Freitag, 28. Dezember 2012

Auszeit in Zypern I

Ende November waren wir eine Woche in Zypern und sind somit dem tristen Grau zu Hause entflohen.
In Zypern waren angenehme Temperaturen knapp über 20 Grad und vor allem reichlich Sonne.
Gleich am 2. Tag ging es mit einem kleinen Bus in das Troodosgebirge und bei dieser sehr individuellen Fahrt bekamen wir viel zu sehen.
 
So waren wir am Felsen der Aphrodite und
 haben der alten Stadt Kourion einen Besuch abgestattet.
Diese stammt aus dem 14.-12. Jhd. v. Chr.und man wusste damals schon, wo es die schönsten Bauplätze gibt. Nämlich mit Blick auf das Meer ;-)
In einem relativ gut erhaltenen Haus gab es wunderschöne Mosaiken zu bewundern. 
 Anschließend ging es in das Weindorf Omodhos mit vielen kleinen Gässchen.
 Auch eine alte Weinpresse konnte besichtigt werden.
 Nach einer kurzen Stärkung
ging es mit dem Bus duch die schöne Landschaft
um anschließend eine Wanderung durch die Weinberge zu unternehmen
 
Nicht nur bei uns gibt es Gastarbeiter
 die die süßen Früchte ernten
Am Ende der Wanderung spiegelte sich dann die schon relativ tief stehende Sonne, die hier oberhalb des Fotoausschnittes ist, im Meer.

Ein wunderschöner Ausflug ist so zu Ende gegangen.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnachtslauf

Heute fand unser alljährlicher Vereins-Weihnachtslauf statt. Neben vielen Vereinsmitgliedern haben sich auch Gäste eingefunden. Und sogar Kathrin konnte dieses Jahr dabei sein.
Schnell hat sich eine Truppe mit Bianka, Beate und Kathrin gefunden. Zusammen sind wir durch das schön verschneite Schlaubetal gelaufen.
 Fotostopps gab es an unseren Lieblingsplätzen wie diese Krippe
 und die kleine Wassermühle, die mitten im Wald steht und zum Teil eingfroren war.

Eilig hatten wir es heute sowieso nicht, ist ja schließlich Weihnachten.
Anschließend gab es heißen Tee, Glühwein und Bratwurst. Schön war es wieder!

Ich wünsche allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

Montag, 10. Dezember 2012

Winterlauf

Ich habe bisher noch keine ausreichende Zeit und Muße gefunden, die Bilder von unserem wunderschönen Zypern-Urlaub zu sortieren und davon zu berichten. Derzeit bin ich beruflich und privat stark eingespannt, aber das ist wohl in der Vorweihnachtszeit immer so.
Deshalb gibt es eben erst mal ein paar Schnee- statt Sonnenfotos ;-).
 
Am Samstag war es knackig kalt, aber ich habe mich gut eingepackz und mit Icebugs beschuht auf die Socken gemacht. In der Weihnachtszeit ist bevorzugt dieser Platz in der Exklave unseres Dorfes mein Ziel, besonders in der schon frühen Dunkelheit.
Denn dann leuchtet der kleine Weihnachtsbaum und die Pyramide dreht sich im Kerzenschein. Dort mache ich immer eine Pause und lass diese wunderbare Stimmung auf mich einwirken. Ein Moment Innehalten in unserer manchmal so hektischen Zeit!
 
Danach kam sogar die Sonne raus und die Landschaft klitzerte unter dem frischen Schnee so herrlich.
 
Ein bisschen hat mir dieses Schild die Stimmung vermiest, denn statt wie geplant völlig entspannt durch den Winterwald zu laufen, war ich doch arg auf der Hut.  
 

Doch außer ein paar Jägern, die im Wald durch ihre Warnweste zu erkennen waren, blieb es ruhig. Trotzdem schlug ich dann eine Richtung ein, wo ich keine Jagd wähnte. Doch da hatte ich falsch gedacht, denn ich wurde durch einen Schuss aufgeschreckt. Das war dann aber nur das Zeichen zum Sammeln an der Feuerstelle, denn plötzlich tauchten aus allen Richtungen Jäger auf. Ein bisschen stinkig war ich, weil in dieser Richtung kein Warnschild stand, denn sonst wäre ich nicht dahin gelaufen...
 
Trotzdem war es ein schöner Winterlauf bei Bedingungen wie ich sie liebe!


Sonntag, 18. November 2012

Weihnachtsbäckerei

 
So sah es gestern nach der knapp achtstündigen Bäckerei aus. Lecker und wie ich finde, auch optisch schön!
 
Ich habe aber keinen Anteil daran, sondern das ist allein das Werk meiner Töchter.
 
Bei mir lief es am Freitag abend nicht ganz so erfolgreich, die erste Charge Stollen wanderte am Samstagmorgen in den Mülleiner :-(. Mein Hefeansatz war zu heiß. Doch da der erste Advent nicht ohne selbstgebackenen Stollen sein kann, nein, das geht GAR NICHT, habe ich mich gestern auch noch mal ans Werk gemacht. Nun bin ich zufrieden :-) und es kann Advent werden!
Aber erst, wenn wir aus dem warmen Süden zurück sind...

