren auch ein wenig froh, wieder das Tageslicht zu sehen.

Danach haben wir uns dann an die Abfahrt gemacht, die uns exakt 1750 Höhenmeter abwärts auf 1500m über Null brachte. Dabei ging es über riesige breite Pisten, immer mit gigantischem Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Einfach unbeschreiblich schön!!!




Nach dem Skifahren gab es jeden Nachmittag mit unseren Freunden unsere obligatorische Adventsstunde bei Tee mit Rum, Stollen, Plätzchen und Kerzenschein.
So war auch für genügend behagliche Weihnachtsstimmung gesorgt. Ein rundum gelungener Urlaub!

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Frohe Weihnacht!

Ein bisschen früh, aber besondere Umstände erfordern dies.

Zum ersten Mal sind wir Weihnachten komplett verreist. Und das wider Erwarten zu viert, d.h. unsere beiden großen Mädels kommen auch mit. Zusammen mit Freunden und deren halbwüchsigen Zwillings-Jungs geht es übermorgen nach Österreich in die Skiferien.
Neben dem üblichen Gepäck werden wir dieses Jahr zusätzlich noch eine kleine Pyramide, ein Räuchermännchen, selbstgebackenen Stollen, eine Gitarre und natürlich auch Geschenke in unser Mausgesicht verstauen (so haben die Kinder unsere Familienkutsche genannt ;-)).
Ich bin schon ganz gespannt, denn zum einen entfällt der übliche Weihnachtseinkaufs- und kochstress, zum anderen aber auch der liebgewonnene Kirchenbesuch am Heiligen Abend in unserer urigen Dorfkirche.
Das heißt, dass es dieses jahr andere Weihnachten sind als sonst. Aber sie werden mindestens genauso schön und haben Schneegarantie :-), in unseren Breiten keine Selbstverständlichkeit.

Ich wünsche allen ein fohes und besinnliches Weihnachtsfest!

Samstag, 13. Dezember 2008

Nachtrag Weihnachtsstimmung

Ja, ich konnt´s nicht lassen und bin heute im Hellen hin.

Der Weihnachtsbaum und die Pyramide standen doch tatsächlich auf einem kleinen Platz, das konnte ich im Dunkeln nicht erkennen. Und links steht noch ein klitzekleiner Weihnachtsbaum.

Wie gesagt, dort stehen nur 4 oder 5 Häuser, deren Bewohner sich ihre eigene kleine Weihnachts-Idylle geschaffen haben.

Diese Pyramide muss man sich jetzt beleuchtet und drehend vorstellen ;-).

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Weihnachtsstimmung mitten im Wald

Heute ist es den ganzen Tag nicht richtig hell geworden, es war immer so grau-trübe. Und deshalb habe ich auch meine Stirnlampe mitgenommen, als ich nach Feierabend zu meinem Lauf aufgebrochen bin.
Viel zu schnell wurde es dann im Wald dunkel und da der Waldboden durch Forstfahrzeuge sehr uneben und zerfurcht war, habe ich sie beizeiten einschalten müssen. Es war kein schöner Lauf, ständig musste ich auf der Hut sein, nicht zu stürzen oder in ein Loch zu treten. Ein bisschen war es heute auch ein Testlauf für eine größere Runde bei Vollmond und zumindest die ersten 8 km der Strecke sind glatt durchgefallen. Das macht einfach keinen Spaß, bis auf...

Ja, und dann kam der Aha-Effekt völlig unvermittelt. Auf dieser Runde komme ich durch die Enklave unseres Dorfes, 3 km von uns weg mitten im Wald gelegen. Dort stehen mehrere kleine Häusschen und schon von weitem strahlten die Straßenlaternen ein warmes Licht aus. Und dann beim Durchlaufen stand ich plötzlich vor einem beleuchteten Weihnachtsbaum und einer 2,50 m hohen dreistöckigen Pyramide, mit elektrischen Kerzen und gedreht hat sie sich auch. Ich war so fasziniert davon, dass ich eine Weile davor stehen geblieben bin und mich von dieser tollen Stimmung habe einnehmen lassen.
Die letzten 4 km bis nach Hause, dann auf befestigtem Schotterweg, flogen nur so dahin. Unterwegs kam mir dann die Erkenntnis, dass ich dort ja noch nie im Dunkeln war und so was Schönes deswegen noch nicht bemerken konnte.
Einmal werde ich in den nächsten Tagen bestimmt noch mal hinlaufen und dann eine Kamera einstecken. Vielleicht spielt ja auch der Mond mit!

Sonntag, 30. November 2008

"Bergläufe" und mehr

Naja, echte Bergläufe, die ich noch nie gemocht habe, sind in unserer Gegend nicht wirklich möglich. Aber so ein bisschen...