Dienstag, 30. Oktober 2012

Ultra-Spaß mit Rosi - Röntgenlauf 2012

Ich hatte mich ja schon vor längerer Zeit für den Röntgenlauf angemeldet, um dort meinen ersten Ultra zu laufen. Sozusagen als Generalprobe für den Supermarathon am Rennsteig. Neben einer tollen Landschaft gefiel mir die Ausstiegsmöglichkeit am Marathonpunkt, wenn es eben nicht gut läuft...
 
Nicht gut gelaufen ist meine Vorbereitung darauf. Nach der erfolgreichen Panoramatour in der Sächsischen Schweiz als ersten Höhepunkt bin ich bei einem Trainingslauf vermeintlich harmlos gestürtzt. Doch die Folge waren Ischiasprobleme. Ich konnte zwar laufen, doch ich habe es nicht übertrieben, zumal die ersten km immer sehr schmerzhaft waren. Endgültig geheilt war ich dann in unserem Urlaub im September, doch da habe ich zeitlich keine ganz langen Läufe hinbekommen. Tja, und am letzten Urlaubstag erwischte mich noch eine Erkältung... So habe ich seit Mitte August nur einen 29km-Lauf hinbekommen, der Rest war deutlich kürzer, aber wenigstens waren die Wochen-km teilweise über 60 km.
 
Auf Grund dessen war ich also im Gegensatz zu meinem läuferischen Umfeld nicht so überzeugt, den Ultra über 63 km zu schaffen!
 
Trotzdem freute ich mich schon sehr auf das Wochenende. So ging es am Samstag mit Bianka mit der Bahn nach Wuppertal, wo uns unsere Gastgeberin Yvonne abholte. Danach fuhren wir gleich nach Remscheid zur Pastaparty, um unsere Startnummern zu holen und noch ein paar Radiergummis zu treffen. Es war ein schöner Abend und die Vorfreude stieg.

Auf Grund der Zeitumstellung konnten wir es am nächsten Morgen etwas ruhiger angehen lassen und die Startzeit von 8:30 Uhr war dann doch nicht ganz so früh. Lediglich die Kleiderwahl bereitete Kopfzerbrechen, denn es sollte zwar sonnig, aber sehr kalt werden. Ich entschied mich dann für eine Thermolaufhose, ein dünnes langärmeliges Laufshirt, unsere Vereinslaufjacke. die etwas gefüttert ist und das Basecap mit einem Buff über die Ohren. Das war genau die richtige Wahl, mir war bis auf die ersten Meter weder zu kalt noch zu warm.

Um überhaupt eine Chance für den Ultra zu haben, habe ich beschlossen, mich Thomas und seinem erfahrenen Ultrakumpel Manfred anzuschließen und auch die Uhr nicht im Blick zu haben. Den gleichen Entschluss hatte auch Thomas` Bekannte Rosi, die ebenfalls ihren ersten Ultra lief. Wir wollten noch hinter den Walkern starten und konsequent jeden Anstieg gehen. Und von denen gab es genügend. Dann ging es los...

Ich muss zugeben, dass es für mich schon ungewohnt war, einen Lauf mit GEHEN zu beginnen, ich laufe Hügel ja ganz gern, doch es kam halt gleich nach dem Start ein Anstieg. Ich hatte es nicht eilig und verließ mich auf die Erfahrung der Beiden. Gelaufen sind wir dann, als es gerade wurde. Auf dem Weg bergab durch die Altstadt überholte ich dann noch Sigrid Eichner, die ja erst eine Woche zuvor im Schlaubetal war. Nach der Altstadt ging es wieder bergauf und wir gingen auf Yvonne und Giselle auf. Während Yvonne nun Fersengeld gab und eine tollen Halbmarathon lief, blieb Giselle bei uns. Sie fühlte sich gesundheitlich nicht auf der Höhe. Thomas blieb dann auch etwas zurück und meinte zu Rosi und mir, dass wir uns an Manfred orientieren sollten. Das taten wir dann auch. Anfangs mal vor oder hinter ihm, auch jeder für sich, aber ihn immer im Blick. Er pfiff dann Rosi auch stets zurück, wenn sie an den Anstiegen nicht konsequent ging, ich tat es immer unaufgefordert, aus Respekt vor der Strecke. So vergingen die ersten 10 km wie im Fluge und ich überlegte, dass dieser Abschnitt nur noch 5 mal kommt und das doch gar nicht so viel ist... Mir ging es einfach gut. Noch!
Mittlerweile lief ich mit Rosi gemeinsam, wir unterhielten uns nett und die km flogen dahin. Vom Lauftempo passte es gut, wir haben auch ähnliche Bestzeiten und so funktionierte das. Bei km 20 musste ich dann mal ins Gebüsch abbiegen, viele Gelegenheiten gab es nicht. Rosi wollte nicht allein weiterlaufen und friemelte lieber ein Steinchen aus dem Schuh. Kurz danach kam dann der Anstieg zur Prosecco.Bar (das kannte ich noch gar nicht), wo ich mir auch ein Schlückchen genehmigte. So ging es dann gemeinsam durch das HM-Ziel in ca. 2:30 h. Manfred war immer in unserer Nähe, bei den Anstiegen ging er an uns vorbei, bergab waren wir etwas schneller.

Danach wurde es richtig diesig, die Sonne verschwand im Nebel und ich merkte, dass ich schon ein paar km in den Beinen hatte. Kälter wurde es dadurch auch. So ab km 24 war ich dann gar nicht überzeugt, die volle Distanz laufen zu können. Ich begann, für mich zu grübeln. Bei km 27 ging es einen ganz steilen Anstieg hoch, wo die Waden beim Gehen brannten. Doch danach ging es seicht bergab und man konnte sich gut erholen. Diese langen Passagen über dichtes Laub durch den Wald gehörten für mich mit zu den schönsten Stücken des gesamten Laufes und erinnerten mich an den Rennsteig. Irgendwann tauchte dann die Müngstener Brücke im Dunst auf, richtig mystisch sah sie aus. Bei km 31 merkte ich dann, dass ich versehentlich meine Uhr gestoppt hatte, nun hatte ich keine genaue km-Zahl, mir fehlten ca. 4 km.
Ich äußerte nun auch langsam gegenüber meinen Mitläufern, dass ich über einen Ausstieg nachdenke. Doch davon wollten Manfred und Rosi nichts hören. Ich sähe noch gut aus und es wäre nur eine Kopfsache... Bei km 35 war ich wieder der Meinung, es schaffen zu können, doch bei km 38 war ich endgültig so weit auszusteigen. Bis 50 km traute ich mir durchaus zu, aber dann noch einmal 13??? Niemals!
Was mich dann bewogen hat, bei km 39 ein Gel einzuwerfen, welches noch dazu fast gefroren war, weiß ich bis jetzt nicht. Doch danach ging es mir besser und als Rosi bei km 41 nachfragte, ob ich denn wirklich aussteigen will, stimmte ich zu weiterzulaufen, wenn sie bei mir bliebe. Gesagt, getan. Den letzten km vor dem Marathonziel konnten wir es leicht bergab rollen lassen und im Freibad (das Ziel) erwartete uns Beifall, nun auch Sonne und die Radiergummis. Die Cut-Off-Zeit hatten wir mit 5:20 h Brutto deutlich unterboten.

Wir wurden angesagt und am Ende des Bades haben wir uns in aller Ruhe verpflegt. Mir ging es wieder gut, nachdem ich meine Entscheidung getroffen hatte und mir war tatsächlich noch nicht so, als hätte ich schon einen Marathon in den Beinen. Kurz nach uns kam dann Manfred, doch nachdem wir wieder angelaufen sind, haben wir ihn bis zum Ziel nicht mehr gesehen. Er wollte auch ein wenig nach Thomas Ausschau halten...

Die nächsten km flogen dahin, Rosi und ich hatten viel zu erzählen und so war es echt kurzweilig. Erst deutlich nach dem 45km-Schild wurde mir bewusst, dass ich nun völliges Neuland erlaufe und teilte dies Rosi mit, der es ja genauso erging. An den Verpflegungspunkten ließen wir uns immer viel Zeit, probierten die leckeren selbstgemachten Müsliriegel, leckeren Kuchen und schwatzten mit den netten Helfern. Überhaupt herrschte eine tolle Atmosphäre, wir bekamen auch unterwegs viel Beifall und gerade wir Mädels wurden immer lautstark bejubelt.
Dann hatten wir auch km 50 mit einer Zwischenzeitmessung geschafft und langsam wurde es richtig schwer. Immer wieder begegneten uns zwei mit Rad von der Streckenkontrolle und meinten, wir sähen noch gut aus. Das machte doch immer wieder Mut. Konditionell hatten wir beide keine Probleme (wir waren ja auch entsprechend langsam unterwegs), aber die Beine meckerten an verschiedenen Stellen. Besonders bergab war übel, bei einem Steilstück waren wir dann sogar langsamer als auf dem folgenden Geradeausstück, weil es nur noch AUA in den Oberschenkeln war. Etwas verwirrt waren wir über die Streckenmarkierung, denn km 55 tauchte zweimal auf und auch sonst dachten wir, weiter zu sein, als von den Posten angegeben. Da auch Rosi mal versehentlich die Stopptaste gedrückt hatte, hatten wir keine genaue Anzeige.
Richtig feuchte Augen bekam ich, als wir an einer Gaststätte vorbeiliefen und es kurz danach über eine Straße ging. Dort haben alle auf der Terasse und das absperrende THW nur für uns Beifall geklatscht. Das war richtig emotional!
Ein richtig schönes Stück kam noch einmal an einer Talsperre entlang. Auf Laub-Boden durch die Sonne am Wasser entlang - traumhaft. Dort haben wir noch mal schön Strecke gemacht. Aber die letzten km haben wir uns sogar auf die Anstiege gefreut, um mal wieder gehen zu können ;-). Nur das Anlaufen danach war nicht so prickelnd.
Unsere Wahrnehmumg bzgl. der zurückgelegten km hatte uns nicht getrügt, denn das 60km-Schild tauchte dann schneller auf als erwartet. Dort hat Rosi eine Bekannte getroffen, so dass wir bei Brühe und warmen Tee noch etwas länger verweilt haben.
Doch dann ging es auf den allerletzten Abschnitt, der noch mal einen giftigen Anstieg brachte. Nicht so schlimm - Gehen war angesagt.
Bevor wir dann in Richtung Stadion abwärts gelaufen sind, haben wir fast noch die Sonne im Horizont untergehen sehen. Das war richtig schön!
Dann kam das Stadion in Sichtweite und am Eingang haben die Radiergummis gejubelt. Das war so schön. Da wir etwas zu zügig waren, gibt es davon nur ein Foto von hinten ;-). Danach ging es gemeinsam bei Brutto 8:20 h ins Ziel, wo wir uns erst mal in die Arme fielen.