Diese Woche sollte die erste seit dem Marathon mit 4 Läufen werden. Und ich habe es eingehalten, jawoll.
Am Dienstag brauchte meine Tochter das Auto, so dass ich von Arbeit nach Hause gelaufen bin. Vorsichtshalber hatte ich die Stirnlampe eingesteckt, aber durch den noch reichlich vorhandenen Schnee war sie überflüssig. Es ist doch einfach unglaublich, wieviel man auch im dunklen Wald sieht, wenn auf den Wegen Schnee liegt. Es war ein richtig toller Lauf bei herrlicher Luft. Und als ich gegen 17 Uhr zu Hause aufschlug, hatte ich meine Einheit schon hinter mir. Genial.

Am Donnerstag plagte mich lange die Unlust, aber gegen 19 Uhr bin ich dann doch vor die Tür. Da mir bei bewölktem Himmel nur die 1,3km-Dorfrunde blieb, habe ich mich für etwas Abwechslung entschieden. Nach 2 Runden einlaufen bin ich 6 mal den kurzen knackigen Anstieg bei uns im Wohngebiet hochgesprintet und anschließend locker wieder runter gerollt. Für die 115 m habe ich jedes Mal 35-37 Sekunden benötigt, war also sehr gleichmäßig und darauf kam es an. Es war anstrengend, aber eine nette Abwechslung, die ich ab jetzt regelmäßig einbauen werde. Das hatte ich übrigens schon im letzten Jahr vor, aber mangels Kraft nie versucht. Jetzt weiß ich ja, warum mir die Kraft fehlte.

Gestern dann ein lockerer Lauf auf meiner 7,5km-Standardrunde, bei der ich auch immer zügiger unterwegs bin. Mittlerweile sind es ca. 40 s schneller als vor einem halben Jahr.

Heute bin ich wieder mit Bianka zusammen gelaufen. Erst ging es bis fast nach Müllrose, auf dem Radweg nach Schernsdorf und durch den Wald zurück. Dabei muss kurz vor dem Ziel noch mal ein längerer giftiger Anstieg bewältigt werden, den ich des öfteren schon gehen musste. Nicht so heute. Nachdem wir zu Beginn des Laufes beide Startschwierigkeiten hatten, sind wir diesen Berg relativ locker hochgekommen.Und weil wir gerade so drin waren, haben wir noch eine zusätzliche Schleife eingelegt, so dass am Ende genau 21 km auf dem Garmin standen.
Vielleicht entwickle ich mich doch noch zu einer Bergziege ;-).

Sonntag, 23. November 2008

Der erste Schnee

Da wir am Freitag abend uns mit Freunden getroffen haben und keiner mit dem Auto zurück fahren wollte, haben wir kurzerhand in der Stadt übernachtet. Für mich die Gelegenheit, am Samstag morgen nach Hause zu laufen. Da es über Nacht etwas geschneit hatte, bin ich bei strahlendem Sonnenschein, Temperaturen knapp unter Null und einer Puderzuckerschicht auf den Wegen los. Herrlich, die klare Luft. Auch wenn mein Puls nach einigen Gläsern Rotwein am Vorabend recht hoch war, bin ich nach 13 entspannten Kilometern zufrieden zu Hause angekommen.

Heute sind dann Bianka und Dieter zu mir gekommen und wir haben bei noch mehr Schnee den Weg nach Pohlitz über Rautenkranz eingeschlagen. Danach ging es weiter auf dem Eisvogelpfad und im Wald Richtung Grube Puck sah es wie im Wintermärchen aus. Zwischendurch blitzte die Sonne durch und schuf eine zauberhafte Stimmung. Nach 16,5 km waren wir wieder in meinem verschneiten Dorf. Zufrieden, aber auch geschafft, denn eine Pace von 6:14 min/km ist für mich bei der nicht einfachen Strecke sehr zügig.

Samstag, 15. November 2008

Riga

Unser überraschender Kurzurlaub nach Riga ist schon eine Weile her. Trotzdem aber noch ein paar Eindrücke von dieser wirklich schönen Stadt.

Dies hier war der erste Blick, den wir von unserem Hotelzimmer in der 20. Etage hatten. Einfach gigantisch. Geprägt wird die Silhouette von vielen Kirchenbauten aller Glaubensrichtungen.


Die "Freiheitsstatue" von Lettland, stets von Soldaten bewacht


Es gibt viele schöne Häuser in Riga und Teile der Stadt sind Weltkulturerbe


Die Nationaloper, wie viele Bauten aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts


Es gibt viel Grün und ausgedehnte Parks mitten in der Stadt


Im Hintergrund unser Hotel. Total renoviert und in der 26. Etage befindet sich die Skyline-Bar, unser Ziel am Abend ;-)


Die deutsche Botschaft


Der Fernsehturm im Abendhimmel und rechts ein Relikt aus "sowjetischen Zeiten"


Wir entdeckten ein lettisches Restaurant, welches in deutscher Sprache warb

Dort war es richtig urig, überall brannten Kerzen (kommt wegen Kamerablitz nicht so zur Geltung), aber die lettische Küche ist sehr deftig und gewöhnungsbedürftig. Dafür hat der lettische Glühwein geschmeckt