Ich hatte es tatsächlich geschafft! Und das habe ich alles meiner Motivatorin und Mitläuferin Rosi zu verdanken. Das hat von Anfang an gepasst mit uns beiden und es war einfach schön mit dir, Rosi!


Nach einem alk-freien Weizen, einem leckeren Marathontaler (eine dortige Spezialität) und einer heißen Dusche gab es noch ein Gruppenfoto. Am Ende haben es alle geschafft und waren zufrieden.


Anschließend ging es noch in größerer Truppe ins Pfannkuchenhaus zum Feiern, wirklich urig war es dort und ein würdiger Abschluss eines tollen und langen Tages.


Nun bin ich wirklich eine Ultreuse. Geworden sind es 8:17:17 h, damit habe ich keinesfalls gewonnen und ist bei besserer Vorbereitung bestimmt ausbaufähig. Aber die Zeit war ohnehin total unwichtig beim ersten Ultra, ich habe mit Hilfe Anderer einen Sieg über mich errungen.
Dafür kann ich heute kaum geradeaus gehen, doch wie heißt es so schön: der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt!

Es war ein rundum schönes Wochenende. Speziellen Dank an Thomas und Manfred für die Tipps und das Bremsen und an Yvonne für Alles!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

6. Schlaubetalmarathon am 20.10.2012


Am 20. Oktober fand wieder unser nun schon 6. Marathon statt. Für mich ein denkwürdiges Datum: jährt sich doch mein allererster Marathon zum 5. Mal und das an gleicher Stelle.
Mittlerweile gehöre ich ja dem Schlaubetal-Marathon-Verein an und im Vorfeld gab es viel zu tun. An einem eigenen Start war nicht zu denken, aber einmal im Jahr auf der anderen Seite zu stehen ist auch schön.

Zu gewinnen gab es wieder riesige Pokale für die ersten. Ansonsten bekamen alle Starter eine wunderschöne Finisher-Medaille.
 
Und Starter gab es dieses Jahr zahlreich, genau 362 und damit einen neuen Rekord. Ein wenig ist das sicherlich dem herrlichen Wetter geschuldet, aber mittlerweile hat sich auch herumgesprochen, dass es im Schlaubetal wunderschön ist und viele Starter halten uns schon von Beginn an die Treue.
 
Legendär ist auch unsere Besenhexe, die dieses Jahr allerdings nicht das Rad nutzen sondern die Strecke zu Fuß bewältigen wollte und somit ihren ersten Marathon unter die Füße nahm.
 
 
Meine Aufgabe war es, neben der Startnummernausgabe den glücklichen Finishern im Ziel ihre Medaille zu überreichen. Außerdem habe ich den Streckenfunk von den Verpflegungsständen übernommen und so waren wir immer auf dem aktuellen Stand bezüglich der Erstplatzierten.
 
Hier habe ich unseren Kumpel Thomas im Ziel empfangen

und auch Elke zu ihrem 99. Marathon beglückwünschen können. Das sind auch für mich richtig emotionale Momente. Kann ich doch selbst einschätzen, was sie gerade geleistet haben.

Unsere Besenhexe Beate war auch schneller als gedacht im Ziel und wurde dort von der Marathonlegende Sigrid Eichner und einem Weizen ;-) im Ziel begrüßt.
 
 
Es war wieder ein unglaublich anstrengender und trotzdem wunderschöner Tag bei herrlichstem Wetter. Über viele positive Rückmeldungen haben wir uns sehr gefreut.
 
Da das Wetter am nächsten Tag immer noch so herrlich war, haben wir einen Ausflug mit dem Rad zur Bremsdorfer Mühle gemacht.
 
Nach einem leckeren Mittagessen wollte ich noch einen Teil der Marathonstrecke inspizieren und auch ein bisschen Schlaubetalluft einatmen. Nach dem es in der Vorwoche, als Kathrin und Erich zu Besuch waren und wir einen wunderschönen Lauf gemacht haben, so , also noch recht grün aussah 

ist es innerhalb einer Woche tatsächlich bunt und golden geworden.

Einfach wunderschön und Erinnerungen an meinen ersten Marathon vor genau 5 Jahren kamen hoch. Damals sah es auch so golden aus.

Einfach Mystisch
 
und in immer anderem Lichtspiel.
 
 
Das war der Abschluss von einem anstrengendem, erlebnisreichem und sehr intensivem Wochenende!
 


Dienstag, 15. Mai 2012

Rennsteiglauf 2012

Nachdem ich vor 2 Jahren den Halbmarathon gelaufen bin, im letzten Jahr der 100km Run&Bike anstand, sollte es dieses Jahr der Marathon werden. Also immer schön langsam steigern ;-).
Wieder hatte ich mit Binchen in Suhl Privatquartier bezogen mit allan Annehmlichkeiten. Vielen Dank an unsere Gastmutter.

Am Marathonmorgen kam dann noch Annekatrin zu uns gestoßen und

gemeinsam ging es mit dem Bus von Suhl nach Neuhaus, der Marathon-Startort.

Dort trafen wir noch auf Katrin, Tati und Matthi, so dass es ein schönes Vorstartfoto gab.
Danach wurde dann zum Schneewalzer geschunkelt und alle waren guter Laune. Das Wetter spielte auch mit, es blieb trocken mit ein wenig Sonnenschein und herrlicher Fernsicht.

Dann erfolgte der Startschuss und gemeinsam mit Binchen ging es durch dieses Starttor.

Sie wollte mit mir gemeinsam laufen, um auch selbst nicht zu überpacen, denn sie hatte gerade ein Verletzungspause überstanden. Doch da sie normalerweise um einiges schneller läuft als ich, gestaltete sich das gar nicht so einfach. Sie lief los, immer vor mir her und ich bremste, aber selbst das war für mein Gefühl noch ein zu schneller Angang. Und das Gefühl sollte mich nicht trügen. Bin ich doch eher jemand, der einen Marathon sehr defensiv angeht. Naja, als es nach 5 km erstmals in den Wald ging, bogen wir erst mal kurz ins Gebüsch ab, denn dann läuft es sich leichter ;-). Danach ließen wir es rollen, es ging recht eben dahin und machte Spaß. Bei km 9 kam dann der erste längere unnd steilere Anstieg, den wir laufend und überholend bewältigen. Bergauflaufen kann ich ganz gut. So erreichten wir dann bei km 19 auch relativ entspannt den Masserberg. Dort gab es erst mal einen Fotostopp und ausgiebige Verpflegung. Das haben wir uns aber an jedem Stand gegönnt und der berühmte Haferschleim ist einfach genial.

Danach ging es dann mind. so steil wie nach oben bergab. Und das war mein Dilemma. Da es für Binchen zu anstrengend war, bei mir zu bleiben, ist sie fortgerollt und hat unten auf mich gewartet. Ich kann einfach nicht bergablaufen, aber das fällt mir nicht erst seit Samstag auf.

Den Halbmarathon erreichten mit bei 2:14 h voll im Soll, unsere Wunschzeit von unter 5 Stunden sollte locker drin sein. Kurz danach begann dann die berüchtigte Hohlgasse mit - Anstehen. Also Zeit für ein Foto und zum Erholen. Doch was dann kam, übertraf alle meine Befürchtungen. Zum einen mussten wir ewig warten (für diesen km brauchten wir dann über 12 Minuten) und dann war es so steil, wurzelig, rutschig, dass man nur mit Springen und wieder Abbremsen vorwärts kam.

Dieser Abschnitt hat mir unendlich viel Kraft gekostet und ich hatte schon schlimmste Befürchtungen. Die nächsten km liefen sehr zäh, vor allem bergab und ich war auch nicht sehr kommunikativ in dieser Phase. Doch irgendwann lief es wieder besser, den langen und steilen Anstieg in Neustadt habe ich laufend und überholend bewältigt. Überhaupt musste ich bergauf nur bei km 32 und 38 gehen, als alle um uns rum gegangen sind. Das war also nicht mein Problem.
Aber eben bergab. Dort war ich nur unwesentlich schneller.
Und dann hatte ich noch ein Problem mit 2 Dingen, die mich teilweise nervten. Zum einen lief Binchen oft knapp vor ihr und sie schaute sich ständig nach mir um. Irgendwann sagte ich ihr das und sie unterließ das dann, wofür ich ihr sehr dankbar war. Gegen Ende des Rennens wurde die Zeit zu unserem Limit knapp, so dass sie ständig auf die Uhr schaute... Da bin ich auch anders gestrickt. Wenn ich merke, dass es nicht läuft, schaue ich gerade nicht auf die Uhr, um mich nicht noch mehr verrückt zu machen. Bei km 40, ich hatte gerade ein gute Phase, begannen bergauf meine Oberschenkel zu krampfen. So musste ich ab da langsamer machen. Bergab habe ich es mit Beine ausschütteln in den Griff bekommen, so dass ich dann den letzten Anstieg nicht im Rekordtempo, aber laufend bewältigen konnte. Binchen hatte noch Angst um mich, aber ich wusste, dass ich es ins Ziel schaffe. Dort sind wir dann in genau 4:56:03 h Hand in Hand eingelaufen. Und das hat für alles vorher entschädigt. Wir hatten es GEMEINSAM geschafft und dafür war ich ihr so unendlich dankbar! Im Ziel erwartete uns dann Anna, die einen Wahnsinns-HM als AK-4. gekaufen ist.

Nach dem Duschen und einer Erholungspause haben wir dann auf Annekatrin gewartet, die ihren 2. Marathon erfolgreich und strahlend gefinisht hat. Und wie es der Zufall so will, kommt in diesem Moment auch unsere Supermarathona Bianka ins Ziel. Das war Timing der Beiden und das Hallo und die Glückwünsche waren groß.

Abends wurde natürlich wieder ordentlich gefeiert - Rennsteig halt. Und auch die Siegerin des Supermarathons hat mit etwas Texthilfe das Rennsteiglied geträllert :-).

Geschunkelt wurde natürlich auch und das ein oder andere unbekannte Gesicht bekam einen bekannten Namen ;-).