Es war schön in Riga und mit diesem Blick verabschiedeten wir uns

Sonntag, 9. November 2008

Experiment nicht ganz geglückt ;-)

Nach den ganzen eisenmangelbedingten Querelen des Jahres und dem überaus geglückten Berlin-Marathon hatte ich mir für den Rest des Jahres läuferisch nichts Konkretes vorgenommen. Einfach laufen wie es kommt.
Nun wurde ich aber erst von Fußbeschwerden ausgebremst, im Urlaub waren wir auch zwischendurch, so dass bis zum Branitzer Parklauf, 4 Wochen nach dem Marathon, nur 53 km auf der Habenseite standen. Deswegen war ich über eine neue PB sehr erstaunt.
Und da Kathrin 2 Wochen nach diesem 10er einen Halbmarathon-Testlauf machen wollte, war das die Gelegenheit, auch mal zu schauen, was geht.
In der Woche nach dem 10er habe ich ziemlich intensiv trainiert. Aber eher auf´s Tempo gedrückt, mein längster Lauf waren zügige 15 km. Diese Woche hatte ich dann davon schwere Beine, so dass ich mich nur zu einem Plapperlauf mit Kathrin aufraffen konnte.

Gestern ging es dann früh am Morgen bei Dauerregen nach Forst. Da wir viel zu viel Zeitpuffer wegen eingeplantem Verfahren hatten, Forst aber ohne Umwege erreichten, waren wir die ersten Anmelder. Und so bekam ich die Startnummer 1 und Kathrin die 2. Wir hatten noch viel Zeit bis zum Start zu überbrücken, darüber hat Kathrin ausführlich berichtet.

Der Startschuss an sich kam dann für mich zu früh ;-). Ich war nämlich noch mit dem Einschalten des MP3-Players beschäftigt, ich hatte nicht mal Zeit, die Stoppuhr zu drücken. Somit war ich dann noch eine ganze Weile beim Laufen damit beschäftigt, die ganze Technik in Betrieb zu nehmen und anschließend zu verstauen, denn es regnete in einem Fort. Zum Glück bekam ich noch mit einem Auge mit, dass ich zu schnell gestartet bin und habe mich runter gebremst. Das war übrigens der erste Wettkampf, den ich mit Musik im Ohr bestritt, da ich mit viel Einsamkeit auf der Strecke rechnete. Diese Entscheidung war im Nachhinein genau richtig.

Natürlich wollte ich nach dem 10er auch in Forst eine neue PB probieren. Dafür musste ich mit einer Pace von 5:25 min laufen. Der erste km war etwas langsamer, doch dann habe ich mein Tempo gefunden. Beim Auswerten des FR habe ich festgestellt, dass ich die nächsten 9 km in genau dieser Pace gelaufen bin. So gleichmäßig hatte ich es gar nicht in Erinnerung. Denn die Strecke ging auf einem endlosen Damm gefühlt immer leicht bergan, auch auf dem Rückweg ;o). Ab km 5, als die 10km-Läufer abbogen, wurde es dann richtig einsam. Nur einige 100m vor mir sah ich 2 Läufer, einen mit Zopf, also eine Frau. Sie habe ich als Ziel anvisiert, doch ich kam nicht wirklich viel näher heran. Km 11 war dann auf Grund des Wendepunktes und der Getränkestelle etwas langsamer. Danach habe ich meinen Früchteriegel gegessen, der mir richtig Auftrieb gab. Und plötzlich verringerte sich der Abstand zu den Beiden rapide. Bei km 13 war ich dann endlich vorbei und sie konnten mein immer noch gleichmäßiges Tempo nicht mitgehen. Doch nach km 15 war es dann auch bei mir mit der Leichtigkeit vorbei. Ich bin langsamer geworden und habe auf den letzten 6 km 50 Sekunden verloren. Aber zu einem Schlussspurt hat es noch gereicht, weil ich kurz vor dem Ziel noch einen Läufer überholen konnte. Somit sind es 1:54:59 h geworden, genau 36 Sekunden über meiner Bestzeit.
Damit muss ich zufrieden sein und bin es auch. Denn was über 10 km klappt, mit relativ wenig Training Bestzeit zu laufen, funktioniert über mehr als die doppelte Distanz noch lange nicht! Denn mir haben einfach die längeren Läufe und damit das Stehvermögen gefehlt.

Danach erst mal die nassen Klamotten runter, die das dreifache Gewicht durch den Regen hatten, und nach der Dusche gab es die Siegerehrung. Kathrin hat mit einer phänomenalen Bestzeit nicht nur unsere AK, sondern auch die Gesamtwertung gewonnen und ich bin AK-2. (von 2) und 5. von nur 7 Frauen, die sich die Strecke angetan hatten, geworden.

Und dann, zu Hause, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: irgendwie hatte ich die falsche Startnummer erwischt ;o).