Ja, das war der Rennsteig 2012 und wenn ich gesund bleibe, bin ich im nächsten Jahr wieder dabei. Denn den Rennsteig kann man nicht erklären - man muss ihn erleben!

Sonntag, 15. April 2012

Rauener Berglauf

Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, noch ein kurzer Rückblick der letzten Wochen:

Wie im vorherigen Post angekündigt, war ich im Februar beim Frostwiesenlauf. Da wir zwar strahlenden Sonnenschein aber auch -16 Grad hatten, bin ich nicht die 30 km gelaufen und war froh darüber. Die 20km-Runde habe ich wieder mit einer Lauffreundin schnatternd bewältigt. Wir waren auch recht zügig unterwegs, nur fielen ihr die letzten km schwer, da sie solche langen Läufe selten macht. Im Ziel bin ich dann umgedreht und habe noch einmal 3,5 km angehängt. Und da hatte ich dann einen richtig fiesen eisigen Gegenwind, der mich auch auf der 10km-Runde ereilt hätte. Deswegen war die Entscheidung gegen 30 km gut.

Ende Februar/Anfang März waren wir im Winterurlaub, wo ich reichlich Ski gefahren bin. Frank hat leider wieder Rückenprobleme bekommen, so dass er es nicht ganz so genießen konnte und es hat vorsichtig angehen lassen. Trotz eines 12km-Laufes an einem sonnigen Nachmittag bringt mich diese eine Woche aber immer aus dem Konzept und die Läufe anschließend sind ungewohnt langsam und schwerfällig. Trotzdem will ich nicht drauf verzichten, da muss ich wohl auch zukünftig durch.

Am 18. März stand dann der heimische Metallurgenlauf an, wo ich über 20 km gestartet bin. 4 Runden sind zwar nicht so prickelnd, aber dafür kenne ich die Runde in- und auswendig. Ich habe es vorsichtig angehen lassen und nach 10 km bzw. 2 Runden ein paar Frauen überholt. Danach hatte ich dann niemanden mehr in Sichtweite und musste ganz allein mein Tempo laufen. Gar nicht so einfach, aber ich habe es durchgezogen. Auch wenn ich mit 1:50:38 h nicht ganz so zufrieden war, unter diesen Umständen ist die Zeit wohl in Ordnung. Außerdem hatte ich einen leicht negativen Split, da ich nach 10 km bei 55:48 min durchgelaufen bin.

Eine Woche später war ich dann mit Beate beim Schneeglöckchenlauf in Ortrand. Während sie über 15 km gestartet ist, habe ich mir die 30 km gegönnt. Da der Start erst um 13 Uhr war, haben sich die 19 Grad zu diesem Zeitpunkt schon ausgewirkt. Sogar mir war auf dem ersten Streckenabschnitt, der über freies Feld ging, zu warm. Später im Wald war es dann angenehmer. Ich wollte locker um die 3 Stunden laufen, bin aber schon ganz schlecht in diesen Lauf reingekommen. Erst ab km 7 lief es und ab diesem Zeitpunkt begann ich dann mit Überholen. Bis zum Schluss habe ich so einige Läufer eingesammelt und wurde selbst nur noch von zweien überholt, weil ich dann auf den letzten 3 km geschwächelt habe. Am liebsten wäre ich gegangen, ich hatte keine Lust und keinen Saft mehr. Aber irgendwie habe ich mich durchgekämpft, anderen ging es noch schlechter und nach 3:02 h war ich im Ziel. In etwa Wunschzeit, nur der Aufwand dafür war höher als gedacht. Es war aber ein schöner Lauf auf einer schönen Einrunden-Strecke, der nach Wiederholung verlangt.

Letzte Woche war dann der Ostercross im Rahmen der Stadtmeisterschaft. Meine Beine waren noch vom anstrengenden Training müde und rechte Lust hatte ich auch nicht. Deswegen bin ich ohne Ambitionen losgelaufen und war am Ende überrascht, eine neue Streckenbestzeit gelaufen zu sein. Vor allem, weil es sich relativ locker angefühlt hatte, ich war nicht am Limit.

Gestern stand nun der Rauener Berglauf als Generalprobe für den Rennsteig an. Offiziell 30 km mit 500 Hm. Am Ende waren es aber 30,8 km mit noch mehr Höhenmetern, da eine zusätzliche Schleife auf den höchsten Punkt mit einem neu gebauten Aussichtsturm eingeflochten wurde.
Ich hatte unheimlichen Respekt vor der Strecke, zumal sie über 2 Runden geht. So bin ich auch sehr defensiv angelaufen und habe mich an eine Gruppe gehängt. Schon nach 1,2 km hat man 70 Hm, davon an einem sog. Schanzenberg (dort stand mal eine Sprungschanze) 40 Hm innerhalb von 200 Metern bewältigt. Danach geht es erst mal wieder bergab, um später in mehreren Wellen hintereinander steil bergauf und wieder -ab zu gehen. Ich bin in der ersten Runde immer hinter der Gruppe geblieben, obwohl es sehr locker lief und ich an den Anstiegen sogar ein paar Gehschritte mehr als gedacht einbauen musste, da sie mir etwas zu langsam waren. Diese Taktik war aber Gold wert.

Am Ende der ersten Runde habe ich mich in Ruhe verpflegt und so erst mal den Kontakt zu ihnen verloren. So bin ich dann allein mein Tempo weitergelaufen, aber nun kannte ich ja die Strecke. Beim Aufstieg zum Schanzenberg habe ich dann erstmals gespürt, wie kaputt meine Oberschenkel waren. Doch bergab habe ich mich schnell wieder gefangen. Kurz danach habe ich dann in den Wellen einige Läufer überholt, aber nun bin ich in meinem Tempo und ein paar Gehschritten am Ende der Hügel hoch. Kurz nach der Halbmarathonmarke, bergab, flog ein Läufer vorbei und meinte, es ist nicht mehr weit und ich sähe noch gut aus. Naja, wenn er meint, ich hab ihn erst mal ziehen lassen. Doch nachdem der Verpflegungspunkt bei km 22,5 erreicht war, geht es mehr oder weniger immer wieder bergauf. Und dort habe ich mich wieder an ihn heran gekämpft bzw. an den etwas heftigeren Anstiegen sogar vorbei. Das hat richtig Spaß gemacht und mir gezeigt, dass ich auf einem richtigen Weg bin. Denn seit dem letzten Marathon laufe ich meine normalen Dauerläufe um einiges schneller und versuche, das Tempo auch an den Anstiegen, die ich hier nun mal habe, beizubehalten. Das hat sich nun ausgezahlt.
Da die letzten beiden km steil bergab gehen, hatte ich dort keine Chance, da hat er mir über eine Minute abgenommen. Bei einer Bergankunft hätte ich gewonnen ;-). Mir taten aber auf dem Asphalt auch die Füße weh, Waldboden ist einfach besser.
Aber ich bin sehr zufrieden in 3:11:07 h ins Ziel. Am Ende in der dort gewerteten AK 40-49 5. von 9, Gesamt-8. von 15 Frauen. In der reinen AK 45, die für die Cup-Wertung gilt, war ich aber 3. von 6 und habe so einige Punkte gesammelt. Und das Beste habe ich erst zu Hause mitbekommen. Dort habe ich gesehen, dass ich nach der ersten Runde bei knapp über 1:36 h wieder angelaufen bin, also tatsächlich zwei gleichmäßige Runden hatte.

Der Rennsteig-Marathon kann kommen!

Samstag, 11. Februar 2012

Hallenlauf und mehr

Der Januar verging wie immer im Fluge. Und wie immer war ich in Senftenberg beim Hallenlauf. Dieses Jahr ist auch Bianka mitgekommen und vor Ort haben wir Benni getroffen, der das Wahnsinnsprogramm von 10 km mittags, den Marathon am Abend und den Ultra über 50 km am nächsten Morgen durchgezogen hat. Hut ab!Wir sind erst mal nur 3000 Meter gelaufen, für mich eine Premiere. Tempotraining gab es in der letzten Zeit gar nicht, aber ich wollte trotzdem volle Pulle laufen. Ich bin dann doch ein wenig schnell angegangen, denn der letzte km war dann mit knapp 5 min etwas langsamer als die ersten beiden, aber mit 14:14 min war ich hochzufrieden. Ganz nebenbei ist noch der 3. AK-Platz rausgesprungen.
Übrigens war unsere AK W45 die mit Abstand am stärksten Besetzte des ganzen Feldes und auch die Gesamtsiegerin war dabei.
Zwei Stunden später bin ich dieses Jahr mit Bianka den 10km-Paarlauf gelaufen. Und es hat wie jedes Jahr Spaß gemacht, über die Bahn zu jagen und aller 1000 Meter zu wechseln. Ich bin alle meine Abschnitte zwischen 4:32 und 4:40 min gelaufen und am Ende stand für uns beide eine Zeit von 47:37 min. Wir waren total überrascht über die Superzeit und natürlich voll zufrieden, auch wenn es "nur" der 4. Platz war. Die 3. waren nur wenige Sekunden vor uns.
Die ganze Veranstaltung hat wieder viel Spaß gemacht und das fehlende Tempotraining habe ich anschließend am nicht unerheblichen Muskelkater gemerkt ;-).

Seit 2 Wochen hat uns ja eine mächtige Kälte im Griff. Und zu Beginn hatte ich große Probleme damit, vor allem mit dem eisigen Ostwind. Meine Beine waren immer kurz vor´m Abfallen, obwohl es anfangs gar nicht sooo kalt war. So habe ich es zunächst bei kürzeren Läufen belassen. Ich hatte schon ein wenig an mir gezweifelt, denn in den letzten Jahren bin ich auch bei Temperaturen unter -10 Grad gelaufen und hatte nicht solche Probleme. Doch seit einer Woche hat sich das entschärft oder ich mich an die Kälte gewöhnt und ich habe mich auch an längere Läufe gewagt. Morgen geht es dann in den Spreewald zum Frostwiesenlauf. Ob ich wirklich 30 km laufe, entscheide ich vor Ort, aber auf jeden Fall kommt die Kamera mit, denn bei Sonnenschein hoffe ich auf ein paar schöne Motive.

Letzte Woche waren wir mal wieder in anderer Sportsache unterwegs: zum Finale des German Masters im Snooker im Berliner Tempodrom.

Die eisige Kälte, die gerade in Berlin herrschte, hat uns nicht weiter gestört, denn drinnen war es warm und unser Hotel in unmittelbarer Nähe.

Besonderes Glück hatten wir, dass wir nun mal Ronnie O´Sullivan live sehen konnten, der sich etwas überraschend bis in das Finale gekämpft hatte und dort auch nach großem Kampf mit 9:7 siegte.Sein erster Turniersieg seit fast 3 Jahren. Wer sich nicht so auskennt, Ronnie ist der wohl bekannteste und charismatischste Snookerspieler, den es gibt. Für uns war das ein Riesenerlebnis und den Zuschauern wurde von beiden Spielern Snooker in Perfektion und Spannung pur geboten. Ein schöner Tag in Berlin, der bis fast Mitternacht dauerte.

Samstag, 7. Januar 2012

Rückschau und Ausblick

Das neue Jahr ist fast schon wieder eine Woche alt. Bei mir begann es traditionell sehr arbeitsreich, so wie jedes Jahr und das wird auch noch eine Weile anhalten. Trotzdem will ich noch mal zurück schauen.

Das war 2011
Es war ein laufreiches Jahr, gerade in den ersten Monaten. So sind am Ende 2307 km zusammen gekommen, so viele wie noch nie. Im ersten Quartal war alles auf das Projekt Spreewald-Marathon ausgerichtet, den ich in neuer PB laufen wollte. Dafür bin ich viele km gelaufen und habe auch mehr lange Läufe als sonst gemacht. Doch ich habe wohl einfach den falschen Tag erwischt und musste mit einer 4:19 h zufrieden sein (und bin es bis heute nicht).
Dafür war dann Anfang Juni der Run&Bike über 100 km mit Bianka eine ganz neue Erfahrung und bei mir lief es wie am Schnürchen, obwohl ich noch nie so weit gelaufen bin und mit fast 10 Stunden nie so lange auf den Beinen war. Der Zieleinlauf war einfach grandios und wohl für immer unvergesslich. Während ich am gleichen Tag der Meinung war, mir das nicht noch mal antun zu müssen (ja, eine Qual war es teilweise schon, vor allem im Mittelteil) sah die Welt am Tag danach schon wieder anders aus ;-). Ich würde mal sagen - Fortsetzung folgt!
Der 3. Höhepunkt im Jahr war dann der Berlin-Marathon, den ich so genießen konnte, wie ich mir das immer vorgestellt habe, einfach weil der Leistungsgedanke nach ganz hinten geschoben wurde. Dass das geklappt hat und ich gleichmäßig durchgelaufen bin, ist für mich immer noch ein Wunder.
Im letzten Jahr gab es eine neue PB - völlig überraschend über 10km. Und auch über 5km war ich nahe dran, obwohl ich auf beides nicht trainiert hatte und wohl Folgen der Superkompensation waren. Dafür bin ich mit genau 2 HM so wenige wie noch nie gelaufen. Den ersten wegen einer Erkältung in persönlicher Schlechtzeit, den 2. dafür spontan und in einer für mich guten Zeit.
Zum Jahresende hin war ein wenig die Luft raus, mich hatte sogar noch mal eine starke Erkältung zu einer Laufpause gezwungen, sonst wären noch ein paar mehr km zusammen gekommen.
Dafür habe ich die Weihnachtstage intensiver genutzt und zu Silvester meinen Jubiläumslauf gestartet. Denn mit dem Silvesterlauf 2006 vor 5 Jahren begann mein "offizielles" Läuferleben. Seitdem habe ich unzählige offizielle Läufe bestritten (ich will schon lange mal eine Statistik machen, aber 100 waren es bestimmt), bin 10308 km gelaufen und zum Glück von Verletzungen verschont geblieben. Das alles spielte sich in der W40 ab und nun wechsel ich das erste Mal in meinem Läuferleben die Altersklasse...

Das wird 2012
Auch wenn das Wetter diesen Winter sehr läuferfreundlich ist, freue ich mich schon wieder auf die Läufe in der Halle in Senftenberg. Wann kann man schon mal im Winter in kurz/kurz laufen und über die Bahn brettern macht einfach Spaß. Im Februar gibt es auch wieder den Frostwiesenlauf in Burg/Spreewald. Einfach eine schöne Veranstaltung ohne Wettkampfcharakter. Der Frühjahrshöhepunkt ist definitiv der Marathon beim Rennsteiglauf am 12. Mai. Rennsteig ist einfach grandios und jeder Läufer muss wenigstens einmal dorthin. Wir werden sogar gebündelt vom Verein aus fahren, schließlich ist es der 40. Rennsteiglauf. Davor gibt es noch ein paar kurze Stadtmeisterschaftsläufe, die ich ganz gern als Tempotraining nutze und als echte Vorbereitung den 30km-Lauf durch die Rauener Berge. Und das sind wirklich Berge! Ich würde auch ganz gern Ende März/Anfang April noch einen Marathon laufen, habe aber noch keine rechte Idee.
Für den Herbst liebäugel ich ein wenig mit dem Brocken-Marathon. Mal sehen, das Wetter muss auch mitspielen. Und dann will ich auch einmal zum Röntgenlauf...
So wie es aussieht, steht das Jahr im Zeichen der Berge ;-). Mittlerweile kann ich damit ganz gut um und dieses ständige Bergauf und -ab macht mir einfach Spaß.

Ich wünsche allen, die hier ab und zu noch vorbeischauen, ein gesundes und erfolgreiches 2012!